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Die Schatzinsel Potsdam und die Musical entdecken e.V.

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

In unserem Musical-Doppelpaket gehts märchenhaft satirisch zu! "Schneewittchen reloaded“ interpretiert die bekannten Figuren unterhaltsam neu mit einem Zauberspiegel, der keinen Bock hat und kennt ihr schon den Pilzfluencer? „Herr Zwerg und die 7 Showwittchen“ ist ein bitterböser Musical - Kommentar vom preisgekrönten Komponisten Tom van Hasselt zu Casting-Shows und „Superstar-werden-wollen“. Freitag 26. Juni 19.00 Uhr Samstag 27. Juni um 18.00 Uhr Sonntag 28. Juni um 16.00 Uhr Tickets € 18 ermäßigt € 12
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IN DER BLÜTE MEINER ABNUTZUNG

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Als ich jung war, war alles anders! Da waren Singles noch aus Vinyl und nicht aus Verzweiflung. Da konnte ich mich noch an alles erinnern, egal ob es passiert war oder nicht. Mittlerweile bin ich vielseitig desinteressiert. Aber seitdem ich mir vorstelle, dass Politikern beim Reden Seifenblasen aus dem Mund aufsteigen, ist das Gesprochene wenigstens was fürs Auge. Michael Ranz lässt sich in seinem fünften Soloprogramm von Tobias Saalfeld wieder reichlich satirische Worte in den Mund legen. Das ergibt zwei Übungsstunden im Schmunzeln, Lachen, Wiehern und Schenkel klopfen. Also Handys aus und einfach mal das Leben genießen!!! Ticketpreis: ab 26,00€ Donnerstag, 26.03.26 - 1. Voraufführung Freitag, 27.03.26 - 2 Voraufführung Samstag, 28.03.26 - Premiere
Aufführungen | Kabarett

Ich könnt schon wieder...!

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Die Akteure dieses Programms – RANZ & MAY - gehören einer Generation an, in der es darauf ankommt, so spät wie möglich jung zu sterben. Die drei weißen Männer sind so alt, die starten ihre Netflix-Serien aus Gewohnheit 20:15 Uhr, die halten ihr Handy zum Telefonieren immer noch ans Ohr und sie machen weiterhin ihre Witze über Politiker – warum auch nicht?! Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ Siehe Karl Valentin. Ticketpreis: 26,00€
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KI sucht WG

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Was ist Fakt und was ist Fake? Laut "Bild" wurde jetzt eine KI im Fitnessstudio gesehen, sie trainierte ihre Algorithmen. Was versteht man unter "Gelegenheitsverkehr"? Hat es mit Sex zu tun, oder mit Taxis und Mietwagen? Fragen über Fragen denen sich BELLA LIERE und ANDREAS ZIEGER in ihrem aktuellen Programm des Potsdamer Kabaretts stellen. Und sie kommen zu folgender Erkenntnis: Würden Fakes, Halbwahrheiten und Politikerlügen leuchten, wäre die Erde heller als die Sonne. Positiv gesehen, wäre damit das Energieproblem gelöst! Bella Liere & Andreas Zieger Ticketpreis: ab 26,00€ Vorverkauf: 0331 291069
Aufführungen | Kabarett

Besser Sex nach Sechs als Fünf vor Zwölf

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Ja, wir sind rundum gehetzte Leute. Immer auf der Jagd nach dem optimalen Optimum. Zum Glück erlernen Sie bei uns noch klimaneutrale Strategien für Selbstoptimierung und sozial verträgliches Überlebenstraining! BELLA LIERE (für die U-50 Kunden) und ANDREAS ZIEGER (für die Ü-50 Kunden) werden Ihnen therapeutische Tricks verraten, die Sie über die finsteren Umstände unserer Zeit hinweglachen helfen, mit viel Musik und gemeinschaftlichem Spaß! Ein kleiner Tipp vorweg: Rühre dein Frühstücks-Müsli mit Eierlikör an und der Tag sieht schon viel freundlicher aus! Und merke: Gibt es keine Lösung, gibt es auch kein Problem! Ticketpreis: ab 26,00€ Tel.: 0331 291069
Aufführungen | Aufführung

SOUVERÄN

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

"Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet." – Carl Schmitt war auch so ein Großmaul, sonst wäre er nicht Görings Eierlikör geworden. Deutschlands ärgster Advokat schrieb den berühmten Satz 1928, seitdem kauen wir drauf rum. Kaum hundert Jahre später ist an jeder Ecke Ausnahmezustand – aber wer ist Souverän? Die einen sagen so, die anderen: das Volk, die Wahrheit liegt wie immer ganz woanders. Kabarettist Mathias Tretter findet sie bei Freund Ansgar: "Bekifft sein ist Ausnahmezustand, und ich hab’ mich für ihn entschieden." Der Demokratie mag die Herrschaft allmählich abhanden kommen, deshalb muss man noch lange nicht die Selbstbeherrschung verlieren. Es sei denn, man nässt sich ein vor Lachen – aber ist das nicht das Souveränste überhaupt? Ticketpreis:29,00€
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Sex, Suff u.a. Schadenfälle

Kabarett Obelisk - SatireTheater Potsdam

Matthias Machwerk ist der Nahkämpfer des Humors. In einem Gag-Dauerfeuer erzählt er von Männern, die auf dem letzten Loch pfeifen und Pfeifen, die glauben sie wären Männer. Machwerk kämpft gegen Humorlosigkeit, kulturelle Aneignung und sexuelle Abneigung. Er lästert über Paare, Paarungen und das Gendern. Und er berichtet über bewegungsfaule Jugend, arbeitsfaule Influencer und verrückte Zeiten in der DDR. Erleben Sie rasanten Humor, ehrlich, direkt und politisch unkorrekt. Nicht verpassen! Lachen macht schön, egal wie man aussieht. Ticketpreis: 29,00€
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Ach, Mom!

Deutsches Theater Berlin

Es beginnt in einem Wohnzimmer, wie in jeder Sitcom. Und endet im Delirium. Ach, Mom! ist eine choreografierte Multicam-Inszenierung für vier Schauspieler:innen, bei der Techniken aus der musikalischen Komposition auf das Vokabular des Schauspiels übertragen werden. Komplexe Erzählmuster entstehen nicht durch Handlung, sondern durch rhythmische Überlagerung, Phasenverschiebung und fein getimte Körperinteraktionen. Gesten werden von ihren Funktionen entkoppelt, Objekte verlieren ihre Subjekte, Stimmen schweben zwischen Lip-Sync und realer Sprache. Die Kamera übernimmt nicht länger die Rolle des neutralen Beobachters, sondern emanzipiert sich – zoomt, verpasst, insistiert. Was als Sitcom beginnt, endet im Rausch einer neuen, grotesken Theatersprache. Ach, Mom! ist keine Erzählung über Familie – sondern eine Partitur über ihre Zeichen. Ein Delirium aus Rhythmen, Blicken, Routinen und Brüchen. Eine Sitcom, die sich selbst zum Explodieren bringt, um aus ihren Trümmern ein neues Modell performativer Erzählung zu bauen. Der Komponist, Multimediakünstler und Regisseur Nico Sauer untersucht in seinen Projekten zwischen Musiktheater, bildender Kunst und Performance die Grenzen musikalischer Komposition und theatraler Genres und konnte mit seinem Projektvorhaben Ach, Mom! die Jury des Open Calls überzeugen. „Ich bin es gewohnt durch's Raster zu fallen.” Nico Sauer spricht im Interview über Verblüffung, das Wandeln zwischen den Sparten und das Loslassen lernen. Regie: Nico Sauer Ausstattung: Maria Magdalena Emmerig Dramaturgie: Johann Otten
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Polaris

Deutsches Theater Berlin

Premiere: 5.6.2026 „Nervenzusammenbruch in der Antarktis – russischer Forscher sticht Kollegen nieder“ – titelte das Focus-Magazin im Oktober 2018. Beide Männer, Oleg B. und Sergeij S., waren begeisterte Leser, und füllten so die langen Stunden in der antarktischen Einsamkeit. Eines Tages hatte Oleg seinem Kollegen den Ausgang eines Buches verraten, worauf dieser ihn mit einem Messer lebensgefährlich verletzte. Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Streit um Bücher und Spoilern klingt, offenbart eine komplexe Geschichte über menschliche Grenzen in der unendlichen Weite der Antarktis. Als staatenloses „Niemandsland” ist die Antarktis einer der letzten gemeinsamen Räume der Menschheit, die vom Menschen noch weitgehend unbeeinflusst ist. Ihr ungestörter natürlicher Zustand bietet außergewöhnliche Bedingungen für wissenschaftliche Forschung und internationale Zusammenarbeit. Allerdings ist die Antarktis in einem neuen Zeitalter des Imperialismus fragil geworden. Daher ist sie nicht nur ökologisch, sondern auch politisch ein besonderer, ein utopischer Ort. Auf den Spuren des Verbrechens in dieser einzigartigen Landschaft reist der Regisseur Jan-Christoph Gockel, der zuletzt am DT den gefeierten Theatermarathon Hospital der Geister inszenierte, im Januar 2026 mit dem Dokumentarfilmer Lion Bischof und den Schauspieler:innen Julia Gräfner und Wolfram Koch auf die Neumayer-Station III in die Antarktis. Am Ende der Reise steht ein surreales Mocumentary-Theaterstück zwischen Fiktion und filmischer Dokumentation, in dem die weiße Landschaft der Antarktis nicht nur zur Landkarte des Erzählens wird, sondern auch zum Spiegel der menschlichen Seele. Eine Koproduktion des Deutschen Theater Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Théâtre National du Luxembourg, in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut, gefördert vom DT Freundeskreis und mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts. Regie: Jan-Christoph Gockel Bühne und Kostüme: Julia Kurzweg Dokumentarfilm, Video, Kamera: Lion Bischof Musik: Anton Berman Licht: Marco Scherle Recherche: Serge Okunev Dramaturgie: Daniel Richter
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Der Gesang des Pottwals

Deutsches Theater Berlin

Premiere: 31.5.2026 Musical, große Oper, sozialkritisches Pamphlet, Liederabend Musical, große Oper, sozialkritisches Pamphlet, Liederabend, Morgen, Mittag und Nacht bis zum neuen Tag. Für fünf bis sechs Irre vom Theater und einen schlauen Pianisten. So ein Pottwal ist kein kleines Tier. 100 Tonnen Tran, Fleisch und Fett – für einen regulären Bühnenbetrieb untragbar. Aber Theatermenschen sind erfinderisch. Für unsere große Oper Der Gesang des Pottwals haben wir deshalb gleich eine ganz neue Spielstätte erfunden. Open Air, dadurch barrierefrei auch für Meeressäuger. Denn ohne Pottwal keine Oper. So wird hinter dem Deutschen Theater ein Orchestergraben ausgehoben. Eine Arena unter den Sternen erbaut. Verona. Melodien für Millionen. Chöre, Extrachöre, Zusatzchöre, Fischerchöre. Der Kaufmann und die Netrebko, mindestens! Wasserbecken und Fontänen auf der Bühne, Feuer, Pyrotechnik und 20 Tonnen deutscher Klärschlamm … wofür war der noch gleich? Heiner Bomhard ist Regisseur und Komponist. Am DT war er zuletzt Spieler in und musikalischer Kopf hinter den beiden Kultmusicals Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs sowie Die Insel der Perversen. Mit Der Gesang des Pottwals wechselt Bomhard nun ins ernste Opernfach. Es wird tragisch. Und dramatisch. Und erhebend in aller Kreatürlichkeit. Pottwal-Ehrenwort. Regie, Komposition: Heiner Bomhard Bühne: Olaf Grambow Kostüme: Carlotta Weiß Dramaturgie: Bernd Isele
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Jugend ohne Gott

Deutsches Theater Berlin

„Was für eine Generation wird das sein? Eine harte oder nur eine rohe?” In einer Welt, die von totalitärer Ideologie und moralischer Kälte geprägt ist, erzählt Ödön von Horváths Roman Jugend ohne Gott (1937) eine beklemmende Geschichte über Schuld, Verantwortung und den Verlust von Werten. Ein Lehrer gerät in einen Konflikt zwischen seiner eigenen moralischen Haltung und den gesellschaftlichen Erwartungen seiner Zeit. Als er sich weigert, die rassistischen und menschenverachtenden Ansichten seiner Schüler zu akzeptieren, wird er zunehmend isoliert. Während eines Zeltlagers, das der militärischen Erziehung der Jugendlichen dient, spitzen sich die Ereignisse zu: Ein Mord geschieht, und der Lehrer wird ungewollt zum Mitwisser in einem Netz aus Verrat, Misstrauen und Schuld. In seiner Suche nach Wahrheit und moralischem Handeln wird er mit der Frage konfrontiert, wie man sich in einer Welt voller Unmenschlichkeit behaupten kann – und was es bedeutet, Verantwortung für die eigene Mitwirkung an einem Unrecht zu übernehmen. Jugend ohne Gott ist eine zeitlose Parabel über die Manipulierbarkeit von Menschen und die Notwendigkeit von Zivilcourage. Horváths Werk bleibt erschreckend aktuell und stellt uns vor die drängende Frage: Was passiert, wenn Gesellschaften ihre Werte aufgeben und moralisches Handeln zum Risiko wird? Regie: Emel Aydoğdu Bühne: Eva Lochner Kostüme: Louise-Fee Nitschke Video: Tama Ruß Licht: Marco Scherle Dramaturgie: Jasmin Maghames, Karla Mäder empfohlen ab Klasse 9
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Gier

Deutsches Theater Berlin

„Wenn Liebe käme…” Ist das immer noch die große Hoffnung? Romantik ist zum Konsumgut geworden, gelingende Beziehungen sind mühevoll, immer mehr Menschen suchen nach alternativen Beziehungsmodellen. Und dennoch: Die Liebe hat unsere Gesellschaft im Griff. Wer wäre nicht gerne aufgehoben, in den Armen einer:s Anderen? Gier , das theatrale Langgedicht der britische Dramatikerin Sarah Kane, spiegelt uns dieses Begehren. Das Stück exponiert die Innenwelt verzweifelter, hoch romantischer Liebender. Die Stimmen von Gier , sie suchen nach Nähe, sie wollen sich einander zumuten. Und doch bleibt ihr Wunsch nach Geborgenheit unerfüllt. Wie diesen Stimmen begegnen? Regisseur Christopher Rüping überführt Kanes Text in eine theatrale Versuchsanordnung: Während Maja Beckmann, Benjamin Lillie, Sasha Melroch und Steven Sowah den Text sprechen, beobachten wir eine fünfte Schauspielerin – Wiebke Mollenhauer – dabei, wie sie auf den Text reagiert. Was dann geschieht? Vielleicht können wir uns wieder mit den drastischen Schilderungen von Gewalt verbinden, für die Sarah Kane in den 1990er-Jahren berühmt wurde. Möglicherweise sehen wir uns selbst, eine Gesellschaft in Therapie, deren Gier nach Anerkennung und Bestätigung unstillbar scheint. Oder gelingt es dem Abend, die hungrigen Stimmen im Kopf für einen Moment in der Schwebe zu halten? Die am Schauspielhaus Zürich entstandene Inszenierung von Christopher Rüping wurde vielfach ausgezeichnet; Wiebke Mollenhauer wurde für ihre darstellerische Leistung zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Ab Februar ist der Theaterabend am Deutschen Theater zu sehen. Übernahme vom Schauspielhaus Zürich Inszenierung: Christopher Rüping Bühnenbild: Jonathan Mertz Kostüm: Lene Schwind Musik: Christoph Hart Video: Emma Lou Herrmann Licht: Robert Grauel Dramaturgie: Moritz Frischkorn In dieser Inszenierung werden psychische und physische Gewalt sowie die Themen Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Suizid auf sprachlicher Ebene thematisiert. Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
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Prima Facie

Deutsches Theater Berlin

Aus dem Englischen von Anne Rabe Trotz Bestnoten, Einser-Abi und ausgezeichnetem Bachelor-Abschluss: Zwei Drittel aller Studierenden der Top Law School werden ihr Studium nicht abschließen. Von denen, die es schaffen, wird nur die Hälfte als Jurist:in arbeiten. Und nur fünf davon als Anwält:in. Aber Tessa hat es geschafft. Aus dem Arbeiterkind, das sich seinen Platz hart erkämpft, wird eine erfolgreiche Strafverteidigerin, die mit Stolz ihre Rosshaarperücke trägt. Wie alle Strafrechtsanwälte glaubt Tessa an das Gesetz, an das System und an die Unschuldsvermutung, die für sie keine Floskel ist, sondern das Fundament einer zivilisierten Gesellschaft. Deshalb verteidigt auch sie die Angeklagten, sucht nach Lücken in der Anklage und prüft akribisch die Aussagen von Opfern und Zeugen. Und Tessa ist eine der Besten in ihrem Job. Ob Drogenprozesse, Korruptionsvorwürfe oder sexuelle Übergriffe: Tessa geht es um die juristische Wahrheit und den Beweis, mithilfe dessen ihre Angeklagten vor dem Gesetz für „unschuldig“ erklärt werden. Im Kreuzverhör spielen Sympathien keine Rolle, jede und jeder muss sich den scharfen Fragen der Anwältin stellen, auch Opfer vermeintlicher sexueller Übergriffe, deren Aussagen vor Gericht analysiert und auseinandergenommen werden. Bis zu dem Tag, an dem etwas passiert, was Tessa nie für möglich gehalten hätte: Ihr Kollege, mit dem sie eine Affäre hat, wird nach einem Date sexuell übergriffig. Während ihr Leben vor ihren Augen zusammenbricht, wird Tessa von der Strafverteidigerin zur Anklägerin und erlebt die Vorgänge im Gerichtssaal von der anderen Seite. "Prima facie" ist ein juristischer Terminus, der auf Deutsch Anscheinsbeweis heißt und so viel bedeutet wie "bis auf Widerruf" oder "solange sich keine neuen Evidenzen einstellen". Kann das System, an das Tessa so sehr geglaubt hat, sie schützen – oder lässt es sie am Ende im Stich? Der preisgekrönte Monolog der australischen Autorin Suzie Miller wurde 2019 in Sidney uraufgeführt und hat bereits erfolgreich im Londoner Westend und jüngst am Broadway Premiere gefeiert. Regie: András Dömötör Bühne und Kostüme: Moïra Gilliéron Musik: Tamás Matkó Dramaturgie: Jasmin Maghames Wir weisen darauf hin, dass dieses Theaterstück auch sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung und Traumabewältigung thematisiert. In diesem Stück kommen Stroboskop-Effekte zum Einsatz. Dauer: 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause
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Der Fall McNeal

Deutsches Theater Berlin

Jacob McNeal ist das Paradebeispiel für den sprichwörtlichen alten weißen Mann und geradezu ein Prototyp einer heute zunehmend als toxisch gebrandmarkten Männlichkeit: ein berühmter US-amerikanischer Schriftsteller Ende 60, ein Charismatiker mit einem Alkoholproblem und ein bisschen ungehobelten Manieren, eine ehrliche Haut, prominent, erfolgreich, raumgreifend. Im Laufe des Lebens hat er sich seine Bildung, seine Sprachmacht und seinen Platz in der Literaturgeschichte seines Landes hart erarbeitet und dabei ohne Rücksicht auf Verluste sich selbst, seine Beziehungen und seine Gesundheit ausgebeutet und ruiniert. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms (Literaturnobelpreis) und am Ende seines Lebens (Leberzirrhose) holt ihn seine Vergangenheit ein und überholt ihn eine Technologie, die ihn als Autor bedroht: Künstliche Intelligenz. Das Stück variiert inhaltlich und auch formal eines der großen poetologischen Probleme: die Tatsache, dass Literatur selten ganz originär ist und jeder Autor oder jede Autorin zunächst immer auch Leser oder Leserin ist. Als dieser arbeitet er oder sie sich bewusst oder unbewusst mit dem eigenen Schaffen an anderen Werken ab, genau wie die KI, die auch mit Texten und Daten gefüttert sein muss, damit sie etwas schreiben kann. Ayad Akhtar, der Autor dieses Theaterstücks, hat mit forschender Neugierde zwei Jahre lang intensiv eine KI trainiert, bis sie in der Lage war, dieses Stück zu schreiben – in seinem Stil, in seinem Sinn. Und ist dabei auf Probleme gestoßen: u.a., dass die KI kein literarisch interessantes Verhältnis zum Tod entwickelt, der ja eines der brennenden Menschheitsthemen ist. Wie wird KI unser Leben und Denken, unsere Gesellschaft und unsere Kunst verändern? Kann sich Theater als einer der letzten Orte analoger Vergemeinschaftung behaupten gegen die digitale Vereinzelung, die schon jetzt rasant um sich greift und zu einer ganz neuen Form von Einsamkeit und Beeinflussbarkeit führt? Und was wird KI im Kunstkontext künftig sein: Spielzeug, Assistent oder erstzunehmende Konkurrenz? All diesen Fragen geht Der Fall McNeal nach – als nachdenklich machendes well made play, dem eine technologische, moralische und literaturtheoretische Problematik zugrunde liegt. Regie: András Dömötör Bühne: Julia Plickat, Ann-Christine Müller Kostüm: Almut Eppinger Musik: Tamás Matkó Video: Zsombor Csegliédi Licht: Matthias Vogel Dramaturgie: Karla Mäder Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
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Hinkemann

Deutsches Theater Berlin

Der ehemalige Soldat Eugen Hinkemann kehrt versehrt aus dem Krieg zurück: Eine Kriegsverletzung hat ihn sein Genital gekostet, und damit auch sein Selbstwertgefühl und seine Stellung in der Gesellschaft. Er kämpft nicht nur mit der Ablehnung seiner Umwelt, sondern auch mit der Verzweiflung seiner Ehe und der eigenen inneren Leere. Als er sich schließlich als Attraktion auf einem Jahrmarkt verdingen muss, wo er rohes Fleisch mit den Zähnen zerreißt, wird sein persönliches Schicksal zur bitteren Anklage gegen eine Gesellschaft, die ihre Helden verrät und ihre Menschlichkeit verliert. Stärke und Tapferkeit, Rationalität und Disziplin, Arbeit und Karriere. Diese klassischen männlichen Attribute galten lange als das Bild eines Mannes. In der Versorgerrolle der Familie und geprägt von Patriotismus und Ehrenhaftigkeit war für den Mann im traditionellen Rollenverständnis wenig Raum für Sensibilität oder Schwäche. Im Nachgang des Ersten Weltkriegs gerieten alte Geschlechterrollen ins Wanken; Frauen hatten in der Kriegszeit verstärkt Erwerbsarbeit übernommen und der Verlust körperlicher Funktionen, wie bei Kriegsverletzungen, bedeuteten häufig auch den Verlust männlicher Identität. Ernst Toller schrieb mit seiner Tragödie über eine Zeit, in der die Kontraste zwischen traditionellem Rollenverständnis und neuen sozialen Herausforderungen zu einem Übergangszeitraum führten, in dem die Definition von Männlichkeit langsam begann, sich zu verändern – ein Prozess, der Jahrzehnte andauern sollte. Regie: Anne Lenk Bühne: Judith Oswald Kostüm: Daniela Selig Musik: Johannes Hofmann Video: Jonas Link Licht: Cornelia Gloth Dramaturgie: Jasmin Maghames
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Ismene, Schwester von

Deutsches Theater Berlin

Dreitausend Jahre hat niemand mehr an sie gedacht, war ihr Leben vergessen ebenso wie ihr Tod: Unerlöst befindet sich Ismene in einem Zwischenreich, nach einem Dasein ohne eigenen Inhalt und einem Ableben ohne Erinnerung. Alles an ihr scheint fremdbestimmt – durch die antiken Helden ihrer Familie, den Vater Ödipus, die streitbaren Brüder Eteokles und Polyneikes, besonders aber durch ihre Schwester Antigone, die gegen die Tyrannei ihres Onkels Kreon beispielhaft aufbegehrt, ein heroischer Weg, den Insmene nicht mitgeht. – Jetzt, dreitausend Jahre später, hat die niederländische Autorin Lot Vekemans diese Figur in der Vergessenheit aufgesucht und sie aus dem Schatten treten lassen. Nach einer Ewigkeit des Schweigens stellt sich Ismene ihrer Geschichte. Dass Susanne Wolff nach ihrer fulminanten Darstellung des Kreon in Ödipus Stadt ebenfalls in der Regie von Stephan Kimmig nun ausgerechnet diese Rolle spielt, ist mehr als nur eine Ironie des Theaterschicksals. Kreon ist der Mann, der Ismenes halbe Familie umbringt, ihren Vater Ödipus in die tödliche Verbannung schickt und Antigone zum Tod verurteilt. Nach dem großen Antigone-Drama kommt es in Lot Vekemans Fortschreibung des Mythos jedoch nicht zu einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Kreon und Ismene. Im Gegenteil. Beide leben in stiller Abgeschiedenheit weiter und als Kreon Jahre später schwer erkrankt, pflegt sie ihn geduldig bis zu seinem Tod, und so bilden sie, die Überlebenden des Mythos, im Geiste eine Art postapokalyptisches Paar. Übersetzung: Eva Pieper Regie: Stephan Kimmig Bühne und Kostüme: Anne Ehrlich Dramaturgie: John von Düffel Dauer: 1 Stunde, keine Pause
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Die Katze auf dem heißen Blechdach

Deutsches Theater Berlin

Deutsch von Jörn van Dyck, Fassung des Deutschen Theaters Berlin 2023 Viele Menschen verbinden mit der Katze auf dem heißen Blechdach den Film aus dem Jahr 1958 – mit Elizabeth Taylor und Paul Newman in den Rollen von Maggie und Brick, ein Kassenschlager der 50er Jahre und ein Filmklassiker bis heute. Mit dem allerdings der Autor Tennessee Williams nicht zufrieden war, denn er fand das auf seinem Theaterstück basierende Drehbuch verharmlosend. Dennoch werden Filmfans die Geschichte wiedererkennen: Die Pollitts kommen zu Ehren ihres Vaters und Großvaters, genannt Big Daddy, zusammen. Er ist das vermögende, autoritäre Zentrum der Familie, und der Geburtstag des Silberrückens muss gefeiert werden. Der ältere Sohn Gooper, erfolgreicher Anwalt, reist mit seiner Frau Mae und großer Enkelkinderschar an. Vom jüngeren Sohn Brick und seiner Frau Maggie hingegen gibt es bisher keinen Nachwuchs, was eines der bestimmenden Themen des Festes wird. Während Maggie danach strebt, den eigenen Kinderwunsch mit einem Leben als aufgeklärte Frau und modernes Paar zu vereinen, kämpft Brick mit Depressionen, ausgelöst durch das Ende seiner Sportlerkarriere und den Tod seines Jugendfreundes Skipper. Er ertränkt sie in Alkohol, was den Vorwurf von Versagen und Impotenz nach sich zieht, zudem Mutmaßungen über eine homoerotische Beziehung zu Skipper. Mitten in diese aufgeladene Stimmung platzt die Nachricht, dass Big Daddy unheilbar und bereits im Endstadium an Krebs erkrankt ist: Die Party wird zum Totentanz. Draußen zieht ein Sturm auf und pfercht die Familienmitglieder zusammen. Drinnen werden die Stürme zu Orkanen: Die Konflikte eskalieren. Im Beisein von Doktor Baugh und Reverend Tooker, versucht Mutter Pollitt den Laden zusammenzuhalten – wütend über den Streit ums Erbe und die vermeintliche Habgier von Gooper und Mae, verzweifelt über Bricks Alkoholsucht und Maggies Kinderlosigkeit, sowie in Trauer über den bevorstehenden Verlust ihres Partners und des gemeinsamen Konstruktes. Tennessee Williams‘ Text von 1955 ist in seinem Geflecht aus Lieben, Lügen, Leiden ein neuzeitlicher Klassiker. Im Mikrokosmos Familie stellt er unterschiedlichste Lebensmodelle zur Diskussion, lässt individuelle Bedürfnisse, Nöte und Sehnsüchte aufeinanderprallen, erzählt von Abhängigkeiten und Dynamiken. Seine Figuren sind allesamt Opfer und Täter zugleich: nahbar in ihrer Suche nach Schutz, Verständnis und Wärme, aber ebenso brutal in ihrem Trieb nach Bestätigung, Profilierung und Vorteil. Nervöse Katzen auf einem heißen Blechdach, die den Entschluss zum Absprung so lange hinauszögern, bis die Hitze unerträglich wird. Hier schenkt sich niemand nichts – was einer gewissen Komik nicht entbehrt. Regie: Anne Lenk Bühne: Judith Oswald Kostüme: Sibylle Wallum Musik: Ingo Schröder Licht: Cornelia Gloth Dramaturgie: David Heiligers Dauer: 2 Stunden, keine Pause empfohlen ab Klasse 9
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Forever Yin Forever Young

Deutsches Theater Berlin

In den Songs und Texten von Funny van Dannen sind Sinn und Unsinn, das Politische und das Private, das Kritische und das Alltägliche bis zur Ununterscheidbarkeit miteinander verwoben. Daher rühren ihre Tiefe und ihre Nahbarkeit. Oft handeln sie, mit den Worten der Frankfurter Rundschau, „von Leuten, die aufs falsche Pferd gesetzt haben und sich anschließend fragen, ob das überhaupt ein Pferd war“. Kaum jemand ist in der Lage, deutsche Befindlichkeiten so fein zu sezieren wie der Maler, Schriftsteller und Musiker Funny van Dannen. Grund genug für Tom Kühnel und Jürgen Kuttner, aus seinem Schaffen eine musikalische Revue herauszuarbeiten, die aus dem Wahnsinn unserer Zeit etwas Vernünftiges zaubert: „Lass uns in den Park gehen / und den Hang hinunterrollen / oder hast du eine bessere Idee / wie wir dem Wahnsinn unserer Zeit begegnen sollen.“ Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner Bühne und Video: Jo Schramm Kostüme: Daniela Selig Musik: Matthias Trippner Dramaturgie: Claus Caesar In diesem Stück kommen Stroboskop-Effekte zum Einsatz. Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Endspiel

Deutsches Theater Berlin

Schon zu Beginn verkündet Clov mit tonloser Stimme dem blinden und bewegungsunfähigen Hamm: „...Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ Trotzdem machen beide weiter und spielen nach genau festgelegten Regeln ihr ritualisiertes Spiel. Konkrete Erinnerungen an Vergangenes mischen sich mit aktuellen Sticheleien der in Hass und Liebe verbundenen Figuren. Sie sind gefangen in einer mythischen Ordnung, aus der es für sie kein Entrinnen gibt. Wie also Endspiele spielen, wenn alles schon zu Ende ist? In dem 1956 geschriebenen Stück demonstriert Beckett, umgeben vom optimistischen Geist des Wiederaufbaus, die Manipulierbarkeit des geschichtlichen Diskurses, dessen unüberbrückbare Differenz zur realen Geschichte. Die Welt außerhalb scheint tot, aber solange gespielt wird auf der Bühne, im Theater und im Leben, solange muss gelebt werden - wenn man nicht so stoisch wie folgenlos das Leben selbst als Sterben bezeichnet. Beckett treibt mit Entsetzen Scherz und ist als genuiner Clown ernst zu nehmen, ohne dass die Unterscheidung von Ernst und Spaß noch alten Begriffen folgte. Jan Bosse zeigt mit Ulrich Matthes als Hamm und Wolfram Koch als Clov Becketts ironischen Widerstand gegen die als hoffnungslos erscheinenden Verhältnisse. Regie: Jan Bosse Bühne: Stéphane Laimé Kostüme: Kathrin Plath Musik: Arno Kraehahn Dauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
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fünf minuten stille

Deutsches Theater Berlin

Premiere: 19.5.2026 Wie schön wäre es, einmal der Stille zu lauschen, wenn auch nur für ein paar Minuten. Drei Figuren versuchen nur fünf Minuten Ruhe zu finden. Doch das stetige Rauschen aus Meinungen und Haltungen der Welt zum Verstummen zu bringen, erweist sich als schwerer als gedacht. Denn irgendwo sind immer die anderen da draußen. Im Rahmen unserer Newcomer-Reihe Debüt in der Box bringt Giulia Lancellotti, Regieassistentin am Deutschen Theater, Leo Meiers sprachwitziges Stück auf die Bühne. REGIE: Giulia Lancellotti

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