Konzerte / Orchester
Berliner Philharmoniker
Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
- Heute: Semyon Bychkov und Víkingur Ólafsson mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5
- Bläserkammermusik
- Lunchkonzerte
- Ein tschechischer Abend mit Jakub Hrůša
- Mitmachkonzert »Juchhe!«
- Orgelmatinee mit Richard Gowers
- Franz Welser-Möst dirigiert Schubert, Deutsch und Strauss
- Gustavo Dudamel dirigiert Beethovens »Eroica«
- Kirill Petrenko und Jonas Kaufmann in der Waldbühne
- Berliner Philharmoniker Recordings
- Der Shop in der Philharmonie Berlin
- Konzerte der Berliner Philharmoniker
Konzerte / Konzerthaus
Konzerthaus Berlin
Berlin, Gendarmenmarkt 2
- Morgen: Führung durch das Konzerthaus Berlin
- Haydns Nicolaimesse
- Haydn im Quartett
- FamilienKonzert mit dem Konzerthausorchester & Joana Mallwitz
- Alice Sara Ott & Konzerthaus Kammerorchester
- Joseph Haydn: „Le Soir“ &„Schöpfungsmesse“
- Kammermusik des Konzerthausorchesters
- Konzerthausorchester Berlin / Fabio Biondi / Inmo Yang
- Mozart-Matinee
- Mittendrin
- Konzerthausorchester Berlin / Iván Fischer / Anastasia Kobekina
- Berlin Tracks: A Song For You &
- Familienführung „Wir entdecken das Konzerthaus“
- Konzerthausorchester Berlin / Juraj Valčuha / Jean-Guihen Queyras
- Konzerthaus Shop
- Besichtigung digital
- Konzerthaus digital
- Das Konzerthaus Berlin liegt im Herzen der Stadt am Gendarmenmarkt.
Ereignisse / Festival
Young Euro Classic Berlin
31.7. bis 16.8.2026
- Bundesjugendorchester
- MOHIRON
- Jugendsymphonieorchester der Ukraine
- Lách Tách
- Orchestre National des Jeunes du Luxembourg
- European Union Youth Orchestra
- National Youth Orchestra of the United States of America
- Orchester des Zhejiang Conservatory of Music
- Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra
- Jovem Orquestra Portuguesa
- JISR // جسر // BRÜCKE
- Nationale Jugendphilharmonie der Türkei
- Suli Puschban & die Kapelle der guten Hoffnung
- Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan
- Orchestra of the Americas & Penderecki Youth Orchestra
- The Jakob Manz-Karthik Mani Project
- Ulster Youth Orchestra
- Slovenian Youth Orchestra
- Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
- ni-va
- Estonian National Opera Boys' Choir
- &ñịoن
- AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra
Ereignisse / Festival
Choriner Musiksommer
20.6. bis 30.8.2026
- Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
- Staatskapelle Weimar
- Orchester der Komischen Oper Berlin
- Dresdner Kreuzchor
- Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
- Philharmonisches Orchester Vorpommern
- Jacaranda - ein Ensemble der Brandenburger Sinfoniker
- David Hermlin and his SWING DANCE ORCHESTRA
- Kammerakademie Potsdam
- Philharmonisches Orchester Gorzów
- Philharmonisches Orchester Szczecin
- Katharine Mehrling und das Filmorchester Babelsberg
- Berliner Barock Solisten - ein Ensemble der Berliner Philharmoniker
- RIAS Kammerchor
- Staatskapelle Halle
- Original Hoch- und Deutschmeister
- Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Ereignisse / Festival
intersonanzen
Fest der Neuen Musik 4.6. bis 7.6.2026
Fest der Neuen Musik 4.6. bis 7.6.2026
- Eröffnung der intersonanzen 2026 „Different Traces“
- Eröffnungskonzert im Waschhaus Potsdam
- Eröffnung: Omer Eilam & Vasileios Paras - Imaginary Ecosystems
- Ensemble Aventure
- Duo Tocar
- Klavier solo Recital: Jared Redmond
- Ensemble Aventure
- Hanna Hartman: Octopus Dreaming
- Duo F:FLAUT:E
- Ensemble Quillo
- Tag der Musikschulen
- Abschlusskonzert der intersonanzen
- Interaktive Klangausstellung
Ereignisse / Festival
Musikfest Berlin
28.8. bis 23.9.2026
- Eröffnung: Finnish Radio Symphony Orchestra / Helsinki Chamber Choir
- Le Concert des Nations
- Kansas City Symphony
- Lucerne Festival Contemporary Orchestra
- Freiburger Barockorchester
- Konzerthausorchester Berlin
- WDR Sinfonieorchester I
- RIAS Kammerchor Berlin I
- London Symphony Orchestra
- NDR Elbphilharmonie Orchester
- Orchester der Deutschen Oper Berlin
- Staatskapelle Berlin
- Wiener Philharmoniker
- Berliner Philharmoniker I
- Matinee: Orgel & Harfe
- Ensemble Resonanz
- Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
- Deutsches Symphonie-Orchester Berlin I
- Berliner Philharmoniker II
- Ensemble Modern / Neue Vocalsolisten Stuttgart / SWR Experimentalstudio
- Late Night Berliner Philharmoniker
- Kanze Nō Theater
- RIAS Kammerchor Berlin II / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin II
Aufführungen / Theater
Uckermärkische Bühnen Schwedt
Schwedt/Oder, Berliner Straße 46/48
- Götz Alsmann - ... bei Nacht ...
- Alex Christensen & Friends
- Rebel Monster - Volbeat Tribute
- Deutsche Rocklegenden - Die Originalbands der 60er Jahre
- Camouflage - Sommer Open Air
- Wenzel & Band Open Air: Ich lebe gern
- BOUNCE: Bon Jovi Tributeband
- X-Perience - Electro Pop Sommer Open Air
- Schiller - Sommerklang - Open Air 2026
- Forced To Mode - The Devotional Tribute To Depeche Mode
Konzerte / Klassik
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Konzerte / Kulturveranstaltung
Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.
Berlin, Meierottostraße 6
Konzerte
| Konzert
Konzerte
| Konzert
RIAS Kammerchor Berlin II / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin II
Musikfest Berlin
Jennifer Johnston – Mezzosopran Solist*innen des RIAS Kammerchor Berlin RIAS Kammerchor Berlin Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Justin Doyle – Leitung Maurice Duruflé (1902–1986): Requiem op. 9 (1941–47) für Soli, Chor, Orgel und Orchester Alfred Schnittke (1934–1998): Requiem (1974/75) für Solostimmen, Chor und Instrumentalensemble aus der Bühnenmusik zu Don Carlos von Friedrich Schiller In Maurice Duruflés ätherischem Requiem mischen sich Anspielungen auf gregorianische Choräle mit einem zauberischen Klangfarbenspiel, dessen filigranes musikalisches Gewebe in einer an Claude Debussy und Maurice Ravel geschulten Instrumentation ausgebreitet wird. Das Ergebnis ist eine paradiesische Himmelsvision, die der RIAS Kammerchor Berlin, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und Justin Doyle beim Musikfest Berlin präsentieren. Nach der Pause folgt mit Alfred Schnittkes Requiem ein polystilistisches Klangfresko zwischen Humanismus und spiritueller Glaubenskraft, das anders als viele der bekannten Totenmessen weitgehend auf dramatische Kontraste verzichtet: Hier jubiliert der Chor nicht in höchsten Tönen über die Größe Gottes, sondern sinnt leise, in improvisatorisch anmutenden Linien, über die gesungenen Worte nach. Sein Requiem komponierte Maurice Duruflé erklärtermaßen auf „der Grundlage von gregorianischen Themen aus der Totenmesse […]. Manchmal ist der Notentext vollständig übernommen, der Orchesterpart dient dort nur zu seiner Unterstützung und Kommentierung; ein anderes Mal habe ich mich lediglich von ihm inspirieren lassen.“ Gleichzeitig verzichtete der französische Komponist auf die Dramatik des Dies irae , während er im impressionistisch-schillernden Orchestersatz die Engel mit „himmlischen“ Harfen- und das Paradies mit Celesta- und Orgelklängen illustrierte. Auch Alfred Schnittke vertonte den zeitlos gültigen Text der Totenklage mit in sich gekehrter Musik, wenngleich man in der Partitur impressionistische Klangeffekte vergeblich sucht. Kurioserweise entwickelte der damals noch in der Sowjetunion lebende Komponist das Stück aus einer Bühnenmusik zu Friedrich Schillers Don Carlos . Letztere entstand „in Form eines Requiems“ (Schnittke) 1975 für eine Inszenierung am Moskauer Mossowjet-Theater, die vor dem Hintergrund katholischer Kirchenmusik stattfinden sollte. Angesichts des durchweg tragischen Inhalts von Schillers Drama entstand eine Requiem-Vertonung, die ihresgleichen sucht – nicht nur wegen der ungewöhnlichen Besetzung mit Orgel, Klavier, Celesta, Vibraphon, Glocken, Gong, Flexaton, Pauken, Trompete, Posaune und zwei E-Gitarren. Tastende Piani und litaneiartiges Chorflüstern wechseln sich in den 14 Sätzen mit treppenartig sich steigernden Solokoloraturen und Orgelclustern ab, wobei in der immer wieder gespenstische Züge annehmenden Musik Schnittkes polystilistischer Ansatz allgegenwärtig ist. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h 35 min, eine Pause Eine Veranstaltung des RIAS Kammerchor Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzertante Aufführung
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Musikfest Berlin
Attilio Glaser – Tenor (Parsifal) Tareq Nazmi – Bass (Gurnemanz) Paul Hübner – Solo-Trompete Paula Breland – Solo-Bassetthorn Orchester der Deutschen Oper Berlin Titus Engel – Musikalische Leitung Paul Jeukendrup – Klangregie Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Michaels Reise um die Erde (1978) 2. Akt aus Donnerstag aus Licht Oper in drei Akten, einem Gruß und einem Abschied Konzertante Aufführung John Cage (1912–1992): 4′33″ (1952) Richard Wagner (1813–1883): Parsifal (1865–82) Ausschnitte aus dem 3. Aufzug des Bühnenweihfestspiels Konzertante Aufführung Wenige Tage vor der Premiere der Oper Mittwoch aus Licht widmet sich Titus Engel in seinem ersten Konzert als Conductor in Residence mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin einer Szene aus einem anderen Tag von Karlheinz Stockhausens wochenumspannenden Opernzyklus – dem zweiten Akt der Oper Donnerstag aus Lich t. Als reiner Instrumentalteil zeichnet Michaels Reise um die Erde einen Heldenweg mit abschließender Himmelfahrt. Offenkundig sind die Parallelen zu Parsifals Weg, der zutiefst von Richard Wagners Affinität zur religiösen Spiritualität geprägt ist und in Ausschnitten zum Abschluss des Abends erklingt. Als Bindeglied und Einstimmung auf die quasi-sakrale Atmosphäre erklingt John Cages Stück 4′33″ , das durch die Entdeckung der musikalischen Pause als Klangraum das Hören und Zuhören neu ausgerichtet und herausgefordert hat. Karlheinz Stockhausen gilt als Erfinder der punktuellen Musik und der Moment-Form. Als Hauptvertreter des Serialismus war er Pionier der aleatorischen und elektronischen Musik, ebenso wie der abstrakten Raumkomposition. Wie kaum ein anderer hat er die europäische Nachkriegsmoderne geprägt – weil er die „Stunde Null“ nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs als historische Chance für einen radikalen Neuanfang verstand. Mit seinem zwischen 1977 und 2003 komponierten Opernzyklus Licht – die sieben Teile entsprechen den einzelnen Wochentagen – schuf er ein synkretistisches Schöpfungs- und Welttheater, das mit seinen rund 29 Stunden Musik um den Erzengel Michael, seinen Gegenspieler Luzifer und das „Sternenmädchen“ Eva kreist: ein monumentales Gesamtkunstwerk der Superlative. In Michaels Reise um die Erde repräsentiert die Solotrompete den Protagonisten bei seiner symbolischen Exkursion in das eigene Ich – wobei die Musik stilistisch den einzelnen Stationen (unter anderem Japan, Bali, Indien und Zentralafrika) nachempfunden ist. In Jerusalem trifft Michael schließlich auf Eva, mit der er in Himmelfahrt musikalisch in einem „dichten Triller“ (Stockhausen) verschmilzt. Anspruch auf religiöse Tiefendimension und kultische Erhabenheit erhob auch Richard Wagner in seinem Parsifal , aus dem nach der Pause Ausschnitte auf dem Programm stehen. Ungeachtet aller christlicher Symbolik verschmelzen auch in diesem „Bühnenweihfestspiel“ (Wagner) unterschiedlichste religiöse Traditionen – inklusive Naturspiritualität und buddhistisch-schopenhauerischem Gedankengut. Zwischen beiden Stücken, die bis heute ein mystischer Nimbus umgibt, erklingt mit John Cages 4′33″ ein Schlüsselwerk der Neuen Musik – und zwar eines, mit dem der vom Zen-Buddhismus beeinflusste Cage eine faszinierende Übung im achtsamen Hören schuf. Die konzertante Aufführung von Michaels Reise um die Erde bildet den Auftakt des von Titus Engel mitkuratierten Themenschwerpunkts der Deutschen Oper Berlin zu Stockhausen und Cage. Einführungsveranstaltung 18:15 Uhr, Musikclub Dauer: circa 2 h 20 min, eine Pause Eine Veranstaltung der Deutschen Oper Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzert
Kanze Nō Theater
Musikfest Berlin
Kanze Nō Theater – Ensemble Kiyokazu Kanze, XXVI. Großmeister der Kanze-Schule – Hauptdarsteller Hagoromo (Das Federgewand): Nō-Drama (Anonym, ca. 14./ 15. Jh.) Kaki Yamabushi (Der Persimonendieb): Kyōgen-Komödie (Anonym, ca. 14./ 15. Jh.) Shakkyō (Die Steinbrücke): Nō-Drama in verkürzter Form (Han-Nō) (Anonym, ca. 14./ 15. Jh.) Im Rahmen seiner Europa-Tournee 2026 ist das Ensemble des Kanze Nō Theaters aus Tokio beim Musikfest Berlin zu Gast. Mit Kiyokazu Kanze – dem 26. Großmeister der Kanze-Schule – als Hauptdarsteller präsentiert die Kompanie drei Werke des klassischen Nō-Theaters. Die genuin japanische Theaterform entstand vor ungefähr 700 Jahren und gilt als eine der ältesten der Welt. Mit seiner Bildsprache, seinem Klangsinn und seiner (musikalischen) Dramaturgie übte das Nō-Theater nicht zuletzt einen starken Einfluss auf die europäische Gegenwartsmusik aus. Zu seinen Charakteristika zählen die bewusste Minimalisierung der Ausdrucksmittel, der Einsatz von Masken sowie die starke Formalisierung körperlicher Bewegungen. Am folgenden Tag gibt Kiyokazu Kanze im Rahmen einer speziell für Kinder und Jugendliche vorbehaltenen Education-Veranstaltung einmalige Einblicke in die Welt des Nō-Theaters. In der Philharmonie Berlin präsentiert das Ensemble des Kanze Nō Theater die beiden Nō-Dramen Hagoromo und Shakkyō sowie die Kyōgen-Komödie Kaki Yamabushi. Hagoromo (Das Federgewand) ist bekannt für seinen anmutigen Tanz, der beim Musikfest Berlin von Großmeister Kanze XXVI. aufgeführt wird. Das Werk ist eine Adaption der Legende Hagoromo Densetsu , deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen und die deutliche Parallelen zur in Europa bekannten Sage von der „Schwanenjungfrau“ aufweist. Kaki Yamabushi (Der Persimonendieb) gehört zu den meistgespielten japanischen Kyōgen-Komödien. Kyōgen ist ebenfalls eine traditionelle japanische Theaterform und entstand gemeinsam mit Nō im Verlauf des 14. Jahrhunderts. Der heitere, oft burleske Grundton der Kyōgen-Stücke bildet einen bewussten Kontrast zu den ernsten Themen der Nō-Dramen. Als eigenständige, kurze Zwischenspiele werden Kyōgen-Stücke zwischen zwei Nō-Werken zur Aufführung gebracht. Shakkyō (Die Steinbrücke) ist ein berühmtes festliches Nō-Stück, das besonders für seinen spektakulären Löwentanz bekannt ist. Das Stück wird häufig als Abschluss eines Nō-Programms aufgeführt, wobei oft nur der zweite Teil, der eigentliche Löwentanz, gezeigt wird (Han-Nō bzw. Halb-Nō). Das Gastspiel des Kanze Nō Theater aus Tokio beim Musikfest Berlin 2026 findet im Rahmen des Jubiläumsjahrs der Berliner Festspiele statt. Die Beschäftigung mit der traditionellen japanischen Kultur und ihren Ausdrucksformen ist Teil ihrer 75-jährigen Institutionsgeschichte. Bereits 1985 stellte das Festival Horizonte der Berliner Festspiele, das sich außereuropäischen Kulturen widmete, die Formen und Vielfalt des japanischen Theaters vor; das Pariser Théâtre du Soleil integrierte 1991 in sein Gastspiel Elemente fernöstlicher Bühnenkunst. Der Themenschwerpunkt der Berliner Festwochen, dem Vorgängerfestival des Musikfest Berlin, lautete im Jahr 1993 „Japan und Europa“, wobei Vorstellungen des Nō-Theaters einen wesentlichen Schwerpunkt des Programms bildeten. Zuletzt gastierte im Rahmen des Musikfest Berlin 2019 das Ensemble der Umewaka Kennōkai Foundation Tokio in der Philharmonie Berlin. Einführungsveranstaltung 18:45 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 2 h, eine Pause In japanischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Ein Gastspiel im Rahmen der Europa-Tournee 2026 (Berlin – München – Brüssel – Köln) und eine gemeinsame Initiative der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin, des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, der musica viva des Bayerischen Rundfunks, des Bozar – Centre for Fine Arts, Brüssel, der Kölner Philharmonie I KölnMusik GmbH und des Japanischen Kulturinstituts Köln / The Japan Foundation Mit freundlicher Unterstützung der Agency for Cultural Affairs, Government of Japan | Japan Arts Council, des Arts Council Tokyo (Creation Grant) sowie des Tokyo Club Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin in Zusammenarbeit mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin
Konzerte
| Konzert
Late Night Berliner Philharmoniker
Musikfest Berlin
Noah Samuel Bendix-Balgley – Violine Brett Dean – Viola Ludwig Quandt – Violoncello Benjamin Hochman – Klavier Cathy Milliken: In Play (2026) für Klavierquartett Uraufführung Brett Dean (*1961): Imaginary Ballet (2021) für Klavier und Streichtrio Robert Schumann (1810–1856): Klavierquartett Es-Dur op. 47 (1842) Late Night in der Philharmonie Berlin: Noah Samuel Bendix-Balgley, 1. Konzertmeister, und Ludwig Quandt, 1. Solocellist der Berliner Philharmoniker, finden sich zu später Stunde zum Konzert mit ihrem ehemaligen Kollegen Brett Dean (Viola) ein – gemeinsam mit dem Weltklasse-Pianisten Benjamin Hochman, dem die New York Times erst kürzlich „Finesse, Eleganz und Brillanz“ bescheinigte. Nach dem neuen Werk In Play von Cathy Milliken widmen sich die Musiker Deans Imaginary Ballet , einer schwungvollen Suite für Klavier und Streichtrio aus „schnellen, rhythmischen, tänzerischen Sätzen“ (Dean). Der Abend schließt mit Robert Schumanns romantischem Klavierquartett Es-Dur op. 47. Schaffensrausch: Das Es-Dur-Klavierquartett entstand in einer weitgehend schlaflos verbrachten Woche zwischen dem 24. und dem 30. Oktober 1842; nach weiteren 19 Tagen lag die Partitur vollständig vor. Robert Schumanns Ehefrau Clara zeigte sich anlässlich der ersten Aufführung im privaten Rahmen „wahrhaft entzückt“ von diesem „schönen Werke, das so jugendlich und frisch ist, als wäre es das Erste.“ Zweifellos besticht die poetische, von einem individuellen romantischen Tonfall geprägte Musik durch eingängige Themen und eine ausgeprägte Gleichberechtigung aller vier Akteure – wobei der sich aussprudelnde „Champagnergeist“ des Scherzos (Schumann) einen besonderen Akzent setzt. Überschäumend und stürmisch gibt sich auch Brett Deans Imaginary Ballet für Klavier und Streichtrio, dessen tänzerische Teile durch eine Reihe langsamerer Zwischenspiele kontrastiert werden, die das Ganze mit allerhand „Oasen aus Silhouetten und Schatten“ (Dean) bereichern. Geprägt wurde das Stück von den musikalischen Vorlieben des Komponisten während der Corona-Pandemie, in der er sich „energiegeladener, direkter und temperamentvoller Musik“ zuwandte, um dem „manchmal fast überwältigenden Gefühl einer globalen Tragödie bewusst entgegenzuwirken. Diese Hörgewohnheiten während des Lockdowns, zu denen oft auch heimliche Freuden an alten Pop-, Rock- und Dance-Music-Lieblingen gehörten, haben sich irgendwie unbemerkt in dieses neue Stück eingeschlichen. So wurde aus einem abstrakten Kammermusikstück für die klassische Klavierquartett-Besetzung ein ‚Imaginäres Ballett‘ […]“. Dauer: circa 1 h 5 min, ohne Pause Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzert
Ensemble Modern / Neue Vocalsolisten Stuttgart / SWR Experimentalstudio
Musikfest Berlin
Neue Vocalsolisten Stuttgart SWR Experimentalstudio Michael Acker, Maurice Oeser – Klangregie Ensemble Modern Michael Wendeberg – Leitung Clara Iannotta (*1983): They left us grief-trees wailing at the wall (2020) für 9 verstärkte Instrumente und Elektronik echo from afar (ii) (2022) für sechs Musiker*innen und Elektronik Márton Illés (*1975): von mund zu mund (2026) für Stimmen, Ensemble und Live-Elektronik nach einem Text von Felix Reinhuber Kompositionsauftrag des Ensemble Modern, der Neuen Vocalsolisten Stuttgart, des SWR Experimentalstudio und der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin, ermöglicht durch die Ernst von Siemens Musikstiftung Uraufführung Partituren, die in Grenzbereiche führen: Anfang, Übergang und Ende. Das neue Werk des ungarischen Komponisten Márton Illés folgt dem Dichter Felix Reinhuber auf seiner Suche nach dem Ursprung der Sprache vor Millionen von Jahren. Die spekulative Klang- und Laut-Forschung bringt die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und das Ensemble Modern unter Michael Wendeberg mit dem SWR Experimentalstudio aus Freiburg zusammen, wobei die Geburt der Sprache eine Geschichte der Anfänge verheißt, voller Möglichkeiten, voller überschüssiger Potentiale. Mit They left us grief-trees wailing at the wall blickt Clara Iannotta hingegen – auf den Spuren der Dichterin Dorothy Molloy – auf das ultimative Ende: klagend, geheimnisvoll, aber zugleich voller Liebe zum Leben. Das Werk echo from afar (ii) der italienischen Komponistin untersucht ihre Erfahrung einer Strahlentherapie sowie die damit verbundenen Geräusche als Klangerlebnis. Ist die Musik aus der Sprache entstanden oder umgekehrt? Der Ursprung gibt Rätsel auf, dabei gab es wahrscheinlich ohnehin nicht einen, sondern mehrere Anfänge. Clara Iannotta und Márton Illes – zwei im besten Sinne eigenwillige Vertreter*innen der zeitgenössischen Musikszene – lassen sich von Lyriker*innen inspirieren. Die Gedichte der Irin Dorothy Molloy begleiten Iannotta schon lange und bereiteten den Boden für Werke wie They left us grief-trees wailing at the wall . Auf die surreale Szene einer akustischen Klagemauer antwortet die Italienerin mit einer Reise durch eine Klangwelt, in der kaum etwas an den vertrauten Klang der klassischen Instrumente erinnert. Mit Klebestreifen, Styropor und Pappe präpariert, aber auch ungewöhnlich gespielt, verwandeln sich die Instrumente, offenbaren eine andere Identität und verrücken die Koordinaten des gewohnten Systems. Ausgehend von der Erfahrung, dass alles, was sicher scheint, seine Selbstverständlichkeit plötzlich verlieren kann, entstand die Kammermusik mit Elektronik echo from afar (ii) . Geschrieben nach einer Strahlentherapie, verarbeitet Clara Iannotta in diesem Werk ihre akustischen Erinnerungen an die Behandlung zwischen Furcht und Zuversicht. Die Musik ist dabei kein Abbild der Krankheit, vielmehr sucht die Komponistin nach einem Ausdruck für „diese unsichtbare Kraft, die einen von innen verändert“ – und vertraut damit auf einen Neubeginn. Márton llés, ein Komponist, der kaum ein Detail seiner differenzierten Klang- und Geräuschfindung dem Zufall überlässt, spekuliert mit dem Dichter Felix Reinhuber über erste Artikulationen. Die Reise zurück in die Zeit der Anfänge ist ein Versuch, das Etablierte und Gemachte zu vergessen und sich jenseits tradierter Formsprachen zu bewegen. Dass der Traum von der Urzeit vom SWR Experimentalstudio live-elektronisch unterstützt wird, ist kein Widerspruch. Ob beim Aufbruch oder bei der Rückkehr ins Unbekannte: mit Hilfe von Technologie lassen sich manche Schwellen überwinden. Einführungsveranstaltung 18:10 Uhr, Oberes Foyer Dauer: circa 1 h 20 min, eine Pause Ein Projekt des Ensemble Modern, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung und die Ensemble Modern Patronatsgesellschaft e. V., mit freundlicher Unterstützung des SWR Experimentalstudio
Konzerte
| Konzert
Berliner Philharmoniker II
Musikfest Berlin
Rinat Shaham – Mezzosopran Dominik Wollenweber – Englischhorn Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle – Leitung Manuel de Falla (1876–1946) : Der Dreispitz (1917–19) Ballett in zwei Akten Konzertante Aufführung Cathy Milliken: why feather yellow (2026) Konzert für Englischhorn und Orchester Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker Uraufführung Leoš Janáček (1854–1928): Taras Bulba (1915–18) Rhapsodie für Orchester In seiner Ballettkomödie Der Dreispitz übernahm Manuel de Falla Stilmerkmale des Cante Flamenco sowie Tanzmodelle von Farrucca, Fandango und Jota. Das Ergebnis? Ein folkloristisches Klangfeuerwerk in idealisiertem iberischen Nationalidiom, zu dem Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker einladen. Nach der Uraufführung von Cathy Millikens why feather yellow für Englischhorn und Orchester folgt mit Leoš Janáčeks sinfonischem Triptychon Taras Bulba nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai Gogol ein Abstecher in die Weiten Russlands: mit eingängiger, rhapsodischer Musik zwischen verinnerlichter Lyrik und zupackender Dramatik, die in einem klangvollen Choral endet. Es war der geniale Impresario Sergej Diaghilew, der Manuel de Falla dazu bewegte, seine pantomimische Farce El corregidor y la molinera für die Ballets Russes umzuarbeiten und weitere Tänze sowie eine Gesangseinlage für Mezzosopran zu komponieren – und das, ohne authentische Folklore zu zitieren. Die Musik „ohne Authentizität“ (de Falla) führte schließlich zum zweiaktigen Ballett El sombrero de tres picos (Der Dreispitz) , für dessen gefeierte Londoner Premiere neben Léonide Massine (Choreografie) auch Pablo Picasso (Bühnenbild, Dekorationen und Kostüme) verpflichtet wurde. Musik und Inszenierung, in die auch Anregungen des jungen spanischen Flamenco-Tänzers Felix Fernandes García einflossen, avancierten zu einer der berühmtesten Produktionen der Ballets Russes. Nach der konzertanten Aufführung dieser sonnendurchfluteten Komödie, in der Rinat Shaham den Mezzosopran-Solopart übernimmt, steht mit dem Philharmoniker Dominik Wollenweber die Premiere des Englischhorn-Konzerts der Oboistin, Komponistin und Musikpädagogin Cathy Milliken auf dem Programm, die von 2005 bis 2012 Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker gewesen ist. Im Anschluss folgt Leoš Janáčeks suggestive Orchesterrhapsodie Taras Bulba nach Gogol, die von den ukrainischen Befreiungskriegen gegen die polnische Okkupation im 17. Jahrhundert handelt. Obwohl der Kosakenhauptmann, nach dem das Werk benannt ist, am Ende katastrophal scheitert, endet der dritte und letzte Satz (Prophezeiung und Tod Taras Bulbas) in einem klangvollen Choral, der mit Orgelklängen und Glockengeläut zum Symbol einer Freiheitsvision wird. Einführungsveranstaltung jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, Südfoyer Dauer: circa 1 h 30 min, inklusive Pause Veranstaltungen der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzert
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin I
Musikfest Berlin
Francesco Piemontesi – Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Simone Young – Leitung Benjamin Britten (1913–1976): Four Sea Interludes op. 33a aus der Oper Peter Grimes (1944/45) Gustav Mahler (1860–1911): Adagio 1. Satz aus der Sinfonie Nr. 10 (1910) Liza Lim (*1966): Sappho/ Bioluminescence (2019/20) für Orchester Ludwig van Beethoven (1770–1827): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 (1808/09) Das Konzert wird mit einer Rede von Michel Friedman eröffnet. Mit einer wilden Sturmmusik enden Benjamin Brittens Sea Interludes aus seiner Erfolgs-Oper Peter Grimes . Die Vision des tragischen Helden von Glück und innerem Frieden wird hier von einem letzten Orchesterausbruch hinweggefegt. Beim Konzert des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Simone Young folgt das Adagio aus Gustav Mahlers unvollendeter 10. Sinfonie: ein „Lebenstornado“ (Jens Malte Fischer), der in einer der schwersten Krisen entstand, die der Komponist im letzten Sommer seines Lebens zu durchleiden hatte. Oszillierende Flächen prägen die Klanglandschaft Sappho/ Bioluminescence der australischen Komponistin Liza Lim, bevor der Abend mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 ausklingt. Britten widmete seine Oper Peter Grimes dem „ewigen Kampf der Männer und Frauen, deren Lebensunterhalt vom Meer abhängt“. Noch vor der Premiere fasste er vier der orchestralen Vor- und Zwischenspiele zu den Sea Interludes zusammen – einer Abfolge ungemein plastischer Miniatur-Tondichtungen, die die englische Nordseeküste mit ihren dramatischen Steilklippen, malerischen Fischerdörfern und tosenden Stürmen in Klang fasst. Einen Seelensturm komponierte Gustav Mahler mit dem berühmten Adagio der 10. Sinfonie, nachdem er von der Affäre seiner Frau Alma mit Walter Gropius erfahren hatte: Musik, die konsequent auf die Katastrophe ausgerichtet ist, mit einem gleißend dissonanten Neuntonklang, der sich nach einem schrill ausgehaltenen A der Geigen (A wie Alma!) allmählich aufbaut. Sprechende Musik: Mit ihr ließ der britische Regisseur Ken Russell in seinem Mahler-Film von 1974 das berühmte Komponierhäuschen Mahlers in Flammen aufgehen. Flirrende Streicherflächen, irisierende Bläserklänge und mikrotonale Glissandi bestimmen wiederum das atmosphärische Orchesterstück Sappho/ Bioluminescence von Liza Lim. Der zweiteilige Titel verweist auf die fragmentarisch überlieferte, geheimnisvolle und zeitlos wirkende Liebeslyrik der im Titel erwähnten antiken Dichterin, die mit dem Bild eines inneren, körperlichen Leuchtens verbunden wird. In die Zeit der Napoleonischen Kriege führt schließlich Beethovens Fünftes Klavierkonzert, in das der Komponist seine patriotischen (nun antinapoleonischen) Ansichten einfließen ließ. Bezugnehmend auf den im angelsächsischen Sprachraum gebräuchlichen Beinamen „The Emperor“ brachte der Musikwissenschaftler Harry Goldschmidt daher auch den weitaus treffenderen Titel „The Anti-Emperor“ ins Spiel. Einführungsveranstaltung 19:15 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 2 h, eine Pause Eine Veranstaltung des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzert
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Musikfest Berlin
Galina Cheplakova – Sopran Anton Rositskii – Tenor Vladislav Sulimsky – Bariton Rundfunkchor Berlin Florian Helgath – Einstudierung Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Vladimir Jurowski – Leitung Edison Denisov (1929–1996): Peinture (1970) für Orchester Anatol Vieru (1926–1998): Sinfonie Nr. 2 (1973/74) Sergej Rachmaninow (1873–1943): Die Glocken op. 35 (1913) für Soli, Chor und Orchester Durchsichtig, filigran, fast schwebend wirkt die Musik von Peinture , mit der Edison Denisov zu einem der führenden Modernisten der damaligen Sowjetunion avancierte – gemeinsam mit Alfred Schnittke und Sofia Gubaidulina, deren Werke ebenfalls beim diesjährigen Festival zu erleben sind, bildete er die in der UdSSR unerwünschte Avantgarde-Troika. Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin präsentieren das viel zu selten gespielte Orchesterwerk beim Musikfest Berlin, bevor sie mit der 1973 in West-Berlin entstandenen 2. Sinfonie des rumänischen Komponisten und 100-jährigen Jubilars Anatol Vieru für eine echte Wiederentdeckung sorgen. Der Abend schließt mit der Chor-Sinfonie Die Glocken , die Sergej Rachmaninow zu seinen besten Werken zählte. Neben einem international renommierten Solist*innenensemble singt der Rundfunkchor Berlin. Musik als Spiel der Farben, Schichten und Texturen: Edison Denisov widmete Peinture dem russischen Maler Boris Birger, der mit seinen existenziell und religiös aufgeladenen Arbeiten an die expressive Moderne anknüpfte. Das hochpoetisch-schillernde Klangfresko basiert auf unterschiedlichen Klangmischungen, die in den Worten Denisovs „stets melodisch“ bleiben. „Reine Farben werden nur am Anfang und am Schluss exponiert.“ Demgegenüber treffen in Anatol Vierus 2. Sinfonie schroffe rhythmische Impulse auf irisierende Klangflächen – ein Werk, das Schönbergs Bonmot bestätigt, man könne auch im 20. Jahrhundert noch gute Musik in C-Dur schreiben. Im ersten Satz trifft ein „hinkender“ Walzer im 5/4-Takt auf Burleskes à la Mahler, bevor ein pulsierender Choral sowie aus tiefsten Registern emporsteigende Klangfontänen Bilder der „unendlichen“ Säulen des rumänischen Bildhauers Constantin Brâncuși zu beschwören scheinen. In seiner Sinfonie verarbeitete Vieru die traumatischen Erlebnisse, die er als Jude 1941 in Rumänien erfahren musste. Komponiert hat er das zwischen Spätromantik und Zweiter Wiener Schule changierende Werk als Stipendiat des DAAD in West-Berlin. Gänzlich spätromantisch gibt sich schließlich Sergej Rachmaninows Chor-Sinfonie Kolokola (Die Glocken) nach dem Gedichtzyklus The Bells von Edgar Allan Poe, gesungen in der kongenialen russischen Übertragung des Symbolisten Konstantin Balmont. Musik von abgründigem Fatalismus, in der der Klang von Schlitten-, Hochzeits-, Feuer- und Totenglocke zum Symbol für die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens wird. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h 30 min, eine Pause Eine Veranstaltung des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Konzerte
| Konzert
Ensemble Resonanz
Musikfest Berlin
Anna Prohaska – Sopran Ensemble Resonanz Enno Poppe – Leitung (Djordjević, Poppe) Benjamin Britten (1913–1976): Les Illuminations op. 18 (1939) Liederzyklus nach Gedichten von Arthur Rimbaud Milica Djordjević (*1984): Sky limited (2014) Fassung für Streichorchester Jean-Philippe Rameau (1683–1764): Suite aus dem Opéra-ballet Les Indes galantes (1735) Enno Poppe (*1969): Kreis (2026) für Sopran und Kammerorchester auf Texte von Angelus Silesius Kompositionsauftrag des Ensemble Resonanz und der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin Uraufführung Mit einem exzentrischen Programm voller kreativer Widersprüche und Überraschungen präsentiert sich das Hamburger Ensemble Resonanz in Berlin. Orte und Zeiten, Stile und Ideen bringen den musikalischen Kompass in Verwirrung. Milica Djordjević entfesselt Naturgewalten und beschwört die Energie des Geräuschs. Benjamin Britten besänftigt die Geister der Moderne, während der Sprung zurück in die französische Barockmusik den Komponisten Jean-Philippe Rameau als Visionär enthüllt. Enno Poppe indessen schafft in seinem neuen Werk eine rätselhafte Verbindung zurück in die Zeit, als die Stimmungen unseres Tonsystems noch bunt und alles andere als normiert waren. Vier musikalische Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, stoßen im Programm des Ensemble Resonanz mit Werken von Benjamin Britten, Milica Djordjević, Jean-Philippe Rameau und Enno Poppe aufeinander. Aber die Streicher*innen aus Hamburg sind bekannt für ihre stilistische Flexibilität. So wie Rameau 1735 von neuen Welten träumte, lässt sich das Kammerorchester auf die aktuellsten Entwicklungen der Musik unserer Zeit ein und schafft zugleich überraschende Begegnungen mit der Ära des Barock. Die Aufführungspraxis beider Epochen beherrschen die Musiker*innen virtuos. Wenn Enno Poppe in diesem Konzert die Fäden als Dirigent zusammenhält und zugleich ein eigenes Werk für die Solistin Anna Prohaska aus der Taufe hebt, stellt sein „mikrotonales Continuo“ die Selbstverständlichkeiten des Fortschritts in Frage. Seine Stimmungen bringen den Boden des Vertrauten verlässlich ins Wanken und erinnern dabei an die blühende Vielfalt des Barock. Djordjević hingegen beschwört in ihrer frühen Musik für Streichorchester die Energie des Geräuschs. Ganz anders richtet sich der Blick kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bei Benjamin Britten. Auf Gedichte des Symbolisten Arthur Rimbaud komponierte er fein gesponnene Streichertexturen, die den Gesang in eigenartige neue Sphären transportieren, die sich kaum mit dem Verstand erklären lassen – und die Solistin singt frei nach Rimbaud: „Ich allein habe den Schlüssel zu dieser wilden Parade.“ Einführungsveranstaltung 16:10 Uhr, Oberes Foyer Dauer: circa 1 h 50 min, eine Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Matinee: Orgel & Harfe
Musikfest Berlin
Marie-Pierre Langlamet – Harfe Shin-Young Lee – Orgel Alexander Borodin (1833–1887) : Polowetzer Tänze aus Fürst Igor (1869–87) Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee Franz Liszt (1811–1886): Un sospiro aus Trois Études de concert (1848) Bearbeitung für Orgel und Harfe von Marco-Enrico Bossi Georg-Friedrich Händel (1685–1759): Passacaglia aus Suite Nr. 7 in g-Moll HWV 432 (1720) Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee Orgelkonzert op. 4 Nr. 6 B-Dur HWV 294 (1736) Bearbeitung für Harfe und Orgel mit einer Kadenz von Marcel Grandjany Camille Saint-Saëns (1835–1921): Mon cœur s’ouvre à ta voix aus Samson et Dalila op. 47 (1868–77) Bearbeitung für Orgel von Shin-Young Lee Gustav Mahler (1860–1911): Adagietto aus Sinfonie Nr. 5 cis-Moll (1901–04/11) Bearbeitung für Orgel und Harfe von Joachim Dorfmüller Louis Vierne (1870–1937): Carillon de Westminster aus Pièces de Fantaisie pour Grand Orgue op. 54 (1926/27) Wenn sie am Spieltisch der Orgel Platz nimmt, glaubt man ein großes Sinfonieorchester zu hören – inklusive raffinierter Soli von Flöten, Posaunen und anderen Bläserstimmen. Denn Shin-Young Lee liebt Programme, in denen sie originales Repertoire mit Orgeltranskriptionen berühmter Orchesterwerke kombiniert. Gemeinsam mit Marie-Pierre Langlamet, Harfenistin der Berliner Philharmoniker, präsentiert die international gefeierte Konzertorganistin beim Musikfest Berlin ein spektakuläres Programm, das von Liszts virtuoser Konzertetüde Un sospiro (bei welcher der Eindruck dreier Hände auf der Tastatur entsteht) bis zu Louis Viernes Paradestück Carillon de Westminster reicht. Die „ganze Farbenpracht des Orients“ wollte Alexander Borodin in seinen Polowetzer Tänzen in Musik fassen. Hinter dem Titel verbirgt sich die berühmte Ballettmusik aus dem 2. Akt der Oper Fürst Igor , deren Triumphzug durch die internationalen Konzertsäle mit einer Aufführung der Ballets Russes 1909 begann. Bei ihrem Gastspiel in Berlin präsentiert die koreanische Organistin Shin-Young Lee ihre eigene, atemberaubend virtuose Version dieses Orchesterklassikers, bevor sie sich mit Marie-Pierre Langlamet Liszts nicht weniger anspruchsvoller Konzertetüde Un sospiro widmet, in der nicht nur das schnelle Überkreuzen der Hände für haarsträubende technische Herausforderungen sorgt. Mit zwei Werken Georg Friedrich Händels geht es dann in die opulente Musik des Barockzeitalters: Auf die berühmte Passacaglia aus der Cembalosuite in g-Moll in der Bearbeitung von Shin-Young Lee folgt das Konzert für Harfe in B-Dur, zu dem der französische Harfenist Marcel Grandjany 1930 eine klangprächtige Kadenz beigesteuert hat. Dass die Orgel nicht umsonst als „Königin der Instrumente“ in die Musikgeschichte einging, belegt dann Shin-Young Lees Version von Camille Saint-Saëns’ Mezzo-Arie Mon cœur s’ouvre à ta voix aus der biblischen Oper Samson et Dalila . Nach dem bekannten Adagietto aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie in der Version für Orgel und Harfe klingt der Abend schließlich mit Louis Viernes Carillon de Westminster aus den Pièces de Fantaisie op. 54 aus, einer brillanten Orgel-Adaption der Westminster-Glocken, die sich zu größter Klangpracht aufbaut. Eine Veranstaltung der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Berliner Philharmoniker I
Musikfest Berlin
Jennifer France – Sopran Berliner Philharmoniker Brett Dean – Leitung Brett Dean (*1961): Conversations with Schumann (2026) für Sopran und Orchester And once I played Ophelia (2013) für Sopran und Orchester Claude Debussy (1862–1918): La cathédrale engloutie (1910) Bearbeitung für Orchester von Colin Matthews Brett Dean: Beggars and Angels (1999) für Orchester Wenn Brett Dean für Streicher komponiert, weiß er, wovon er schreibt. Schließlich war er als exzellenter Viola-Spieler 14 Jahre lang Mitglied der Berliner Philharmoniker, bevor er zu einem der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation avancierte. Für dieses Konzert am Pult seiner ehemaligen Orchesterkolleg*innen präsentiert Dean sein Orchesterstück Beggars and Angels , zu dem er durch eine Ausstellung in Potsdam inspiriert wurde, bei der sich Skulpturen von Bettlern und Gemälde von Engeln gegenüberstanden – für den australischen Musiker nur scheinbar gegensätzliche Sphären, da ihm einige der Engel bei genauerem Hinsehen als Abbilder der Bettler erschienen. Neben zwei weiteren Werken Deans ist Debussys La cathédrale engloutie in der raffinierten Orchesterversion von Colin Matthews zu hören: entrückter Klangzauber, der eine sagenhaft-mystische Welt heraufbeschwört. Brett Dean hat schon eine ganze Reihe von Werken geschrieben, die sich ausdrücklich auf das Schaffen von Robert und Clara Schumann bzw. auf deren persönliches Umfeld beziehen – Bezüge, die weniger durch direkte Zitate vermittelt werden als vielmehr durch verfremdete Anklänge und bruchstückhafte Reminiszenzen, in denen Momente der musikalischen Romantik wie ein historisches Echo im zeitgenössischen Kontext wahrnehmbar werden. Die ursprüngliche tonale Harmonik wird dabei durch mikrotonale Verschiebungen und Cluster wie in einem Hohlspiegel verfremdet, was einen oft irreal anmutenden Dialog zwischen ferner Vergangenheit und Gegenwart entstehen lässt, wobei Dean bisweilen auch mit kontrastierenden Klangzuständen auf die beiden poetischen Alter Egos von Schumann Bezug nimmt (Florestan und Eusebius). Einen solchen Dialog komponierte Dean auch mit seinen Conversations with Schumann für Sopran und Orchester – eine „Suite“, die zwischen impulsiven (Florestan) und introvertiert-lyrischen (Eusebius) Teilen wechselt. In seinem Werk And once I played Ophelia für die gleiche Besetzung dreht sich die entrückte Musik um die singend in den Tod gehende Geliebte von Shakespeares Hamlet, deren Solopart der Sopranistin allerhand abverlangt: von vierteltönigen Klagerufen bis zum dreigestrichenen f. Mit Debussys La cathédrale engloutie in der brillanten Orchesterversion von Colin Matthews folgt eine atmosphärische Musik, die mit Assoziationen an mittelalterlichen Gesang, Glockenton und Orgelklänge das Bild der Kathedrale von Ys heraufbeschwört, die nach einer bretonischen Legende im Morgengrauen aus dem Meer aufsteigt und wieder versinkt. Der Abend schließt mit Brett Deans Orchesterstück Beggars and Angels , in dem bedrohliche Klangeruptionen auf flirrende Streicher-Flageoletts treffen: Die Himmelsgeschöpfe erweisen sich als unbeständige, vielleicht sogar gefährliche Wesen. Einführungsveranstaltung jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, Südfoyer Veranstaltungen der Stiftung Berliner Philharmoniker in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Wiener Philharmoniker
Musikfest Berlin
Hilary Hahn – Violine Wiener Philharmoniker Tugan Sokhiev – Leitung Antonín Dvořák (1841–1904): Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53 (1879–82) Sergej Prokofjew (1891–1953): Romeo und Julia op. 64 (1935) (Auszüge) Nach ihrem spektakulären Debüt beim Musikfest Berlin 2024 sind die Wiener Philharmoniker erneut zu Gast, dieses Mal mit Tugan Sokhiev am Pult. Die dreifache Grammy-Gewinnerin Hilary Hahn übernimmt den Solopart in Antonín Dvořáks brillantem Violinkonzert, das dank der tschechischen Folklore-Tänze nicht nur im mitreißenden Finale für beschwingte Leichtigkeit sorgt. Die Kunstform des Tanzes wählte auch Sergej Prokofjew, um die wohl berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten mit seiner Musik zu erzählen: die Tragödie Romeo und Julia nach William Shakespeare. Sie zu preisen, hieße in den Worten von Richard Strauss „Geigen nach Wien tragen“. Denn kaum ein anderes Sinfonieorchester ist enger mit der europäischen Musikgeschichte verbunden als die Wiener Philharmoniker. Der einzigartige Klang dieser traditionsreichen Formation ist im Zusammenspiel mit Hilary Hahn zu erleben. „Es fühlt sich an wie Tanzen“, so empfindet die amerikanische Stargeigerin Dvořáks Violinkonzert. „Selbst in den langsamen Abschnitten überwiegt dieser lyrische Aspekt, der immer dahinzufließen scheint, auch wenn man sich viel Zeit für eine Note nimmt.“ Mit seiner Ballettmusik Romeo und Julia knüpft Prokofjew an die große Tradition der Ballette Tschaikowskys und Glasunows an. Allerdings geht Prokofjews differenziertes Tanzdrama mit scharf gezeichneten musikalischen Charakterstudien in seiner Konzeption weit über die bis dahin gesetzten Standards hinaus. Kein Wunder, dass Romeo und Julia , wovon Prokofjew nicht weniger als drei Suiten für den Konzertsaal zusammenstellte, als eines der erfolgreichsten Tanztheater-Projekte des 20. Jahrhunderts in die Musikgeschichte einging. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h 40 min, inklusive Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Staatskapelle Berlin
Musikfest Berlin
Rudolf Buchbinder – Klavier Staatskapelle Berlin Christian Thielemann – Leitung Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) : onzert für Klavier und Orchester Nr. 21 C-Dur KV 467 (1785) Anton Bruckner (1824–1896): Sinfonie Nr. 4 Es-Dur „Romantische“ (2. Fassung von 1878/80) Festlicher Glanz, sinfonische Feierlichkeit und anspruchsvolle Virtuosität halten sich in Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in C-Dur in vollendeter Weise die Waage. In der maßstabsetzenden Lesart des legendären Pianisten Rudolf Buchbinder, der auf eine mehr als 60 Jahre andauernde Karriere zurückblicken kann, eröffnet das Werk diesen Abend der von Christian Thielemann dirigierten Staatskapelle Berlin. Nach der Pause folgt Anton Bruckners 4. Sinfonie, deren klingende Naturidyllen samt „Gesang der Kohlmeise Zizipe“ (Bruckner) in den Worten des Komponisten einer „religiös-misteriös[en]“ Romantik „à la Lohengrin “ verpflichtet sind. Anton Bruckner gab seiner 4. Sinfonie den Beinamen „Romantische“, was erklärtermaßen auf das Geheimnisvolle, Gottesfürchtige und Reine abzielen sollte. Und weil der Komponist – wohl zu Recht – bei seinem Publikum das Bedürfnis nach einer assoziativen Musikbeschreibung vermutete, zeichnete er die Musik in verschiedenen Charakterbildern. Von der „Morgendämmerung“ in einer mittelalterlichen Stadt ist da die Rede, von deren Türmen die „Morgenweckrufe“ ertönen: „die Tore öffnen sich – auf stolzen Rossen sprengen die Ritter hinaus ins Freie – der Zauber der Natur umfängt sie – Waldesrauschen, Vogelgesang – und so entwickelt sich das romantische Bild weiter.“ Wie in Beethovens „Pastorale“ wird auch in Bruckners Vierter die Verbindung von Natur und Glückseligkeit unmittelbar greifbar. Zugleich treten jene abrupten Dynamikwechsel und Klangballungen hervor, die wesentlich zum monumentalen Charakter des Ganzen beitragen. Nicht zufällig wurden Bruckners Sinfonien mit großen Kathedralen verglichen, auch wegen ihrer orgelartigen „Register-Instrumentation“, bei der der Komponist die Akustik des Kirchenraums mitdachte, die er von der Orgel gewohnt war. Sinfonische Monumentalität findet sich auch in Mozarts Klavierkonzert in C-Dur – nur dass hier zum Dialog der Stimmen ein Solist hinzutritt, gewissermaßen als Primus inter Pares. Für dieses Werk gilt ebenso, was Mozart allgemein über seine Wiener Klavierkonzerte sagte: dass die Musik „sehr brillant“ sei, ohne dabei ins „leere zu fallen“. Kein Wunder, dass KV 467 mit seinen eingängigen Melodien zu den beliebtesten Klavierkonzerten Mozarts avancierte. Einführungsveranstaltung 19:15 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 2 h, eine Pause Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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NDR Elbphilharmonie Orchester
Musikfest Berlin
Tamara Stefanovich – Klavier Holger Busse – Klangregie NDR Elbphilharmonie Orchester Alan Gilbert – Leitung Hans Werner Henze (1926–2012): Tristan Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester (1973, rev. 1991) I Prolog – II Lamento – III Präludien und Variationen – IV Tristans Wahnsinn – V Adagio: Burla I, Burla II, Ricercare I, Burla III, Ricercare II – VI Epilog Johannes Brahms (1833–1897): Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (2. Fassung von 1878) Hans Werner Henze war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Anlässlich seines 100. Geburtstags präsentieren das von Alan Gilbert dirigierte NDR Elbphilharmonie Orchester bei seinem Musikfest-Berlin-Debüt und die Pianistin Tamara Stefanovich Henzes Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester mit dem hintergründigen Titel Tristan . Eine ergreifende Trauermusik, in der unter anderem Johannes Brahms’ 1. Sinfonie zitiert wird, die ebenfalls im Konzert erklingt. Seine Tristan -Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester aus dem Jahr 1973 wollte Hans Werner Henze „audio-visuell“ verstanden wissen: als Klang-Drama auf dem Konzertpodium. Dabei spiegelt sich in der hochemotionalen Musik vom ersten Takt an neben Schmerz auch Sehnsucht, Liebe, Trauer und Abschied – Henze selbst sprach vom „Todesschrei“ des Orchesters. In dem sechsteiligen Werk samt „coup de théâtre“ finden sich neben Wagner-Anspielungen ( Tristan und Isolde und Wesendonck-Lieder ) und Brahms-Zitaten auch verfremdete Tonbandklänge von Frédéric Chopins Trauermarsch aus der Klaviersonate b-Moll, „gleißend, wie das Meer am Herbstabend“ (Henze). Im Epilog schließlich rezitiert eine von Tonband zugespielte Kinderstimme in englischer Übersetzung Verse des anglo-normannischen Dichters Thomas d’Angleterre aus dem 12. Jahrhundert, in denen Isoldes tragischer „Liebestod“ beschrieben wird. Nach Henzes Trauermusik mit exponiertem Klavierpart, die um jene Toten trauert, „um die die Menschheit nun verarmt ist“, widmen sich Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester Johannes Brahms’ 1. Sinfonie, die dramaturgisch Beethovens Devise „Per aspera ad astra“ (durch Dunkel zum Licht) folgt. Dem düsteren Ringen des c-Moll-Kopfsatzes mit seinen schweren Paukenschlägen und zerklüfteten Umschwüngen steht ein Finale gegenüber, das schließlich zu strahlendstem C-Dur findet. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h 50 min, inklusive Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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London Symphony Orchestra
Musikfest Berlin
Eivind Ringstad – Viola London Symphony Orchestra Sir Antonio Pappano – Leitung Sofia Gubaidulina (1931–2025): Konzert für Viola und Orchester (1996) Anton Bruckner (1824–1896): Sinfonie Nr. 9 d-Moll (1887–96) „Während ich komponiere, bete ich“, bekannte die im März 2025 verstorbene Komponistin Sofia Gubaidulina. Die gesteigerte Intensität ihres Konzerts für Viola und Orchester changiert zwischen „Erdverbundenheit“ und „himmlischem Streben“. Sir Antonio Pappano stellt das Werk mit „seinem“ London Symphony Orchestra vor, ebenso wie die unvollendete 9. Sinfonie von Anton Bruckner. Die überlieferte Widmung „an den lieben Gott“ deutet an, was Bruckner mit dieser buchstäblich auf dem Sterbebett komponierten Musik zum Ausdruck bringen wollte: eine Auseinandersetzung mit den „letzten Dingen“ im Stil einer monumentalen „Sinfonia da chiesa“. Musik ist für Sofia Gubaidulina die „wichtigste Form des Widerstands der Menschheit gegen den geistigen Verfall“. In der Sowjetunion standen ihre religiös geprägten Werke auf der „Schwarzen Liste“. Nach dem Ende der Sowjetunion zog Gubaidulina 1992 in ein kleines Dorf bei Hamburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Im „tiefsten Sinne“ sei das Musizieren eine Art von Gottesdienst, so die in ihrem Schaffen immer um spirituelle Fragen kreisende Komponistin. Dies ist auch ihrem Konzert für Viola und Orchester anzuhören, das der erste Solobratschist des London Symphony Orchestra Eivind Ringstad interpretiert: „Das eigentümlich Mysteriöse und das Verschleierte des Bratschentimbres sind für mich stets rätselhaft gewesen“, so die Komponistin. Auch Anton Bruckner war zutiefst gläubig. An seiner unvollendet hinterlassenen 9. Sinfonie – dessen Skizzen zum Final-Entwurf Andenkenjäger*innen und Autografensammler*innen in alle Winde verstreut haben – hat er so lange gearbeitet, wie an keinem anderen Werk. Ob hierfür das Beethoven-Erbe, die Tonart d-Moll von Beethovens 9. Sinfonie oder die dem Zahlenmystiker Bruckner natürlich bekannte symbolische Bedeutung der Zahl Neun verantwortlich war (als potenzierte Drei das Symbol höchster Vollkommenheit), ist ungewiss. Mysteriös, wie aus dem Nichts kommend, beginnt der „feierliche“ erste Satz, der sich als existenzielles Erlebnis bald ins Monumentale steigert. Nach dem Scherzo mit spukhaftem Trio folgt dann eines der schönsten Adagios , die Bruckner je geschrieben hat: verklärende Klänge, die der Komponist „Abschied vom Leben“ nannte. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 2 h, inklusive Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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RIAS Kammerchor Berlin I
Musikfest Berlin
GrauSchumacher Piano Duo Instrumentalist*innen der Jungen Deutschen Philharmonie RIAS Kammerchor Berlin Gregor Meyer – Leitung Hans Werner Henze (1926–2012) : Notturno (1995) Serenade für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier Musen Siziliens (1966): Konzert für gemischten Chor, zwei Klaviere, Bläser und Pauken auf Eklogen-Fragmente des Vergil Johannes Brahms (1833–1897): Liebeslieder (1868/69) Walzer für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen op. 52 „Spaß machen“, so Henze, solle sein 1966 im Rahmen der Berliner Festwochen uraufgeführtes Konzert Musen Siziliens – dem Publikum ebenso wie den ausführenden Musiker*innen. Gleiches dürfte sich auch Johannes Brahms gedacht haben, als er in mannigfaltiger Liaison mit dem „wienerischen“ Dreivierteltakt seine Liebeslieder-Walzer für Gesang und Klavier zu vier Händen komponierte. Der RIAS Kammerchor Berlin widmet sich beiden Werken beim Musikfest Berlin, gemeinsam mit dem Klavierduo GrauSchumacher, das laut Süddeutscher Zeitung „das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert“ hat, und Instrumentalist*innen der Jungen Deutschen Philharmonie. Als atmosphärischer Opener erklingt Henzes entrückt-geheimnisvolles Notturno . Die Leitung übernimmt Gregor Meyer. „Leider nicht von mir!“, war Johannes Brahms’ Kommentar zum Walzer An der schönen blauen Donau von Johann Strauß (Sohn), der ursprünglich als Chorstück für den Wiener Männergesangsverein entstand. Gerade in seinen Anfangsjahren ließ sich der in den Worten Eduard Hanslicks „ernste, schweigsame“ Hamburger Komponist von der Walzerseligkeit seiner neuen Wahlheimat inspirieren, was auch zu den Liebeslieder-Walzern op. 52 auf Gedichte aus Georg Friedrich Daumers Polydora führte. Die geschmeidigen Vertonungen, die mal kapriziös-kokett, mal melancholisch und mal leidenschaftlich ausfallen, hatten gewaltigen Erfolg – auch, weil die Stücke trotz ihrer Bindung an den Walzerrhythmus mit einer unerschöpflichen Fülle an eingängigen Melodien aufwarten. Nicht die Liebe, sondern innere Kontemplation im Angesicht der Unermesslichkeit des Kosmos stellte Hans Werner Henze ins Zentrum seines ruhig-schwebenden Notturno für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier: einer instrumental neu gedachten Variante vom Schluss der zweiten Szene „Mond und Sterne“ aus der Henze-Oper Die englische Katze . Anschließend führt das Konzert Musen Siziliens in die idyllische Schäferwelt aus Vergils Bucolica. In dem ungewöhnlich besetzten dreiteiligen Werk wollte Henze bewusst „weg vom Klang des großen Orchesters, von Polyphonie und Dodekaphonie. […] In Musen Siziliens wollte ich […] auf ganz einfache Formulierungen gehen, Einzeltöne umkreisen, Rotation um tonale Zentren. Es sollte mit Spaß zu singen sein, […] und das Spiel der beiden Solo-Klaviere sollte Spaß machen und mit Spaß anzuhören sein.“ In transparenter Instrumentation folgt in dem dreiteiligen Werk auf eine tänzerische Pastorale ein versonnenes Adagio und ein spielerisches Vivace, wobei der Chorsatz durchgehend von melodischem Erfindungsreichtum und ausdrucksreicher Klangschönheit geprägt ist. Dauer: circa 1 h 10 min, ohne Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin in Kooperation mit dem RIAS Kammerchor Berlin
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WDR Sinfonieorchester I
Musikfest Berlin
Sarah Aristidou – Sopran Nathalie Forget – Ondes Martenot Imsu Choi – Ondes Martenot WDR Sinfonieorchester Kent Nagano – Leitung Alex Nante (*1992): Ein feste Burg (2025) Komposition für Orchester über den Choral BWV 302 von Johann Sebastian Bach Yvonne Loriod (1924–2010): La Sainte Face (1945) Uraufführung TEIL I 1. Erscheinung auf dem Heiligen Grabtuch von Turin 2. Der schmerzverzerrte Mund 3. Die misshandelte Nase 4. Die zarten Augenlider, die die Tränen – kostbare Diamanten – verhüllen – Heilige Theresa 5. Über geschwollene Wangen fließen brennende Tränen 6. Die Wunden der Dornenkrone 7. Die Augenbrauen, die das Blut der Wunden auffangen 8. Das feine schwarze Haar, mit Spucke besudelt 9. Das zarte, abgezehrte Gesicht 10. Die Züge des Heiligen Antlitzes erscheinen auf uns wie eine unsterbliche Träne 11. Gesicht des Friedens, vom Dickicht der Haare umrahmt... Göttliches Vorbild der Klöster, die seine Ruhestätte werden 12. Gott aufgeben 13. Betrachten wir mit halbgeschlossenen Augen das Heilige Antlitz, so scheint es uns, als sähen wir in seinen Zügen die Verzweiflung und das Ungleichgewicht der Natur im Augenblick des Todes 14. Die wütende Qual des Bösen auf dem Heiligen Antlitz TEIL II 15. Nachsinnen über die Lilie Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 „Reformations-Sinfonie“ (1830) Eine musikalische Sensation: Die hoch expressive Musik von Yvonne Loriod wird aus der Taufe gehoben. Die brillante Pianistin und legendäre Klavierpädagogin, 1924 in Paris geboren, war zu Lebzeiten vor allem als Interpretin der Musik ihres Mannes Olivier Messiaen bekannt. Das WDR Sinfonieorchester und Kent Nagano bringen erstmals eine ihrer zahlreichen eigenen Kompositionen für große Besetzung ans Tageslicht: La Sainte Face , eine 15-sätzige musikalische Beschreibung des heiligen Antlitzes für Sopran und Orchester. Sarah Aristidou verleiht dieser lange im Verborgenen gebliebenen, religiös inspirierten Musik ihre Stimme. Außerdem erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformations-Sinfonie“ und das 2025 uraufgeführte Stück Ein feste Burg von Alex Nante. Zu Martin Luthers bekanntesten Kirchenliedern gehört Ein feste Burg ist unser Gott , das zu einem klingenden Symbol der kirchlichen Erneuerung wurde: Noch Heinrich Heine bezeichnete das Stück als „Marseiller Hymne der Reformation“. Insofern war es naheliegend, dass Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner „zur Feyer der Kirchenreformation“ komponierten d-Moll-Sinfonie auf eben diese Luther-Hymne zurückgriff, die auch Grundlage des gleichnamigen Bach-Choralsatzes BWV 302 ist. Letzteren nahm Alex Nante zum Ausgangspunkt seines Orchesterstücks, wobei auch Bachs Choral So gehst du nun, mein Jesu, hin, den Tod für mich zu leiden anklingt: „Als Christ“, so der argentinische Komponist, „empfand ich das Bedürfnis, beide Aspekte – das Leiden und die Herrlichkeit Christi – musikalisch darzustellen, da das eine ohne das andere nicht existieren kann.“ Eine weitere Sicht auf den Glauben eröffnet Yvonne Loriods La Sainte Face . Das mit schwarzer Tinte auf 280 Partiturseiten von Hand niedergeschriebene Werk für Sopran und Orchester besteht aus 15 ganz unterschiedlich instrumentierten Stücken. Als 21-jährige Studentin von Darius Milhaud komponierte Loriod für eine ungewöhnliche Besetzung: Solo-Sopran, 8 Flöten, Holz- und Blechbläser, ein großes Aufgebot an Schlagwerk, wenige Streicher, 2 Harfen, Klavier, Celesta und 2 Ondes Martenot – ein frühes elektronisches Instrument. Eine musikalische Sensation, da das bereits 1945 entstandene Orchesterwerk nun über 80 Jahre später seine Uraufführung erlebt. Loriods kompositorisches Schaffen wird erst noch entdeckt – unter anderem von Kent Nagano, der als Dirigent das Musikleben Berlins entscheidend geprägt hat. Etliche groß angelegte Orchesterwerke seiner früheren Lehrerin hat Nagano in der Pariser Nationalbibliothek erstmals in den Händen gehalten und entreißt sie mit dem WDR Sinfonieorchester nun dem Vergessen. Einführungsveranstaltung 18:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h 40 min, inklusive Pause Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Konzerthausorchester Berlin
Musikfest Berlin
Rundfunkchor Berlin Florian Helgath – Einstudierung Konzerthausorchester Berlin Joana Mallwitz – Leitung Hans Werner Henze (1926–2012) Sinfonia N. 9 (1995–97) für gemischten Chor und Orchester Dichtung von Hans-Ulrich Treichel nach Anna Seghers Roman Das Siebte Kreuz Gewidmet den Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus Kompositionsauftrag der Berliner Festwochen 1997 I Die Flucht II Bei den Toten III Bericht der Verfolger IV Die Platane spricht V Der Sturz VI Die Nacht im Dom VII Die Rettung Hans Werner Henze war ein bekennender Antifaschist. In Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands schuf er mit seiner 9. Sinfonie ein erschütterndes Mahnmal gegen Faschismus und Krieg – eine „Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen“, die er als „Summa summarum“ seines Schaffens bezeichnete. Ursprünglich entstanden im Auftrag der Berliner Festwochen, ist diese „dramatische Dichtung ohne Szene“ nun im Rahmen des Jubiläumsjahres der Berliner Festspiele und anlässlich des 100. Geburtstages des 2012 verstorbenen Komponisten zu erleben. Joana Mallwitz dirigiert das Konzerthausorchester Berlin, es singt der Rundfunkchor Berlin. „Meine neunte Sinfonie“, bekannte Hans Werner Henze, „befasst sich mit der deutschen Heimat – so, wie sie sich mir dargestellt hat, als ich ein junger Mensch war, während des Krieges und schon davor.“ Anstatt den „schönen Götterfunken“ zu besingen, beschwöre das Werk als „Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt“ die Zeit „des Grauens und der Verfolgung“ – auch als „Ausdruck der allergrößten Verehrung“ für diejenigen, „die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors“ (Henze). Bereits der erste Satz dieses sinfonischen Monuments mit Texten von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Das siebte Kreuz von Anna Seghers über die Flucht von sieben KZ-Häftlingen, versetzt die Hörer*innen in die beklemmende Situation eines Menschen, der „von Hunden und der SS gehetzt wird“ (Henze). Dabei vermittelt die dunkle, gewalttätige und atemlose Musik eine nicht zur Besinnung kommende Todesangst, die bald in Agonie und Ohnmacht mündet. In allen Facetten bildet die Chorsinfonie das Grauen von Krieg, Verfolgung und Vernichtung ab – auch, wenn im erbarmungslosen Marsch Bericht der Verfolger das Schlagwerk „an die (von einem Laien getippten) Geräusche einer (Polizei-)Büroschreibmaschine“ erinnern soll. Henzes 9. Sinfonie, die 1997 im Rahmen der 47. Berliner Festwochen von den Berliner Philharmonikern uraufgeführt wurde, ist den „Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus“ gewidmet. Beim diesjährigen Musikfest Berlin dirigiert Joana Mallwitz das Konzerthausorchester Berlin, wobei der Rundfunkchor Berlin – wie schon bei der Uraufführung – den anspruchsvollen Chorpart übernimmt. Einführungsveranstaltung 19:10 Uhr, Südfoyer Dauer: circa 1 h, ohne Pause Eine Veranstaltung des Konzerthaus Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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