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Aufführungen | Performance

Aurora (Mesophase)

MaerzMusik

Okkyung Lee – Violoncello Neasa Ní Bhriain – Viola Caleb Salgado – Kontrabass Dafne Narvaez Berlfein – Video Liz Kosack – Keyboards Okkyung Lee: Aurora (Mesophase) (2026) für Viola, Violoncello, Kontrabass, Keyboard, Elektronik und Video Uraufführung „ Aurora (Mesophase) erforscht einen Zwischenraum – den scheinbar fragilen Zustand zwischen zwei Extremen. Es handelt sich um eine Studie der Verwandlung. In ihr können Form, Klang oder Energie jederzeit kippen, je nachdem, welcher Reiz auf sie einwirkt. Aurora (Mesophase) gleicht einem Material, dessen Aggregatzustand weder flüssig noch fest ist: Das Stück befindet sich im ständigen Wandel, kann zu einem von beidem werden, bleibt aber nie eins von beidem. In dem von ihm eröffneten Raum formen selbst die kleinsten Gesten eine eigene Sprache, die die Spannung eines Moments in der Schwebe aufrechterhält.“ – Okkyung Lee „Ich improvisiere seit fast drei Jahrzehnten auf dem Cello. Manchmal aber langweilt mich das – die Spannungen und die Aufregung über diese immer ‚neuen‘ Entdeckungen sind längst Teil meines musikalischen Vokabulars geworden. Ich möchte sie auch ungern als ‚erweiterte Techniken‘ bezeichnen. Solche Klänge gehören heutzutage einfach zu der Sprache, die Improvisationsmusiker*innen verwenden. Dennoch gibt es ein paar Klänge, die mich jedes Mal – oder zumindest oft genug – von Neuem begeistern, obwohl ich die Gründe dafür nicht im Einzelnen analysieren möchte. Einer davon ist der reine Klang der Bogenhaare auf den Saiten; die Fülle dieser winzigen Klänge ist total packend. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass diese Klänge für Zuhörer*innen verloren gehen können, wenn sie nicht direkt vor dem Instrument sitzen oder gar ihre Ohren direkt an den Körper des Instruments legen. Doch stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten all diese kleinen Klänge hören, die mit jeder geringsten Spannung des Bogens ihren Verlauf und ihren Charakter verändern. Das wäre so, als würde man das erste Mal Polarlichter sehen: Man weiß nicht genau, wo sie erscheinen werden, aber man lässt sich auf ihre Bewegung ein. Klar, das ist eine abgedroschene Metapher. Aber wenn man sich darin verliert, kann man eine Art reiner Freude verspüren. Ich möchte all diese kleinen Details – all diese zerbrechlichen und doch ausdrucksstarken Klänge – einfangen und sie in Musik verwandeln, die zu mehr einlädt als nur zum Staunen über ihre Schönheit. Ich hoffe, dass sie zu einer gemeinsamen Sprache für Interpret*innen wird und ihnen die Möglichkeit erschließt, Lieder zu spielen, zu denen die Zuhörer*innen ihren Körper bewegen oder zumindest mit dem Kopf nicken, wenn auch nur leicht. Ich bin mir nicht sicher, ob jemals jemand mitsingen könnte – aber wer weiß? Im Grunde möchte ich, dass die Menschen diese Klänge einfach als Musik genießen – und zwar wie jede andere Form von Musik auch.“ – Okkyung Lee Für Aurora (Mesophase) öffnet Okkyung Lee ihre improvisatorische Praxis und gestaltet zusammen mit den Künstler*innen Neasa Ní Bhriain, Caleb Salgado, Dafne Narvaez Berlfein und anderen eine außergewöhnliche Performance, die sie im Rahmen ihres DAAD-Stipendiums in Berlin entwickelt. Okkyung Lee ist 2025/26 Musik-&-Klang-Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
Aufführungen | Film

Book of Days

MaerzMusik

Book of Days (1988) Film, 85 Minuten In englischer Sprache schwarz-weiß und Farbe Book of Days ist ein Film über die Zeit. Ursprünglich zog er Parallelen zwischen dem Mittelalter – einer Zeit des Krieges, der Seuchen und der Angst vor der Apokalypse – und modernen Zeiten mit ihren ethnischen und religiösen Konflikten, der AIDS-Epidemie und der Furcht vor atomarer Auslöschung. Angesichts jüngerer Ereignisse zeigt sich der zyklische Charakter solcher Phänomene erneut. Obwohl der Film keine Antworten liefert, widmet er sich doch der Weitsicht und Vorstellungskraft sowie einer poetischen Anrufung dessen, was uns verbindet. Book of Days wurde ursprünglich im US-amerikanischen Fernsehsender PBS ausgestrahlt, beim New York Film Festival gezeigt und wurde für die Whitney Biennale ausgewählt. Meredith Monk – Konzept & Regie Jerry Pantzer – Kamera Yoshio Yabara – Szenografie, Kostümdesign Meredith Monk – Musik Catherine Tatge und Dominique Lasseur – Produktion circa 1 h 25 min
Aufführungen | Film

Monk in Pieces

MaerzMusik

Der kulturelle Einfluss der Komponistin, Performerin und interdisziplinären Künstlerin Meredith Monk kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie war in der New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre eine entscheidende Figur, die jedoch erst spät von der breiteren Kritik anerkannt wurde. Als Pionierin der „erweiterten Gesangstechnik“ beeinflusste sie Künstler*innen wie Yoko Ono, Kate Bush, Björk oder Rebecca Saunders. „Sie war unter uns allen diejenige mit einer unverwechselbaren Begabung – und ist es noch immer,“ so Monks Zeitgenosse Philip Glass. Monk in Pieces spiegelt in seiner mosaikartigen Struktur Monks Gesamtwerk wider und beleuchtet ihr originelles Vokabular an Klängen und Bildern. Gegen Ende des Films stellt sich Monk der eigenen Sterblichkeit. Wir sehen, wie sie dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs ihre Oper ATLAS – an opera in three parts für eine Neuinszenierung mit dem Los Angeles Philharmonic anvertraut. 60 Jahre lang hat Monk bei fast all ihren Werken selbst Regie geführt und mitgespielt. Der Film ehrt ihr einzigartiges Werk, und stellt die Frage nach seinem Fortbestehen. Monk in Pieces (2025) Film, 94 min Sprache: Englisch USA / Deutschland / Frankreich Farbe und schwarz-weiß Mit: Meredith Monk Björk David Byrne Ping Chong John Schaefer Lanny Harrison Julia Wolfe Billy Shebar, David Roberts – Regie, Buch Jeff Hutchens, Ben Stechschulte – Kamera Sabine Krayenbühl – Montage Meredith Monk – Musik Dominic Bartolini – Sound Design Paul Barritt – Animation Billy Sherbar, Susan Margolin, David Roberts – Produzent*innen Katie Geissinger, Sabine Krayenbühl – Koproduzent*innen circa 1 h 30 min Ab 6 Jahre
Aufführungen | Show

BLINDED by DELIGHT

Friedrichstadt-Palast

Die Show BLINDED by DELIGHT nimmt Dich mit auf eine bewegende Reise in die Welt der Träume und des Glücks. Erlebe blendende Show-Unterhaltung mit über 100 wundervollen Künstlerinnen und Künstlern auf der größten Theaterbühne der Welt - einfach traumhaft schön! Oh, wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen. Als Luci die Augen aufschlägt, ist sie umfangen von ihren schönsten ungelebten Träumen. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt, ihr altes Leben nur noch ein fernes Echo. Jeder ihrer Atemzüge ist wie ein Pinselstrich, jeder Raum, der sich öffnet, eine Symphonie ungeahnter Möglichkeiten. Und vor ihr - der Mann ihrer Träume. Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Mit allem, was er hat, kämpft er um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben? BLINDED by DELIGHT ist eine alle Sinne überwältigende Erinnerung ans Glücklichsein. Wer weiß, vielleicht steht am Anfang jeder Veränderung doch ein Traum, der festgehalten werden will und nicht verfliegt. Alles Lüge oder Liebe? BLINDED by DELIGHT drückt diesen emotionalen Zwiespalt aus und kann mit „Geblendet vor Entzücken“ als auch „Verzaubert vor Glück“ übersetzt werden. Ein leidenschaftlicher Tanz der ganz großen Gefühle. Dauer: ca. 2,5 Stunden, inkl. 30 Min. Pause Alter: Ab 8 Jahren Sprachen: Auch geeignet für Gäste ohne Deutschkenntnisse Tickets: ab 19,80 € (Der Vorverkauf ist bereits bis Ende 2026 geöffnet!)
Aufführungen

neue Veranstaltung

Theater Ost

Aufführungen | Theater

AUFEGSTANDEN IST ER, WELCHER LANGE SCHLIEF

Theater Ost

Krieg als Mittel der Politik erfreut sich in jüngeren Zeit erschreckend wachsenden Zuspruchs. Nach 80 Jahren Frieden in unseren europäischen Breiten scheinen die Erinnerungen an die Schrecken und Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen verblasst zu sein. Kriegsrhetorik wird zur neuen Normalität. Wird uns der Frieden in der Demokratie zu langweilig? Feiert die Lust auf Blutbad und Weltenbruch fröhliche Urständ? Ist und bleibt der Mensch ein kriegerisches Wesen? Wir gehen auf literarische Spurensuche zum Beginn des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenszeit ein Krieg von nicht wenigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert. Jedoch sah die Realität der Schützengräben anders aus als gedacht. Und nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen. »Nirgendwo glaubt man so inbrünstig wie in Deutschland an den Krieg als vornehmstes politisches Mittel. Nirgendwo ist man eher geneigt, über seine Schrecken hinwegzusehen und seine Folgen zu mißachten. Nirgendwo setzt man Friedensliebe so gedankenlos persönlicher Feigheit gleich.« Karl von Ossietzky Sigrid Grajek ist singende Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Mit ihren musikalisch-literarischen Programmen u.a.Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen…und BERLIN: Die 1920er – Eine Stadt im Taumel beleuchtet sie seit vielen Jahren die Weimarer Republik und Berlin mit Liedern und Texten aus den Jahren 1918 bis 1933. Jens-Karsten Stoll ist Musiker und Komponist. Als musikalischer Leiter und Komponist war er für Theaterproduktionen u.a. am Berliner Ensemble, Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Hamburg tätig. Mit dem Kabarettisten und Regisseur Rainald Grebe arbeitet er seit 2008 zusammen, mit der Schauspielerin Nina Petri seit 2011. Seine Kunst führte ihn u.a. nach Mexiko-City, Bangkok, Hongkong, Washington, Abidjan und Taschkent. Das Theater ist ab 18:30 Uhr geöffnet.
Aufführungen | Schauspiel

Hospital der Geister

Deutsches Theater Berlin

Fassung für das Theater von Jan-Christoph Gockel und Karla Mäder Im Kopenhagener Reichskrankenhaus, genannt „Das Reich“, kämpfen Ärzte mit modernster Technologie im Dienst der Wissenschaft gegen Krankheit und Tod. Jedoch durchaus auf unsicherem Grund, denn das Krankenhaus wurde auf Sumpfland errichtet: „Vielleicht wurden sie zu anmaßend in ihrer hartnäckigen Leugnung der spirituellen Welt? Denn in dem so modernen und scheinbar so soliden Gebäude werden Ermüdungsrisse sichtbar. Die Tore zum Reich des Todes beginnen sich wieder zu öffnen.“ So heißt es im Vorspann der Serie, die der junge Lars von Trier nach Abschluss seines Studiums für das dänische Fernsehen schuf. Es geht um ein marodes Krankenhausgebäude, esoterische Behandlungsmethoden, die Vertuschung ärztlicher Kunstfehler, eine auf Sparkurs geeichte Krankenhausverwaltung, den Überraschungsbesuch des Gesundheitsministers und andere unerfreuliche Dinge. Dazu spuken Gespenster im Gebäude und Monster werden geboren. Das Böse kämpft mit dem Guten: Nicht wenig passiert in den acht Folgen, die in den 90ern gedreht wurden. Mit schwarzem Humor wirft das Geschehen im „Reich“ fundamentale Fragen auf, die in all ihrer absurden Skurrilität ins Herz des Gesundheitswesens zielen: Wie ist der Zustand der Krankenhäuser? Wie steht es um Effizienz und ethisch-moralische Fragen in Bezug auf ärztliches Handeln? Aber auch: Wie sehr ist die Vergangenheit Teil der Gegenwart? Wie sehr ist das Böse Bedingung für das Gute? Und vor allem: Wie durchlässig ist die Grenze zwischen Leben und Tod? Lars von Trier, großer europäischen Filmemacher und enfant terrible der Filmbranche, ist ein Kultregisseur, dessen Filme inhaltlich so provokant wie ästhetisch innovativ sind. Viele seiner Werke wurden für das Theater adaptiert, das „Hospital der Geister“ findet nun – in der Nähe der ebenfalls auf unsicheren Grund gebauten Charité – seinen Weg auf die Bühne: als personenreiches Spektakel, das auch ein inklusives Theaterprojekt mit Spieler:innen von RambaZamba und aus Graz ist. Regie: Jan-Christoph Gockel Bühne: Julia Kurzweg Kostüme: Sophie du Vinage Musik: Matthias Grübel Puppenbau: Michael Pietsch Licht: Robert Grauel Dramaturgie: Karla Mäder 4 Stunden 40 Minuten, 2 Pausen empfohlen ab Klasse 11
Aufführungen | Schauspiel

Fake Jews

Deutsches Theater Berlin

1995 erscheint bei Suhrkamp ein Band mit Erinnerungen eines lettischen Holocaustüberlebenden. Die Veröffentlichung erhält zahlreiche Preise und wird als bewegendes Zeitdokument bestens besprochen. Bis nur drei Jahre später ein schweizerisch-jüdischer Journalist aufdeckt: Der Autor dieser angeblichen Memoiren ist weder Jude, noch war er je vom Terror der Nationalsozialisten betroffen, sondern schreibt aus einer erfundenen Perspektive, hat sich seine jüdische Biographie also nur ausgedacht. Allerdings: Diese Aneignung einer jüdischen Opferbiografie ist keineswegs ein Einzelfall, und was aufgrund der fiktiven Biografie des Binjamin Wilkomirski anschließend als „Wilkomirski-Syndrom” beschrieben wird, erfährt seit dem zweiten Weltkrieg regelrecht Konjunktur. Insbesondere im Land der Täter und der nicht flächendeckend aufgearbeiteten Familiengeschichten finden sich zahlreiche Figuren, die sich einen Vorteil durch die Behauptung einer Verfolgungsbiographie versprechen, unter ihnen eine bekannte Bloggerin, ein langjähriger Vorsitzender einer jüdischen Gemeinde bei Hamburg oder ein einflussreicher Journalist. In einer Gegenwart, in der die eigene Identität für die Sichtbarkeit und Relevanz einer Aussage zunehmendes Gewicht erhält, werden bestimmte Biographien zum Privileg: Ist die Aneignung jüdischer Identität also ein Karrierevorteil? Ein Verkaufsargument? Oder wird vielmehr nicht allzu genau überprüft, ob das Behauptete stimmt, wenn es historisch so sensibel ist? Noam Brusilovsky untersucht diese Fragen in einem Monologprojekt und beleuchtet die blinden Flecken der deutschen Erinnerungskultur in einer sich zunehmend polarisierenden Gegenwart. Regie: Noam Brusilovsky Ausstattung: Julia Plickat Musik: Tobias Purfürst Dramaturgie: Johann Otten
Aufführungen | Schauspiel

Heimsuchung

Deutsches Theater Berlin

Ein Grundstück am Scharmützelsee in Brandenburg, darauf ein Sommerhaus, darin die Geschichte des 20. Jahrhunderts. So ließe sich der 2007 erschienene Roman der Berliner Autorin Jenny Erpenbeck zusammenfassen. Ein Text, in dem die Hauptrolle das Haus, eigentlich sogar das Grundstück hat. Ursprünglich im Besitz eines Großbauern, wird es nach dessen Tod aufgeteilt und zur Bühne von elf Lebensgeschichten, stellvertretend für Hoffnung und Leid, Glück und Tragödie der letzten einhundert Jahre. In elf Kapiteln erzählt Erpenbeck protokollarisch von Zeit und Geschichte während dreier Generationen, die diesem Flecken Erde widerfährt, von einem während der Nazizeit erfolgreichen Architekten, der nach den Vorstellungen seiner Frau ein Haus errichtet, von einem jüdischen Tuchfabrikanten, der das Grundstück unter Wert verkauft und mit seiner Familie deportiert und ermordet wird. Von der Besatzung des Hauses durch die Kompanie eines jungen Majors der roten Armee nach dem zweiten Weltkrieg, von der im Wandschrank versteckten Frau des Architekten, von einer aus dem sowjetischen Exil zurückkehrenden Schriftstellerin und schließlich von den Erben des Architekten, die nach dem Ende der DDR ihre Ansprüche auf das Haus einlösen. Zeitlos wacht während all dieser Zeit ein Gärtner über das Grundstück, schneidet Hecken, pflegt Sträucher, kultiviert die Natur, die sich in den Ritzen des Schicksals immer wieder ausbreitet. Heimsuchung ist gewissermaßen ein Geschichtsbuch, das jedoch klare Zuordnungen zwischen Recht und Unrecht, gut und böse, Tätern und Opfern verkompliziert, das vielmehr die Komplexität von Geschichte spürbar macht. Verwoben darin die Geschichte der Autorin, deren Großmutter Hedda Zinner selbst ein Haus am Scharmützelsee besaß, nachdem sie 1945 aus sowjetischem Exil in die DDR kam. 2024 erhielt Jenny Erpenbeck für ihren Roman Kairos den International Booker Prize und wurde einem internationalen Publikum bekannt, die New York Times votierte Heimsuchung in die Liste der „100 Best Books of the 21th Century”. Regie: Alexander Eisenach Bühne: Daniel Wollenzin Kostüm: Claudia Irro Video: Oliver Rossol Licht: Robert Grauel Dramaturgie: Johann Otten 2 Stunden 50 Minuten, 1 Pause Wir weisen darauf hin, dass einzelne Szenen die Verbrechen des Nationalsozialismus, Antisemitismus, sexualisierte Gewalt, Suizid, Flucht und Vertreibung thematisieren. empfohlen ab Klasse 11
Aufführungen | Film

KINO KADDISH: Der Golem

Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum

Der Golem, wie er in die Welt kam (Paul Wegener, D 1920) zählt zu den zentralen Werken des expressionistischen Stummfilms und der deutsch-jüdischen Filmgeschichte. Der Film erzählt die Legende des Prager Rabbis Löw, der einen Golem aus Ton erschafft, um die jüdische Gemeinde zu schützen. In seinen stark symbolischen Bildwelten verdichten sich religiöse Mythologie, moderne Ästhetik und zeitgenössische gesellschaftliche Spannungen zu einer ambivalenten Erzählung von Schutz, Macht und Kontrollverlust. Der Golem wird dabei gleichermaßen zur Projektionsfläche von Hoffnung wie von Angst und Gewalt, ein Spannungsfeld, das den Film bis heute politisch und kulturell relevant macht. Als Schlüsselwerk der Weimarer Republik reflektiert der Film nicht nur jüdische Selbstverortung, sondern auch antisemitische Projektionen der Mehrheitsgesellschaft. Zwischen mythologischer Figur, moderner Technikmetapher und gesellschaftlicher Allegorie entfaltet sich ein vielschichtiger Bedeutungsraum, der Fragen nach kultureller Kontinuität, Erinnerung und Deutungshoheit bis in die Gegenwart hinein aufwirft Live-Vertonung Die Aufführung wird durch eine eigens konzipierte Live-Vertonung von Robyn Schulkowsky (Percussion) sowie Andi und Hannes Teichmann (Elektronik) neu interpretiert. Percussion, präparierte Klangobjekte und elektronische Texturen verweben sich zu immersiven Klangräumen, die den Stummfilm nicht illustrativ begleiten, sondern ihn als zeitgenössisches audiovisuelles Ereignis neu erfahrbar machen. Die musikalische Intervention versteht sich als Übersetzung des expressionistischen Bildraums in eine heutige klangliche Sprache und öffnet neue Wahrnehmungsebenen jenseits historischer Distanz. Sprecher:innen und Musiker:innen Dr. Lea Wohl von Haselberg Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf jüdischer Filmgeschichte und Erinnerungskultur. Sie analysiert Der Golem sowohl als Ausdruck filmischer Moderne als auch als Träger antisemitischer Projektionen und verfolgt die Transformation des Mythos von der Weimarer Zeit bis in die Gegenwart. In der Moderation verknüpft sie Diskurse aus Filmwissenschaft, Musik und Erinnerungspolitik. Robyn Schulkowsky International ausgezeichnete Perkussionistin und Pionierin experimenteller Klangräume mit Schwerpunkt auf Improvisation und interdisziplinären Projekten. Ihre Zusammenarbeit mit Komponisten und Künstler:innen wie John Cage, Morton Feldman oder Gustavo Dudamel hat die zeitgenössische Perkussionspraxis nachhaltig geprägt. In der Live-Vertonung verbindet sie experimentelle Virtuosität mit radikaler klanglicher Offenheit. Andi Teichmann & Hannes Teichmann Die Gebrüder Teichmann sind Musiker, Produzenten und Komponisten, bekannt für ihre Arbeit zwischen Clubkultur, experimenteller Elektronik und globalen Musiktraditionen. In internationalen Soundcamps und kollaborativen Projekten verbinden sie Klangexperimente, interkulturellen Austausch und kollektive Dialogformate. Ihre elektronische Live-Vertonung öffnet den Film für zeitgenössische Hörweisen und transkulturelle Bezüge.
Aufführungen | Aufführung

SOWAS KOMMT VON SOFAS

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Das neue Programm vom Kabarett PODEWITZ ist Sex fürs Zwerchfell und Botox fürs Gehirn. Herstellerhinweis: Das neue Programm bietet folgende Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger-Modell: • Mehr Beinfreiheit fürs Publikum • Leder-Witze • beheizbare Gag-Scheibe • 2 zusätzliche Ausgänge zum Noch-vor-der-Pause-Rausschleichen. Nutzen Sie die PODEWITZ-Aktions-Wochen: Jeder Zuschauer erhält zusätzlich 20 Frei-Minuten*. (Früher hieß das „Pause“.) Ticketpreis: 29,00€
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TRÄUMT WEITER

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Benötigen Sie betreutes Denken? Wunderbar! FRANK LÜDECKE hat so lange über diese Welt nachgedacht, sie können seine Meinung getrost übernehmen. Das ist praktisch, zumal viele verunsichert sind: Darf man heute noch mit Menschen reden, die eine andere Meinung vertreten? Und warum ist die richtige Meinung bei den anderen so selten anzutreffen? Die chaotische Politik macht es uns auch nicht einfach. Warum setzt die Regierung wieder aufs Militär, will aber gleichzeitig die Bundesjugendspiele abschaffen? Trotz aller Widrigkeiten bleibt Lüdecke optimistisch und rät: „Träumt weiter!“. Ticketpreis: 29,00€
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IN DER BLÜTE MEINER ABNUTZUNG

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Als ich jung war, war alles anders! Da waren Singles noch aus Vinyl und nicht aus Verzweiflung. Da konnte ich mich noch an alles erinnern, egal ob es passiert war oder nicht. Mittlerweile bin ich vielseitig desinteressiert. Aber seitdem ich mir vorstelle, dass Politikern beim Reden Seifenblasen aus dem Mund aufsteigen, ist das Gesprochene wenigstens was fürs Auge. Michael Ranz lässt sich in seinem fünften Soloprogramm von Tobias Saalfeld wieder reichlich satirische Worte in den Mund legen. Das ergibt zwei Übungsstunden im Schmunzeln, Lachen, Wiehern und Schenkel klopfen. Also Handys aus und einfach mal das Leben genießen!!! Ticketpreis: ab 26,00€ Donnerstag, 26.03.26 - 1. Voraufführung Freitag, 27.03.26 - 2 Voraufführung Samstag, 28.03.26 - Premiere
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SCHMUTZIGE LIEDER

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Die Kabarettistin Tatjana Meissner hat schon so einiges überlebt: Autos ohne Gurte und Opas Beetumrandung aus Wellasbest- überlebt! Außerdem: zwei Gesellschaftssysteme, Lauterbachs Hanffreigabe und einen Ampelausfall- überlebt! Und nicht zuletzt: 55 Bühnenjahre – alles überlebt! Aus diesem Anlass lädt die Entertainerin zu ihrer 65. Überlebensparty ein. Gemeinsam mit dem exzellenten Musiker André Kuntze präsentiert sie Höhepunkte aus 25 Jahren hormongetriebener Comedy-Karriere. Hinreißend! Ticketpreis: 29,00€
Aufführungen | Aufführung

wenn die Mutti aus der Kneipe kommt

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Ein launiger Extra-Abend zum Frauentag Nur in Berlin und Meck-Pomm ist der 8. März Feiertag. Egal, wir Brandenburger werden alle Frauen trotzdem feiern und bespaßen, wie es sich gehört. Und zwar gleich dreimal hintereinander! Dafür sorgen BELLA LIERE & ANDREAS ZIEGER Ticketpreis: ab 31,00€
Aufführungen | Theater

Die Gorillas im Schleudergang

Die Gorillas | Improvisation Berlin

Für das Waschhaus Potsdam legen die Gorillas den Schleudergang ein: Die Charaktere, Songs und Genres wirbeln nur so durcheinander. Es wird schmutzige Wäsche gewaschen, auf die Tube gedrückt, aber auch mal der Schongang eingelegt. Und die Feineinstellung machen, wie immer, die Zuschauer*innen. Die erste regelmäßige Show der Gorillas außerhalb Berlins. Sauber! Es spielen: Leon Düvel, Björn Harras, Karin Werner Musik: Felix Raffel
Aufführungen | Theater

Ick & Berlin

Die Gorillas | Improvisation Berlin

An diesem Abend dreht sich alles rund um die geliebte Hauptstadt. Wir bitten das Publikum um Vorschläge wie »Schönste U-Bahn-Station«, »Lieblingskiez«, »Berlin-Klischee« - und schon geht es los auf der Bühne des Ratibortheaters. Szenen, Songs und Geschichten werden im Moment entwickelt und der Zuschauer ist live dabei, wenn eine ganz andere Perspektive auf Berlin und seine Bewohner auf die Bühne gebracht wird. Komisch, absurd, berührend, spannend - und immer wieder anders! Vorstellungsdauer ca. 2x50 Minuten zzgl einer 15minütigen Pause
Aufführungen | Theater

Bring Dein Ding - die Flohmarktshow

Die Gorillas | Improvisation Berlin

Es ist mal wieder Zeit, dass Ihr zu hause entrümpelt! Bring zu dieser Show einen Gegenstand mit, den Du bei Dir nicht länger haben möchtest, der aber doch zu schade zum wegwerfen ist. Die Gorillas lassen sich davon zu Szenen, Geschichten, Songs inspirieren. Und am Ende darf man vom Flohmarkttisch auf der Bühne mitnehmen, was einem gefällt. Es ist mal wieder Zeit, dass Ihr zu Hause entrümpelt! Bring zu dieser Show einen Gegenstand mit, den Du bei Dir nicht länger haben möchtest, der aber doch zu schade zum Wegwerfen ist. Wir lassen uns davon zu Szenen, Geschichten, Songs inspirieren. Und am Ende darf man dazu noch vom Flohmarkttisch auf der Bühne mitnehmen, was einem gefällt.
Aufführungen | Theater

Berlin Battle

Die Gorillas | Improvisation Berlin

Wer gewinnt den heutigen Impro-Battle? Die drei in den Wettbewerb startenden Schauspieler*innen, unterstützt von einem unserer großartigen Musiker, müssen für die Gunst des Publikums alles geben, sie spielen, sie singen, sie inszenieren, sie stellen sich der Herausforderung eines Poetry-Slams. Thematisch kreist alles um die Hauptstadt, und natürlich ist alles 100% improvisiert! Vorstellungsdauer ca. 2x50 Minuten zzgl einer 15minütigen Pause
Aufführungen | Theater

Die Gorillas präsentieren: Perspektiven

Die Gorillas | Improvisation Berlin

Björn Harras und Roland Trescher improvisieren alltägliche Momente und lassen uns tiefer blicken. Was steckt dahinter? Worum geht es hier eigentlich? Die beiden Spieler entdecken neue Perspektiven und zeigen die Relevanz der Situationen auf, an denen wir meist achtlos vorüber gehen. Eine Impro Show mit Überraschungen und berührenden Momenten. Vorstellungsdauer ca. 2x50 Minuten zzgl einer 15minütigen Pause

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