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Konzerte / Klassik Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Konzerte / Kirchenmusik NoonSong e.V.
Sa, 4.2.2023, 12:00 Uhr
Konzerte / Kirchenmusik NoonSong e.V.
Sa, 11.2.2023, 12:00 Uhr
Konzerte / Jazz Jazzkeller 69 e.V. Berlin, Thulestr. 16
Konzerte / Klassik C. Bechstein Centrum Berlin Berlin, Kantstr. 17 / stilwerk
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Werke der Moderne mit Simon Rattle

Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle, Dirigent Amihai Grosz, Viola Makeda Monnet, Sopran Donatienne Michel-Dansac, Mezzosopran Rundfunkchor Berlin Bernd Alois Zimmermann: Musique pour les soupers du Roi Ubu Bohuslav Martinů: Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester György Ligeti: Apparitions György Ligeti: Requiem György Ligeti ließ sich vom bildkräftigen Text der katholischen Totenmesse zu einem der großen Chorwerke des 20. Jahrhunderts anregen. Sein apokalyptisches Requiem wie auch sein Orchesterwerk Apparitions vermitteln eine dichte, spannungsgeladene Klangsprache – hier zu erleben im Rahmen der Biennale der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle als Dirigent. Eine subtile Querverbindung gibt es zu den weiteren Werken des Abends. Denn sowohl Bernd Alois Zimmermanns bissig­-humorvolle Musique pour les soupers du Roi Ubu als auch Bohuslav Martinůs neoromantisches Bratschenkonzert (Solist: Amihai Grosz) nehmen versteckt auf Requiem-­Vertonungen anderer Komponisten Bezug.
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Philharmonie "Late Night"

Berliner Philharmoniker

Alan Gilbert, Violine Kirill Gerstein, Klavier Stefan Dohr, Horn Mitglieder der Berliner Philharmoniker György Ligeti: Sechs Bagatellen für Bläserquintett György Kurtág: Bläserquintett op. 2 Ludwig van Beethoven: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 16 György Ligeti: Trio für Violine, Horn und Klavier Late Night mit Alan Gilbert und Kirill Gerstein Alan Gilbert ist nicht nur Dirigent, sondern auch ausgebildeter Geiger. In dieser Late Night erleben wir ihn als Interpret des Geigenparts in György Ligetis Trio für Violine, Horn und Klavier. Seine Kammermusikpartner sind der Pianist Kirill Gerstein und der philharmonische Solohornist Stefan Dohr. Das Werk ist eine Hommage an Johannes Brahms und dessen Horntrio. Ludwig van Beethovens von konzertanter Spielfreude geprägtes Klavierquintett sowie zwei Bläserquintette von György Ligeti und György Kurtág komplettieren das Programm dieser Late Night.
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Alan Gilbert und Joshua Bell

Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Alan Gilbert, Dirigent Joshua Bell, Violine Boris Blacher: Orchestervariationen über ein Thema von Niccolò Paganini op. 26 Samuel Barber: Violinkonzert op. 14 Henri Dutilleux: Symphonie Nr. 2 »Le Double« Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, präsentiert drei Werke des 20. Jahrhunderts, die sich kreativ mit der Musik der Vergangenheit auseinandersetzen. Boris Blacher etwa nimmt eines der berühmtesten Themen der Geigenliteratur zum Ausgangspunkt seiner jazzig­-virtuosen Paganini-Variationen. Samuel Barber wiederum revitalisiert das spätromantische Violinkonzert mit unverkennbar amerikanischer Färbung. Als Solist kehrt nach 15-­jähriger Abwesenheit Joshua Bell zu den Berliner Philharmonikern zurück. Und dann ist da noch Henri Dutilleux’ Zweite Symphonie: gewissermaßen ein barockes Concerto grosso im Klanggewand der Moderne.
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Das Quatuor Diotima interpretiert Ligeti und Janáček

Berliner Philharmoniker

Biennale der Berliner Philharmoniker Quatuor Diotima: Yun-Peng Zhao, Violine Léo Marillier, Violine Franck Chevalier, Viola Pierre Morlet, Violoncello Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 1 »Kreutzersonate« György Ligeti: Streichquartett Nr. 2 György Ligeti: Streichquartett Nr. 1 "Métamorphoses Nocturnes" Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 2 »Intime Briefe« Die Liebe und ihre Abgründe inspirierte Leoš Janáček zu zwei großartigen Streichquartetten: Im ersten schildert er plastisch ein Ehedrama nach Tolstois Novelle Kreutzersonate, im zweiten verhandelt er seine eigene Leidenschaft zu einer viel jüngeren Frau. Das Quatuor Diotima, das sich der neueren und zeitgenössischen Musik verschrieben hat, stellt uns Janáčeks Werke im Rahmen unserer Biennale vor, ebenso wie zwei Streichquartette György Ligetis, an dessen 100. Geburtstag das Festival erinnert. Seine Quartette beeindrucken durch eine Vielfalt an Klangtexturen, die typisch für Ligetis Stil sind.
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Rias Kammerchor Berlin mit György Ligetis »Lux aeterna«

Berliner Philharmoniker

RIAS Kammerchor Sigvards Klavas, Dirigent György Ligeti: Lux aeterna sowie Werke von Béla Bartók und Zoltán Kodály Perfektes Zusammenspiel von Musik und Architektur: In György Ligetis Chorwerk Lux aeterna entsteht quasi aus dem Nichts kommend ein weicher, sinnlicher Klang, der eine mystische, schwebende Sogwirkung entfaltet. Er korrespondiert optimal mit der geheimnisvollen Atmosphäre, die durch das bläuliche Dämmerlicht im Inneren der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche erzeugt wird. Das Stück stellt an die Ausführenden höchste gesangliche Ansprüche, ideal also für so ein exzellentes Vokalensemble wie den Rias Kammerchor Berlin, der in diesem Konzert auch mit Werken von Béla Bartók und Zoltán Kodály zu hören ist.
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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Berliner Philharmoniker

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Robin Ticciati, Dirigent Paolo Mendes, Horn Joseph Haydn: Die Schöpfung Hob. XXI:2: Die Vorstellung des Chaos György Ligeti: Ramifications für Streicher Joseph Haydn: Die Jahreszeiten, Oratorium Hob. XXI:3: Einleitung zu Der Winter György Ligeti: Hamburgisches Konzert für Horn und Kammerorchester György Ligeti: Macabre Collage, Orchestersuite aus der Oper Le Grand Macabre, zusammengestellt von Elgar Howarth Joseph Haydn: Symphonie Nr. 60 C-Dur »Il distratto« Beide gehörten zu den experimentierfreudigsten Komponisten ihrer Zeit: Joseph Haydn und György Ligeti. Das Deutsche Symphonie-Orchester und Chefdirigent Robin Ticciati präsentieren sie in einem Doppelporträt.
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Philharmonischer Salon: György Ligeti

Berliner Philharmoniker

Ulrich Matthes, Sprecher Mitglieder der Berliner Philharmoniker Götz Teutsch, Programmgestaltung Cordelia Höfer, Klavier György Ligeti und seine Wurzeln im Siebenbürgen des 20. Jahrhunderts Unbeirrbar, neugierig und humorvoll ging György Ligeti seinen künstlerischen Weg und wurde so in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Komponisten. Seine Karriere begann für den Ungarn, dessen 100. Geburtstag sich 2023 jährt, nachdem er in den Westen emigriert war. Doch seine menschlichen und künstlerischen Wurzeln liegen in Siebenbürgen, wo er als Sohn jüdischer Eltern geboren wurde und aufwuchs. Schauspieler Ulrich Matthes und Mitglieder der Berliner Philharmoniker blicken mit Texten und Musik auf die Jugendjahre des Komponisten zurück.
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Orgelmatinee mit Jean-Baptiste Dupont

Berliner Philharmoniker

Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004, Satz 5: Chaconne (Bearbeitung für Orgel von Jean-Baptiste Dupont) Max Reger: Rhapsodie op. 65 Nr. 1 Jean-Baptiste Dupont: Improvisation ‒ Triptychon (Andante, Adagio, Toccata) Igor Strawinsky: Drei Sätze aus »Petruschka« (Bearbeitung für Orgel von Jean-Baptiste Dupont) György Ligeti: Volumina für Orgel Von Bach bis Ligeti, vom melodisch und rhythmisch strukturierten Satz zum überwältigenden Klangereignis – Jean-Baptiste Dupont, Titularorganist an der Kathedrale von Bordeaux, führt uns in dieser Matinee durch ein breites Spektrum der Orgelmusik, darunter auch drei für Orgel bearbeite Sätze aus Igor Strawinskys Ballett »Petruschka«. Ligeti, dessen Musik im Zentrum der Biennale steht, setzte 1962 mit seinem Stück Volumina neue klangliche und spieltechnische Maßstäbe. Heute gilt das Werk als Klassiker der Moderne. Zudem erleben wir Jean-Baptiste Dupont an der Orgel der Philharmonie Berlin als Improvisator.
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Late night: RaumMusikZeit

Berliner Philharmoniker

Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker und Gäste Stanley Dodds, Dirigent RaumMusikZeit Musik der Nachkriegsjahre in legendärer Architektur dieser Zeit – der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe. Maurice Ohana. Quatre Études chorégraphiques Giacinto Scelsi. I Riti, Ritual March for the Funeral of Achilles André Jolivet. Cérémonial, hommage à Varèse für sechs Schlagzeuger Innovativ, experimentell und den Mief der Vergangenheit hinter sich lassend – so gab sich die kreative Szene der 1950er- und 60er-Jahre. Neue Lösungen und Konzepte mussten her: Mies van der Rohe gelang mit der Neuen Nationalgalerie eine moderne Interpretation des antiken Podiumstempels, Komponisten wie Maurice Ohana, Giacinto Scelsi, André Jolivet und Mauricio Kagel entdeckten das Schlagzeug als eigenständige Ensemblekunst und schrieben dafür Werke, die überraschen, mitreißen und eine ganz eigene Sogwirkung entwickeln. In dieser Late Night mit den Schlagzeugern der Berliner Philharmonikern und der Karajan-Akademie ergänzen sich die Architektur und Musik jener Zeit aufs Beste.
Konzerte | Konzert

Werkstatt.Dialog.Musik

Berliner Philharmoniker

Thomas Leyendecker, Posaune Thomas Leyendecker, seit 2005 Posaunist der Berliner Philharmoniker, stellt in diesem Werkstattkonzert außergewöhnliche Solowerke für sein Instrument vor. Musik und Kunst der 50er und 60er Jahre Luciano Berio: Sequenza V für Posaune John Cage: Solo for sliding trombone Giacinto Scelsi: Maknongan Leonard Bernstein: Elegy for Mippy II für Posaune solo
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Ligeti-Masterclasses: Abschlusskonzert

Berliner Philharmoniker

Studierende der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin Studierende der Universität der Künste Berlin Berliner Studierende präsentieren vor Publikum Werke György Ligetis, die zuvor in Masterclasses mit Ueli Wiget (Klavier) und Stefan Dohr (Horn) erarbeitet wurden. Eintritt frei.
Konzerte | Klavierkonzert

Klavierabend mit Bertrand Chamayou

Berliner Philharmoniker

John Cage: Daughters of the Lonesome Isle für präpariertes Klavier Karl Amadeus Hartmann: Sonate »27. April 1945« Luciano Berio: Cinque variazioni Olivier Messiaen: Cantéyodjayâ György Ligeti: Musica ricercata Anfang der 1950er-Jahre stand eine neue Komponistengeneration am Start: unkonventionell und revolutionär. Der französische Pianist Bertrand Chamayou stellt uns Werke von Komponisten vor, die wir heute zu den führenden Persönlichkeiten der Neuen Musik zählen und die immer wieder mit ihren Einfällen überraschten: Bei John Cage, György Ligeti, Luciano Berio und Olivier Messiaen wird das Klavier zum Perkussionsinstrument und zum Experimentallabor für neue klangliche und rhythmische Effekte. Karl Amadeus Hartmann wiederum erinnert in seiner Sonate »27. April 1945« an die Schrecken der Nazi-Diktatur.
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Kirill Petrenko dirigiert Debussy, Ligeti und eine Uraufführung

Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko, Dirigent György Ligeti: Lontano für großes Orchester Miroslav Srnka: Superorganisms (Uraufführung) György Ligeti: Atmosphères Claude Debussy: La Mer (Das Meer) György Ligeti gehörte zu den musikalischen Leuchttürmen der Nachkriegs-Avantgarde. Neugierig, experimentierfreudig, oft humorvoll erschloss er neue, überraschende Welten. Mit Atmosphères und Lontano dirigiert Kirill Petrenko zum Auftakt der Biennale der Berliner Philharmoniker zwei Schlüsselwerke Ligetis, deren flirrende Klangflächen typisch für den Stil des Komponisten sind. Gespiegelt werden sie in diesem Konzert durch Claude Debussys schillerndes Klanggemälde La Mer – ein Meisterwerk des musikalischen Impressionismus. Außerdem gibt es ein neues Werk von Miroslav Srnka, dessen Oper South Pole Kirill Petrenko 2016 mit großem Erfolg in München uraufgeführt hat.
Konzerte | Liederabend

Philharmonie "Late Night"

Berliner Philharmoniker

Late Night: Die alten schönen Lieder Im Rahmen unserer Biennale, die im Zeichen von Kunst und Musik der 1950er- und 1960er-Jahre steht, sind Chansonnier Tim Fischer und sein Pianist Thomas Dörschel nach vielen Jahren endlich wieder gemeinsam auf der Bühne zu erleben und erlauben sich eine musikalische Rolle rückwärts. Aus ihren Programmen »Na so was«, »Lieder eines armen Mädchens« (Friedrich Hollaender), »Walzerdelirium« und anderen fischen sie die schönsten Chanson-Perlen der Nachkriegszeit und kreieren einen wilden Mix, der einmal mehr die Magie und Zeitlosigkeit dieser schönen Lieder unter Beweis stellt. Tim Fischer Gesang Thomas Dörschel Klavier Die alten schönen Lieder
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Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Berliner Philharmoniker

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Karina Canellakis, Dirigentin Augustin Hadelich Violine Ludwig van Beethoven: Die Geschöpfe des Prometheus op. 43: Ouvertüre György Ligeti: Konzert für Violine und Orchester Witold Lutosławski: Konzert für Orchester Scheinbar verstimmte Instrumente, Okarina-spielende Schlagzeuger und Naturtonreihen der Hörner treffen auf ein traditionelles Orchester: Ligetis Violinkonzert ist ein faszinierendes Klangexperiment. Einführung: 15.10 Uhr
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Electroacoustic and Experimental Electronic Works

MaerzMusik

Mit Werken von Jacob Kirkegaard, Hanna Hartman und anderen. 20 / ermäßigt € 15 Erhältlich im Tagesticket 26.3.
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lange//berweck//lorenz: Nachtstücke / synthetic DNA 1

MaerzMusik

lange//berweck//lorenz Silke Lange, Sebastian Berweck, Martin Lorenz, Synthesizer Programm: Asmus Tietchens (*1947) Falter-Lamento (1980) pseudo topos (2022/2023) Uraufführung Andrea Neumann (*1968) Signale vom Rand (2022) Korhan Erel (*1973) Losing Track in Four Movements (2022) Bernhard Lang (*1957) DW30: Loops für Klaus Schulze (2017) Das Synthesizer-Trio lange//berweck//lorenz entspinnt mäandernde, farbenreiche Welten und präsentiert das „Falter-Lamento“ und eine neue Auftragsarbeit von Asmus Tietchens, Werke von Andrea Neumann und Korhan Erel aus ihrem Projekt „Soundtracking“, das ein neues Zusammenspiel von Komposition und Interpretation in den Blick nimmt, sowie Bernhard Langs Hommage an einen Pionier der elektronischen Musik. Asmus Tietchens ist einer der bekanntesten deutschen Künstler*innen der abstrakten Musik. Neben der neuen Auftragskomposition „pseudo topos“ präsentiert lange//berweck//lorenz das „Falter-Lamento“ von seiner allerersten LP „Nachtstücke“, die bei ihrer Veröffentlichung 1980 einiges Aufsehen erregte: Sie erschien fast zwei Jahre später als ursprünglich geplant, trug einen unautorisierten Untertitel und ein völlig anderes Cover. Eigentlich sollte das Albumcover einen ledernen Embryo zeigen, durch dessen Auge ein Laserstrahl schießt, doch schließlich tanzten drei verschwommene Figuren auf der Hülle. „Nachtstücke“ hat wenig mit dem „Pseudo-Pop“ der darauf folgenden Sky-Phase gemein, sondern wirft ein Licht auf die düsteren, gespenstischen Aspekte von Tietchens’ späteren Arbeiten. Bei der Veröffentlichung fiel das Album mit seiner „sanften Rhythmik und der harmonischen Seligkeit“, so Tietchens, völlig aus der Zeit. „Falter-Lamento“ vermeidet Dissonanzen, plötzliche Akzente und jede Form von Brachialität. Das repetitive Anfangsmotiv schwebt taumelnd durch die Klangwelten und lässt sich mal auf dem einen, mal auf dem anderen Grundton nieder. Die Werke von Andrea Neumann und Korhan Erel stammen aus dem Projekt „Soundtracking“ des Trios, das ein neues Format der Zusammenarbeit zwischen Komposition und Interpretation erforscht. Neumann und Erel haben jeweils eine Tonspur – einen Soundtrack – erstellt, zu der Silke Lange, Sebastian Berweck und Martin Lorenz an den Synthesizern nach minimalen Vorgaben spielen. Beim Komponieren für Synthesizer stellt sich das Problem, dass eine spezifische Notation sich nur mit einem bestimmten Produkt/Instrument realisieren lässt. Und ist die Beschreibung der Klänge kategorisch, verliert sie ihre Präzision. Der Ansatz von lange//berweck//lorenz erlaubt es den Komponist*innen, mit ihrer gesetzten Tonspur präzise Einfluss auf das klangliche Resultat zu nehmen und die Strukturierung der Zeit zu gestalten. Die Tonspur soll eine Partitur in Schriftform weitgehend ersetzen. Sie gibt einen formalen Ablauf vor, zu dem die drei Musiker*innen mit ihrem Spiel klaren Konzepten folgen oder in unterschiedlichen Graden frei improvisierend agieren. Der Fokus der Interpret*innen liegt ganz auf einer hörenden Annäherung an die Kompositionen. Für „Signale vom Rand“ hat Andrea Neumann Sounds von dem von ihr entwickelten Innenklavier und No-Input-Mixern aufgenommen. Der Audiotrack behandelt physikalische und elektronische Widerstände und Grenzsituationen. Er macht Signale hörbar und untersucht ihre verschiedenen Qualitäten. Bewusst wurden dabei der halltote Raum des No-Input-Mixers und der Hall des Innenklaviers nebeneinandergestellt und miteinander vernetzt. Die Sparsamkeit und das Rudimentäre des Tracks lassen Spielraum für lange//berweck//lorenz, diese Phänomene mit ihren Mitteln zu interpretieren. Die elektronische Komposition „Losing Track in Four Movements“ ist eine Studie über die Entwicklung eines Tonbandstücks, das sowohl als Begleitung für improvisierende Musiker*innen als auch als eigenständiges Stück funktionieren kann. Die Arbeit verwendet sowohl synthetische Klänge als auch Improvisationsschnipsel auf Erels Instrument „Omnibus“. „Losing Track“ ist eine Anspielung auf den Kompositionsprozess, bei dem sich Erel einige Male verirrt hat, aber auch auf den Ablauf eines improvisierten Konzerts, bei dem sich die Musiker*innen bereitwillig „verirren“, um dann einen neuen, gemeinsamen Weg einzuschlagen. Die Inspiration für seinen umfangreichen Zyklus „Differenz und Wiederholung“ (kurz: „DW-Zyklus“) fand Bernhard Lang bei Gilles Deleuze. Sein „DW30: Loops for Klaus Schulze“ entstand 2015 für das Trio lange//berweck//lorenz. Dafür hat Lang gemeinsam mit Berweck neue Notationsweisen entwickelt. Das Stück vermischt instrumentale Klänge, Stimme und Elektronik. Es ist eine Hommage an einen von Langs Helden: Klaus Schulze. Der Musiker, 1947 geboren, erforschte in den 1970er-Jahren die elektronischen Welten und gilt als Pionier elektronischer Musik. Für manche ist er sogar der Urvater von Techno, andere sehen in ihm den Erfinder von Ambient. 10 / ermäßigt € 7 Erhältlich im Tagesticket 25.3.
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Riot Ensemble

MaerzMusik

Riot Ensemble Alex Paxton, Posaune solo Aaron Holloway-Nahum, Dirigent Programm: Bára Gísladóttir (*1989) Animals of your Pasture für Ensemble (2021) Oliver Thurley the heart is a knot für Kontrabass („entangled“) for Marianne, quietly, a soft glaze. (2021) Bethan Morgan-Williams (*1992) Gêmdis (2020) Alex Paxton (*1990) Neue Arbeit im Auftrag von Berliner Festspiele / MaerzMusik Uraufführung Spielerisch, vielseitig, poetisch: Das Riot Ensemble präsentiert vier Kompositionen von Bára Gísladóttir, Bethan Morgan-Williams, Alex Paxton und Oliver Thurley. Der Ausgangspunkt für Bára Gísladóttirs „Animals of your Pasture“ ist die Idee, dass alle existierenden Tierarten gemeinsam in einer Herde leben, die als eigenständiger Organismus funktioniert. Die Komposition spielt mit der Vorstellung, diese Herde in verschiedenen Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln und Einstellungen (Nahaufnahme, extreme Totale, scharf, unscharf, fragmentarisch, in Zeitlupe …) zu beobachten: beim Laufen durch endlose Prärien, beim Kämpfen, Tanzen, Schlafen oder Singen. Dieses Konzept ist mit dem unbestimmten Gedanken verwoben, dem Chaos zu erlauben, chaotisch zu sein – ohne Kontrollinstanz und ohne den Versuch, etwas zu strukturieren oder zu systematisieren, das einfach existiert. Der Titel des Werks sowie die Bezeichnungen zweier Sätze sind Hilda Hilsts Buch „With my Dog-Eyes“ entnommen, von dem Gísladóttir beim Komponieren des Stücks stark beeinflusst war. Oliver Thurleys „the heart is a knot“ verkörpert Beklemmung, zarte Berührung, die Struktur eines Körpers und Streicherbogens sowie weich gezogene, harmonische Linien. Die Aufführung konzentriert sich auf die mikroskopischen Details und Grenzen einer instabilen Harmonik. Kontrabassistin Marianne Schofield verfängt sich in Momenten von Reibung, Erschütterung, Turbulenzen und der Textur eines sich mit dem Instrument bewegenden Körpers. Das Stück ist geprägt von Ruhe und in dem Raum zwischen dem Ende des Griffbretts und dem Steg angesiedelt. Die Tonhöhen sind in der Partitur nicht explizit notiert. Stattdessen fungieren Tonhöhenzonen als Bereiche, in denen verschiedene stabile, instabile und tote Punkte durchlaufen werden können. Für jede Saite wird dieser Raum in drei ungefähre Zonen unterteilt: tief, mittel und hoch. Im Titel ihrer Arbeit „Gêmdis“ verknüpft Bethan Morgan-Williams die walisischen Wörter für Spiel und Würfel. Das Werk durchläuft eine Reihe unterschiedlicher Stimmungen, von denen einige zyklisch wiederkehren und so die Grundstruktur des Stücks markieren. Es gibt fünf „Anfänge“. Dieses Anfangsmaterial ist hektisch und wild, wird allerdings von einer spielerischen und fragileren Version seiner selbst abgelöst. Wie sich dieses zarte, giocoso-hafte Material entwickelt, verhält sich jedes Mal anders. Manchmal driftet es einfach ab, dann wieder wächst es zu einer neuen und eigenständigen „Substanz“ heran. Diese neu entwickelten „Substanzen“ stellen verschiedene Möglichkeiten in Bezug auf das Ausgangsmaterial dar und geben dem Stück als Ganzem Raum und Tiefe. Alex Paxton und das Riot Ensemble arbeiteten erstmals im Rahmen eines gemeinsamen Auftrags für „Shrimp BIT babyface“ bei Klangspuren Schwaz 2022 zusammen. Daran anknüpfend werden das Riot Ensemble und Paxton nun erstmals gemeinsam auf der Bühne stehen. In diesem neuen Auftragswerk für MaerzMusik 2023 wird Paxton selbst als Solist auftreten und die instrumentalen Möglichkeiten des Riot Ensemble in vollem Umfang ausnutzen (zwei Schlagzeuger, drei Keyboards), um eine Kaskade aus Live- und elektroakustischen Klängen aufzubauen, die die gewohnte Energie und die virtuosen Anforderungen seiner Musik unterstützen. 20 / ermäßigt € 15 Erhältlich im Tagesticket 25.3.
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Variations on a Voice

MaerzMusik

Juliet Fraser, Sopran Alexis Baskind, Elektronik Programm: Cassandra Miller (*1976) & Juliet Fraser (*1980) Tracery : Hardanger (2017) Lawrence Dunn (*1991) While we are both (2017) Rebecca Saunders (*1967) The Mouth (2020) für Sopran und Tonband (2019/2020) Deutschlandpremiere Juliet Fraser demonstriert in diesem Konzert ihre stilistische Vielseitigkeit mit drei Kompositionen, die eigens für sie und ihre Stimme geschrieben wurden. Dabei stellt jedes Stück unterschiedliche kompositorische Ansätze für die menschliche Stimme vor. Die Arbeit „Tracery : Hardanger“ der Komponistin Cassandra Miller und der Sopranistin Juliet Fraser erforscht eine Form des „automatischen Singens“. Zu Beginn der Aufführung sitzt Fraser auf der Bühne und hat Kopfhörer auf, über die sie einen „gesteuerten Track“ hört – und dann meditiert sie. Ein anderer Track mit ihrer zuvor aufgenommenen Stimme wird vom Tonband in den Raum eingespielt. Wie das Stück klingen wird, ist nicht vorhersehbar. Es ist eine Musik des Kommens und Gehens, des Zusammen- und Alleinseins, eine moderne Interpretation von Folklore, da das Ausgangsmaterial vor allem aus Traditionen stammt, die nicht auf Notation beruhen. So basieren die ersten Module auf zwei traditionellen Melodien der norwegischen Hardangerfiedel. „Tracery : Hardanger“ entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Komponistin Miller und der Interpretin Fraser. Das Werk ist Teil eines Langzeitprojekts, das mehrere einzelne, jedoch miteinander verbundene Stücke hervorgebracht hat, die mit der Freiheit und Verletzlichkeit des*der Performer*in auf der Bühne experimentieren und traditionelle Vorstellungen von Performativität und „Gesanglichkeit“ in Frage stellen. Auf dem Programm steht außerdem die Komposition „While we are both“ von Lawrence Dunn, die auf einem Gedicht von Caitlín Doherty basiert. Das Werk selbst ist eine Art metamorphische Verwandlung von Klangtexturen und beschäftigt sich „mit den Grenzen der Kommunikation und […] den Möglichkeiten – und Unmöglichkeiten – der Beziehung zu anderen Menschen.“ Der Titel bezieht sich auf den Vers „while we are both awake“, denn die Protagonist*innen sehnen sich nach Schlaf. Mit Rebecca Saunders’ „The Mouth“ erforscht Fraser die Schwelle zwischen zwei Welten: der inneren und der äußeren, der inneren und der klingenden Stimme. Das Werk untersucht dabei die große Bandbreite an Farben und Klängen, die in der Mundhöhle natürlicherweise entstehen, denn der Mund (engl. „the mouth“) repräsentiert diese Schwelle. Laut der Komponistin Saunders fragt die Arbeit: „Was ist diese innere Stimme, was wird dort unterdrückt und zurückgehalten, was fließt da unter der Oberfläche? Und was kann eigentlich gesagt werden? Kann überhaupt etwas gesagt werden?“ Der Text wurde neben der Musik von Saunders verfasst und enthält bewusstseinsstromhafte Rezitationen mit gelegentlichen Momenten klarer Artikulation. Der raumbezogene, elektronische Part setzt sich aus Aufnahmen von Frasers Stimme zusammen, in die vereinzelt auch die Stimme der Komponistin einfließt. 10 / ermäßigt € 7 Erhältlich im Tagesticket 25.3.
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Contemplations into the Radical Others

MaerzMusik

Agnese Toniutti Klavier, „timbre piano“, Spielzeugklavier Ensemble Musikfabrik Marco Blaauw, Trompete, Kornett, Alphorn, Ko-Kurator Maxime Morel, Tuba, Alphorn Dirk Rothbrust, Schlagzeug, Ko-Kurator Matthias Schwengler, Trompete / trumpet Christine Chapman, Horn, Muschelhorn Bruce Collings, Posaune Programm: Subtle Matters Lucia Dlugoszewski (1925-2000) Exacerbated Subtlety Concert (Why Does a Woman Love a Man?) für timbre piano (1997/2000) Tan Dun (*1957) C-A-G-E, fingering for piano (1994) Philip Corner (*1933) Toy Piano (2012) ch roma tika (2022), Uraufführung Man in Field (the sound as “Hero”) (2020) Small pieces of a Fluxus Reality (2018) A really lovely piece made for & by Agnese (2019) Space is a Diamond Jing Wang (*1992) Yan für Muschelhorn solo (2016) Tamara Miller (*1992) na rua – uma bola e um sol pobre – revira no lixo für Trompete und Schlagzeug (2022) Hans-Joachim Hespos (1938-2022) li-lá für zwei Alphörner (1996) Lucia Dlugoszewski Space is a Diamond für Trompete solo (1970) Hans-Joachim Hespos Ruhil für Kornett, Tenortuba und Bassposaune (1985) Mazyar Kashian (*1991) Rondo de facto für einen Kieselstein (2020) Lucia Dlugoszewski Tender Theatre Flight Nageire für Blechbläserquintett und Orchester mit erfundenen Schlaginstrumenten (1971, rev. 1978) „Ich wollte dem Ohr dabei helfen, den Klang um seiner selbst willen zu hören.“ Die Komponistin Lucia Dlugoszewski im Fokus: Agnese Tonuitti und das Ensemble Musikfabrik enthüllen klingende Welten von unerwarteten Texturen und Resonanzen. Subtle Matters – Lucia Dlugoszewski, Tan Dun, Philip Corner, Agnese Toniutti Für Agnese Toniutti ist Tan Duns „C-A-G-E, fingering for piano“ (1994) eine Komposition von solch umfassender imaginärer Klangqualität. Durch den Einsatz sogenannter erweiterter Spieltechniken verwendet Dun das Klavier wie ein traditionelles chinesisches Instrument, wobei er in westlicher Kompositionstradition jedem Buchstaben des Namens Cage eine Tonhöhe zuordnet. Toniuttis Begegnung mit dem Werk von Lucia Dlugoszewski hat eine längere Vorgeschichte. Am Anfang stand eine lange Recherche in Italien anhand eines bloßen Namens, ausgelöst durch einen geheimnisvollen Hinweis auf eine Erfindung der Komponistin: das „Timbre-Piano“. Noch dazu war Dlugoszewskis Musik nicht einmal schriftlich fixiert. Toniutti orientierte sich also an der Aufnahme von „Exacerbated Subtlety Concert (Why Does a Woman Love a Man?)” (1997/2000) der Komponistin selbst, um eine eigene Transkription anzufertigen. Weitere Informationen entnahm sie anderen Partituren für Timbre-Piano und den Schriften Dlugoszewskis. Philip Corners verbale Hinweise und grafische Partituren wiederum, die aus einer präzisen musikalischen Vorstellung heraus entstanden, erfordern von der Pianistin auf andere Art das Vordringen in neue Bereiche, indem sie hier auch kompositorische Entscheidungen treffen muss. Space is a Diamond – Lucia Dlugoszewski, Jing Wang, Tamara Miller, Hans-Joachim Hespos, Mazyar Kashian, Ensemble Musikfabrik Neben Agnese Toniutti widmet sich auch das Ensemble Musikfabrik der Musik von Dlugoszewski. Eine ihrer bekanntesten Kompositionen ist „Space is a Diamond“ – ein lyrisches und zugleich impulsives Stück, das diverse experimentelle Spieltechniken enthält, ein Trompetensolo mit schnellen Dämpferwechseln, gleichzeitigem Singen und Blasen und virtuosen Passagen. Zur Entstehungszeit im Jahr 1970 war Dlugoszewski 45 Jahre alt: „Ich wollte dem Ohr dabei helfen, den Klang um seiner selbst willen zu hören.“ Über ihr Werk „Tender Theater Flight Nageire“ schrieb die Komponistin: „Das erste Anliegen aller Musik ist es, auf irgendeine Weise die Gleichgültigkeit des Hörens, die Gefühllosigkeit der Empfindung zu erschüttern, und jenen Moment der Befreiung zu schaffen, den wir Poesie nennen, unsere Erstarrung zu lösen, sodass wir wie neugeboren erscheinen – als würden wir zum ersten Mal hören. ‚Tender Theater Flight Nageire‘ ist eine Reihe musikalischer Rituale, die auf den poetischen Wurzeln erotischer Erfahrung basieren.“ 20 / ermäßigt € 15 Erhältlich im Tagesticket 24.3.

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