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Aufführungen | Show

BLINDED by DELIGHT

Friedrichstadt-Palast

Die Show BLINDED by DELIGHT nimmt Dich mit auf eine bewegende Reise in die Welt der Träume und des Glücks. Erlebe blendende Show-Unterhaltung mit über 100 wundervollen Künstlerinnen und Künstlern auf der größten Theaterbühne der Welt - einfach traumhaft schön! Oh, wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen. Als Luci die Augen aufschlägt, ist sie umfangen von ihren schönsten ungelebten Träumen. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt, ihr altes Leben nur noch ein fernes Echo. Jeder ihrer Atemzüge ist wie ein Pinselstrich, jeder Raum, der sich öffnet, eine Symphonie ungeahnter Möglichkeiten. Und vor ihr - der Mann ihrer Träume. Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Mit allem, was er hat, kämpft er um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben? BLINDED by DELIGHT ist eine alle Sinne überwältigende Erinnerung ans Glücklichsein. Wer weiß, vielleicht steht am Anfang jeder Veränderung doch ein Traum, der festgehalten werden will und nicht verfliegt. Alles Lüge oder Liebe? BLINDED by DELIGHT drückt diesen emotionalen Zwiespalt aus und kann mit „Geblendet vor Entzücken“ als auch „Verzaubert vor Glück“ übersetzt werden. Ein leidenschaftlicher Tanz der ganz großen Gefühle. Dauer: ca. 2,5 Stunden, inkl. 30 Min. Pause Alter: Ab 8 Jahren Sprachen: Auch geeignet für Gäste ohne Deutschkenntnisse Tickets: ab 19,80 € (Der Vorverkauf ist bereits bis Ende 2026 geöffnet!) SOMMERPAUSE: Keine Vorstellungen vom 12.07. bis 13.08.2026
Aufführungen | Schauspiel

Orestie

Kleist-Festtage

Drei Morde, ein Fluch – und die Frage, was Gerechtigkeit heute bedeutet: Mit »Orestie« in der Fassung von Robert Icke bringt das Theater Vorpommern einen antiken Stoff auf die Bühne, der beklemmend gegenwärtig wirkt. Im Zentrum steht weniger das äußere Geschehen als die psychologische Verdichtung eines zerstörerischen Beziehungsgeflechts, insbesondere zwischen Mutter und Sohn. Robert Icke überführt die über 2.500 Jahre alte Vorlage in eine Gegenwart, die geprägt ist von neuen Medien und öffentlicher Urteilskultur. Eingebettet in eine Gerichtsverhandlung stellt der Abend die grundlegenden Fragen unserer Zivilisation neu: Was unterscheidet Rache von Recht? Wo beginnt Gesellschaft – und woran zerbricht sie? Ein politisch brisantes, fesselndes Familiendrama. Mit der gefeierten Berliner Schauspielerin Judith Rosmair als Klytaimnestra – eine Rolle voller Macht, Verletztheit und Konsequenz. Inszenierung: Torsten Fischer Bühne: Herbert Schäfer Kostüme: Vasilis Triantafillopoulos Dramaturgie: Nadja Hess Mit: Hannes Rittig, Judith Rosmair, Jakob Schleert, Paula Dieckmann, Annika Gräslund, Gabriele Völsch, Markus Voigt, Jan Bernhardt, Christiane Schoon Theater Vorpommern in Koproduktion mit dem Kleist Forum
Aufführungen | Schauspiel

Frankfurter Premiere: Debritz

Kleist-Festtage

Im äußersten Winkel Thüringens, am Fuße des Kyffhäusers, liegt das fiktive Örtchen Debritz. Hier machen der Zuckerrübenbäuerin Peggy und ihrem Freund Maik nicht nur drei heiße Sommer zu schaffen, sondern auch die örtliche Solequelle, die in ihr Grundwasser leckt. Für Peggy ist klar: Die Quelle muss trockengelegt werden, damit Debritz weiterleben kann – doch der Bürgermeister und die Salinenehemaligen wollen davon nichts hören. Sie träumen lieber von der ruhmreichen Vergangenheit der Salzstadt und glauben fest daran, dass Kaiser Barbarossa wiederauferstehen und ihre Geschicke zum Guten lenken wird. Auch Simone aus Böblingen mischt in Entwicklungsfragen des Ortes mit. Von all dem scheinbar unberührt ist nur der Salzgeist, eine überzeitliche Naturgewalt, die von der menschlichen Schicksalsergebenheit wenig hält – bis Peggy einen radikalen Plan fasst. »Kaleb Erdmann bewegt sich mit seinem Stück virtuos zwischen Welten, Genres und Wirklichkeiten«, begründete die Jury die Verleihung des Kleist-Förderpreises für neue Dramatik 2026. »Zwischen Volkstheater, Märchen, Satire und Sozialdrama ist Debritz vor allem eins: ein lustvolles Plädoyer fürs Theater.« Regie: Brit Bartkowiak Bühne und Kostüme: Hella Prokoph Musik: Jeremy Heiß Dramaturgie: Sarah Charlotte Becker Mit: Claudia Hübschmann, Antonia Mohr, Rebecca Seidel, Jannik Süselbeck, André Wagner Badisches Staatstheater Karlsruhe in Koproduktion mit dem Kleist Forum
Aufführungen | Aufführung

Was tun mit Kleist?

Kleist-Festtage

Studierende der Viadrina zeigen in der „Offenen Werkstatt“ Projekte zwischen Forschung, Gestaltung und Wissenschaftskommunikation – darunter ein Hörspiel-Podcast und eine Ausstellung im Zeitschriftenformat. Ein Abend über Fragen, Experimente und neue Wege, Kleist zu erzählen. Mit: Nico Burgmeier, Christin Eichstädt, Christoph Pabel, Jan-Marius Rogler
Aufführungen | Performance

Uraufführung: Kätzchen Käthchen

Kleist-Festtage

Performance und Installation frei nach Heinrich von Kleists »Käthchen von Heilbronn« mit Texten von Lea Langenfelder Sieben junge Performer:innen begegnen Käthchen: einer über 200 Jahre alten Figur, deren Geist sich bis heute an den Wassern der Oder umtreibt, als Ikone, Projektionsfläche und Trägerin tradierter Frauenbilder. Zwischen Erinnerung, Körper und Widerstand fragen sie, wie Herkunft und gesellschaftliche Normen unsere Identität formen. Siebenmal sterben sie, siebenmal werden sie als Katzen neu geboren und überführen die Wiederaneignung Käthchens in einen feministischen Akt gegen romantisierte Weiblichkeit und patriarchale Erzählungen. Regie und Übersetzung: Beata Anna Schmutz Szenografie und Kostüme: Sophie Lichtenberg Video: Karolina Serafin Sound: Friedrich Byusa Blam Dieses Projekt wird gefördert aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg – Polen, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).
Aufführungen | Schauspiel

Käthchen neu denken

Kleist-Festtage

Was bleibt von Käthchen – und was widersetzt sich? Einen Tag nach der Premiere von „Kätzchen Käthchen“ der Bürgerbühne im Kleist Forum geben Regisseurin Beata Anna Schmutz und Autorin Lea Langenfelder Einblicke in ihre Arbeit frei nach Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“. Im Gespräch mit Dr. Barbara Gribnitz geht es um feministische Lesarten, künstlerische Prozesse und eine Inszenierung zwischen Erinnerung und Aufbegehren.
Aufführungen | Schauspiel

Kohlhaas (no limits)

Kleist-Festtage

Kleists 1810 erschienene Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der aus Rache für ein erfahrenes Unrecht einen beispiellosen Kreislauf der Gewalt entfesselt, ist ein rasanter Thriller über Recht versus Gerechtigkeit und das Aufbegehren eines Individuums gegen ein System. Kohlhaas ist ein Berserker, eine Figur von höchster moralischer Ambivalenz. Am Ende seines Feldzugs liegen Städte in Trümmern und Kohlhaas selbst findet sich auf dem Schafott wieder. Mit einem heutigen Blick schaut Autor und Regisseur Felix Krakau auf Kleists berühmte Erzählung und fragt nach der Berechtigung der Mittel, nach Auswegen aus dem Strudel und ob es einfache Lösungen in einer komplexen Welt geben kann. Regie: Felix Krakau
Aufführungen | Theater

"QUARTETT" - Eifersucht, Wut, Liebe & Furcht zugleich... (Brecht)

Theater Ost

Zusammen mit 4 jungen Sänger/innen der Meisterklasse für Musiktheater/Gesang und unter Mitwirkung des Schriftstellers und Dramatikers Christoph Hein zeigt die Opernsängerin und Regisseurin mariAhusmann eine Musiktheatercollage mit Werken von Aperghis, Berg (Büchner), Francesconi (H. Müller), Ligeti, Mozart, Schubert, Schumann, Weill u.a. Vier junge Sänger/innen und ein Pianist begeben sich gemeinsam auf eine emotionale Reise, die die ganz großen Gefühle, die Facetten der Verliebtheit und ihrer Gegensätze erforscht. Werke unterschiedlichster Komponisten und Epochen – mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik – werden zu einer zusammenhängenden Handlung verwoben. So entsteht ein Abend, der Musik und szenisches Erzählen auf besondere Weise verbindet, der Bekanntes neu erlebbar macht und musikalische Grenzen spielerisch überschreitet. Das internationale Ensemble bringt dabei verschiedene künstlerische Perspektiven zusammen und schafft einen lebendigen Dialog über Emotionen, Beziehungen und menschliche Begegnungen. Die Mitwirkenden sind: Marie Gruber Sopran, 20 (Österreich) Beatriz Gaudencio Ramos Sopran, 26 (Portugal) Anthony Gastaldi Bass, 20 (Deutschland/Frankreich) Johannes Worms Bariton, 29 (Deutschland) Liam Dugelay Musikalische Leitung & Piano, 22 (Kanada/Frankreich) Christoph Hein, GEGENREDE Christoph Hein, 1944 in Schlesien geboren, studierte Philosophie und Logik in Leipzig. Er arbeitet als Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Essayist. Für seine Theaterstücke, Erzählungen und Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis. Mit GEGENREDE ist Christoph Hein Teil der Collage unter der Regie seiner Frau, mariAHusmann. mariAhusmann , Konzept & Regie Die Opernsängerin, Schauspielerin und Regisseurin mariAhusmann ist in der Opernwelt vor allem als Spezialistin für Neue Musik und zeitgenössisches Musiktheater bekannt. Stationen ihrer künstlerischen Tätigkeit waren u.a. die Hamburger Staatsoper, die Oper Stuttgart, die Staatsoper unter den Linden und das Berliner Ensemble. Seit 2004 folgten schließlich auch Regiearbeiten und Meisterklassen mit Werken des 20./21. Jahrhunderts. Im kommenden Jahr wird mariAhusmann an der Mailänder Scala die für sie von György Kurtág komponierte Oper „Die Stechardin“ (Libretto: Christoph Hein) singen. Was erwartet Sie? Es wird ungewöhnliche Vokaltechniken zu hören geben - Husten, Schnalzen, Tremolieren, Lachen, Heulen, aber auch „Schöngesang“ mit Trillern, Portamenti und Vibrato. Beides gehört ins normale Repertoire eines heutigen Sängerdarstellers. Das Studio für Musiktheater hat ein neues, spannendes, berührendes und freches Programm erarbeitet und zählt auf Zuschauer, die wieder mal „Lust auf Neues“ haben. In Kooperation mit dem peter-palitzsch-haus e.V. Havelberg und der MariaHusmannSTIFTUNG e.V. Karten im Vorverkauf: 34 € Karten an der Abendkasse: 38 € Das Theater ist ab 18:30 Uhr geöffnet
Aufführungen | Performance

Omar Musa & Mariel Roberts Musa: Just the Two of Us

internationales literaturfestival berlin: ilb

Was braucht es, um im Leben und in der Kunst zusammenzuarbeiten? Der Poet Omar Musa und die Cellistin Mariel Roberts Musa erschaffen und performen gemeinsam, geprägt durch die Kunst des anderen. Wie hört ein Poet Musik, wie hört eine Musikerin Lyrik? Ausgehend von Erinnerungen des gegenseitigen Zuhörens erkunden sie performativ, wo Sprache und Klang sich begegnen, gefolgt von einem Gespräch. »Für sich allein (…) atemberaubend; zusammen sind sie wirklich magisch.« (ArtsHub) Mit Omar Musa, Mariel Roberts Musa Es moderiert Jeet Thayil Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
Aufführungen | Performance

Jeet Thayil: One Last Unending Night for the World

internationales literaturfestival berlin: ilb

Ein Gespräch über die melancholische, apokalyptische Gegenwart in Jeet Thayils Werk und über den Balanceakt, präzise und dabei zwischen den Genres zu schreiben. Mit Blick auf die Romane »Narcopolis« (Ü: Bernhard Robben), »Low« und »The Elsewhereans« spricht er über seine Arbeit. Es folgt eine Lesung von Gedichten über Inspiration, Erinnerung und Verlust, über die »elegante und zugleich eindringliche Darstellung der tiefgreifenden Situation des Menschseins in unserer Zeit« (Frontline), begleitet von der ILB House Band. Mit Jeet Thayil Es moderiert Simone Schröder Mit musikalischer Begleitung der ILB House Band Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence
Aufführungen | Performance

This Be the Beat: A Performance

internationales literaturfestival berlin: ilb

Zum Finale des Curator in Residence-Programms wenden wir unsere Gesichter noch einmal alle in Richtung der Bühne, wenn Tishani Doshi, Anthony Joseph, Omar Musa und Jeet Thayil zusammenkommen. Nacheinander, miteinander, nebeneinander werden sie Gedichte vortragen, in lyrischen Austausch gehen, performativ erschaffen und gemeinsam mit der improvisierenden ILB House Band ein grandioses Finale präsentieren: Eines für die Geschichtsbücher! Mit Tishani Doshi, Anthony Joseph, Omar Musa, Jeet Thayil Mit musikalischer Begleitung der ILB House Band Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 90' 12€, ermäßigt 8€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
Aufführungen | Performance

Tishani Doshi & Natsuko Kono: Movement is the Message

internationales literaturfestival berlin: ilb

Körpersprache bekommt eine neue Bedeutung, wenn Tishani Doshi und Natsuko Kono die Bühne betreten. Die Lyrikerin wird im Austausch mit der Tänzerin Kono durch Bewegung Räume für Sprache schaffen. Indische Lyrik trifft auf japanische Avantgarde, den ›Tanz der Finsternis‹. Körper trifft auf Wort, so entsteht eine einmalige Performance. Oder wie Doshi sagt: »Poesie und Tanz haben eine gemeinsame Verletzlichkeit: sich im Dunkeln zu zeigen«. Mit Tishani Doshi, Natsuko Kono Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
Aufführungen | Performance

Sunville: Afrofuturistische Performance

internationales literaturfestival berlin: ilb

Überlebende des Meeres flüchten auf eine Insel und errichten dort eine neue Gemeinschaft jenseits von Herkunft und Macht. Für das Musiktheaterstück »Sunville« schrieb Fiston Mwanza Mujila die Texte, Sofia Jernberg die Musik. Gemeinsam geben sie eine exklusive Preview vor ihrer Premiere an der Deutschen Oper Berlin. Zwischen Afrofuturismus und spirituellem Jazz stellt der Abend die einfache Frage: Wie wollen wir leben? Mit Sofia Jernberg, Fiston Mwanza Mujila Es moderiert Philip Geisler Auf Englisch und Deutsch Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€ In Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin.
Aufführungen | Performance

Eileen Myles: How to Live Twice

internationales literaturfestival berlin: ilb

Lyrik-Rockstar trifft Jazz-Impro! Eileen Myles ist zurück in Berlin und begibt sich für eine einzigartige Veranstaltung in einen sprachlich-musikalischen Austausch mit der ILB House Band. Myles nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch their mehr als zwanzig Bücher umfassendes Werk. Im anschließenden Gespräch mit Jeet Thayil wird das Performte besprochen und gefragt: Was bedeutet musikalische Kollaboration? Und kann Lyrik ohne Performance existieren? Mit Eileen Myles Moderiert von Jeet Thayil Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 60' 12 €, Ermäßigt 8 € Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
Aufführungen | Aufführung

Lina Morgenstern - Wie eine Frau Berlin veränderte

THEATER IM PALAIS

Passend zu unserem Jahresmotto „Die Kraft der Frauen“ rücken wir in unserer Reihe der Berliner Persönlichkeiten eine fast vergessene Frau in den Fokus, deren Errungenschaften im Berlin des 19. Jahrhunderts beinahe wie ein Wunder anmuten: die Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Sozialaktivistin Lina Morgenstern. Gegen alle gesellschaftspolitischen Widerstände gründet die in Breslau in Preußen geborene Jüdin mit 18 Jahren ihren ersten Wohltätigkeitsverein, schreibt mehrere Bestseller, ruft die erste Zeitung von Frauen für Frauen ins Leben und organisiert den ersten Internationalen Frauenkongress in Deutschland mit Besucherinnen aus der ganzen Welt. Berühmt wurde sie nicht zuletzt für die Berliner Volksküchen, die sie initiierte und die ihr den Beinamen „Suppenlina“ einbrachten. Der mehrfach ausgezeichnete Autor und Filmemacher Gerhard J. Rekel, der u.a. für Terra X, Arte und ARD arbeitet, bringt anhand neuer Archivfunde und einer zweijährigen Recherche das spannende Leben von Lina Morgenstern auf die Bühne – gespielt von Alina Gause, die auch für die Kompositionen im Stück verantwortlich zeichnet. An ihrer Seite zu sehen sind Carl Martin Spengler und Dennis Weissert, den Sie aus unserer Hausproduktion „Georg Kreisler: Adam Schaf hat Angst“ kennen. Die beiden verkörpern Lina Morgensterns Wegbegleiter und Widersacher, die ihr allen Mut und Einfallsreichtum abverlangten, um das gesellschaftspolitische Leben mitgestalten zu können. Erleben Sie unsere neue Hausproduktion über eine außergewöhnliche Frau, deren Wirken Berlin nachhaltig veränderte! ALINA GAUSE (Spiel, Gesang) CARL MARTIN SPENGLER (Spiel, Gesang) DENNIS WEISSERT (Spiel, Gesang) Buch, Regie, Bühnenbild: GERHARD J. REKEL Musikalische Leitung, Komposition: ALINA GAUSE Kostümbild: KIRA PAULI, TATJANA HAJDUKOVA Wir danken der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt für die Unterstützung bei der Erarbeitung des Stücks.
Aufführungen | Szenische Lesung

Charlottengrad - Ein Stück Russland mitten in Berlin

THEATER IM PALAIS

Vor ziemlich genau 100 Jahren emigrierten Hunderttausende Russen nach Berlin. Die Oktoberrevolution 1917 und der darauffolgende Bürgerkrieg ließ zahlreiche Adlige, Geschäftsleute und Intellektuelle ihre Heimat verlassen. Während sich die politischen Köpfe unter den russischen Emigranten in Paris versammelten, wurde Prag zum russischen Wissenschaftszentrum jenseits der Grenzen. Und die Schriftsteller? Sie kamen nach Berlin! Fast alle bedeutenden russischen Autoren und Autorinnen des 20. Jahrhunderts lebten vorübergehend hier oder besuchten die Stadt, die Anfang der 20er Jahre zu einem regelrechten Versuchslabor des literarischen Exils wurde. So wohnten und schrieben in Berlin: Vladimir Nabokov, Wladislaw Chodassewitsch, Andrej Bely, Boris Pasternak, Viktor Schklowski, Marina Zwetajewa, Nina Berberowa, Alexej Remisow, Mark Aldanow, Alexej Tolstoi, Ilja Ehrenburg, Maxim Gorki und viele mehr. Zu dieser Zeit erhielt Charlottenburg den Spitznamen „Charlottengrad“; Berlin selbst wurde „Moskau an der Spree“ und „Dritte Hauptstadt Russlands“ genannt. Doch wie lebten die Emigranten damals in Berlin und wie nahmen sie die Stadt wahr? Bedeutete für sie das Leben im Exil das Versiegen ihrer Kreativität oder vielmehr eine neue künstlerische Chance? Die szenische Lesung beleuchtet ein Stück Berliner Geschichte, das eng mit der Thematik Flucht, Exil und letzten Endes Heimat verwoben ist. “Dann entfaltet sich ein breiter Fächer von intellektueller Spritzigkeit, den man in dieser Stadt gar nicht mehr für möglich gehalten hätte. (…) Alina Lieske und Carl Martin Spengler schaffen es auf beeindruckende Weise, diese Zeit, diese Dichtung lebendig werden zu lassen.” (Das Blättchen) ALINA LIESKE (Spiel, Gesang) CARL MARTIN SPENGLER (Spiel, Gesang) UTE FALKENAU/ PETER-PHILIPP RÖHM (Klavier) Textfassung: ILDIKO BOGNAR Musikalische Einrichtung: UTE FALKENAU Bühnenbild: ALEXANDER BARMENKOV, ANNA PIRO, ANGELINA DASHKEVIC Kostümbild: TATJANA HAJDUKOVA Kostümbildassistenz: ANGELINA DASHKEVIC Die Verwendung der Textauszüge aus “Im Reich der Schatten” von Andrej Belyj, aus dem Russischen von Birgit Veit erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Insel Verlages Berlin.
Aufführungen | Aufführung

MAMA SINGT SCHON WIEDER!

THEATER IM PALAIS

Was bedeutet es, gleichzeitig Künstlerin und Mutter zu sein? Sängerin und Schauspielerin Katharina Löwe erzählt in diesem unterhaltsamen Musiktheaterabend von einem Alltag zwischen Probenplan und Kinderzimmer, künstlerischem Anspruch und familiärer Fürsorge. Dabei treffen Oper, Operette und Chanson aufeinander. Die Musik kommentiert, bricht und verdichtet die Erfahrungen einer Frau im Spannungsfeld zwischen Mutterschaft und der Laufbahn als Sängerin – einer Laufbahn, die ohnehin die eine oder andere Herausforderung mit sich bringt. Ein musikalischer Theaterabend über das Aushalten von Widersprüchen und über die Kunst, darin eine eigene Stimme zu finden. KATHARINA LÖWE (Spiel, Gesang) MATTHIAS KLEINERT (Spiel, Gesang) INSA BERNDS/SOOKI CHOI (alternierend am Klavier) Konzept und Idee: KATHARINA LÖWE Text und Dramaturgie: ROBERT VON WROBLEWSKY Regie: SEBASTIAN TYLLE
Aufführungen | Aufführung

Gereiztheiten

THEATER IM PALAIS

„Aber keine Zeitung meldet mehr so etwas, keine Polizei gibt es als Nachricht weiter – es ist der Bürgerkrieg als Gewohnheit.“ Schillernde Nachtgestalten, der schnöde §218, zwingender Gattenmord, ernüchternde Emigrantenschicksale und Wohnungsnot – kurz: die allgemeine große Hilflosigkeit der Jahre 1924 bis 1933 wird am Berliner Gericht verhandelt. Greifbar ist aber auch der Siegeszug der „völkischen Idyllen“, sprich die Infiltrierung der Justiz durch die Nationalsozialisten. Mitten im Gerichtssaal sitzt die aus Berlin stammende jüdische Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Tergit, beobachtet und berichtet. Und die ganze Stadt verfolgt gespannt ihre luziden „Skizzen aus den Gerichtssälen“ im Berliner Tagblatt oder Die Weltbühne. Flankiert von Gitarrenmusik und filmischen Alltagsszenen der Weimarer Republik entführen uns die Tragödien um Reinheit, Klatsch und Schutzlosigkeit in eine Zeit, die so fern vielleicht gar nicht ist. Eine konzertant-filmische Lesung! SARAH HOSTETTLER (Spiel, Gesang) MARTINO DESSI (Gitarre) Regie, Stückfassung: MELANIE SCHMIDLI Musikalische Leitung: MARTINO DESSI Visuals: GERALD KOLL Kostümbild: TATJANA HAJDUKOVA Bühnenbild Mitarbeit: KLARA RENTSCH Nach dem Roman VOM FRÜHLING UND VON DER EINSAMKEIT von Gabriele Tergit © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main 2020 Aufführungsrechte: Schöffling & Co., www.schoeffling.de
Aufführungen | Operette

Prinzess Rosine

THEATER IM PALAIS

In dieser Hausproduktion geht es – ganz im Sinne der so genannten „Berliner Operette“ – richtig albern, frivol und herrlich bunt zu. Paul Linckes großartige Musik, die extravaganten Kostüme und nicht zuletzt zwei fantastische Darstellenden, die sonst auf den großen Operettenbühnen zu Hause sind, sorgen für jede Menge Spaß. In der Tat werden sämtliche Haupt- und Nebenrollen von der Prinzessin Rosine über die Gäste und Bewohner eines ominösen Schlaraffenlandes bis hin zu den Mitgliedern des königlichen Hofes, aber auch das komplette Orchester und das Corps de Ballet von zwei Personen gespielt und gesungen: Stefanie Dietrich, bekannt als Mizzi Meier und aus unserer Hausproduktion über Kurt Tucholsky und Meik van Severen, der sich auch als Dragqueen einen Namen gemacht hat und den Sie erstmalig auf unserer Bühne erleben dürfen! Prinzess Rosine, 1905 in Berlin uraufgeführt, ist ein echtes musikalisches Juwel, das wir aus der Vergessenheit holen und erneut auf Hochglanz polieren. So kehrt Paul Linckes Musik dorthin zurück, wo sie hingehört: ins Herz der Hauptstadt. Freuen Sie sich auf unseren musikalischen Ausstattungsspaß im Taschenformat! STEFANIE DIETRICH (Spiel, Gesang) MEIK VAN SEVEREN (Spiel, Gesang) MARKUS ZUGEHÖR/ INSA BERNDS alternierend (Klavier) Regie: FABIAN GERHARDT Musikalische Leitung: MARKUS ZUGEHÖR Kostümbild: STEPHAN BOLZ Kostümbildassistenz: TATJANA HAJDUKOVA
Aufführungen | Aufführung

Die Frauen hinter den großen Literaten

THEATER IM PALAIS

Katia Mann war Thomas Manns Managerin, Sekretärin, Vertraute und Muse; sie hielt ihrem Mann den Rücken frei, organisierte den Haushalt und die Finanzen. Helene Weigel fungierte für Bertolt Brecht als unverzichtbare künstlerische Partnerin; 1949 gründete sie mit Brecht das Berliner Ensemble, das sie nach dessen Tod als Intendantin zu Weltruhm führte. Lion Feuchtwanger veröffentlichte nichts ohne die Zustimmung seiner Frau Marta, die zu seiner Lektorin und wichtigsten Kritikerin wurde. Passend zu unserem Jahresmotto „Die Kraft der Frauen“ werfen wir einen literarischen Blick auf drei Frauen, die das Schaffen ihrer Ehemänner maßgeblich beeinflussten und dabei direkt oder indirekt Literaturgeschichte schrieben. Kaffee/Tee und Kuchen/Gebäck sind im Preis enthalten. Einlass: 11:30 Uhr! ILDIKO BOGNAR CARL MARTIN SPENGLER Buch: ILDIKO BOGNAR

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