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Norddeutsche Philharmonie Rostock

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock kann auf eine weitreichende Geschichte in der 800 Jahre alten Hanse- und Universitätsstadt zurückblicken. 1897 wurde mit der Gründung des Rostocker Stadt- und Theaterorchesters eine neue Ära eingeleitet und der Grundstein für die heutige Qualität und Leistungsfähigkeit des Orchesters gelegt. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wurde mit dem Rostocker Kulturpreis sowie für ihre Programmgestaltung mit dem Preis des Deutschen Musikverlegerverbandes für das Beste Konzertprogramm der Saison geehrt.

Seit dem 19. Jahrhundert finden sich berühmte Namen in den Künstler:innen- und Gästelisten des Rostocker Konzert- und Opernbetriebs, u.a. Clara Schumann, Heinrich Marschner, Anton Rubinstein, Hans von Bülow, Joseph Joachim, Pablo de Sarasate, Arthur Nikisch, Siegfried Wagner, Max von Schillings, Richard Strauss, Edwin Fischer, Franz Schreker, Adolf Busch, Hans Pfitzner, Georg Kuhlenkampff, Hermann Abendroth, Walter Gieseking und Hans Schmidt-Isserstedt.

Nachdem Gerd Puls ab 1957 in seiner fast 35 Jahre währenden Ära als Chefdirigent und Generalmusikdirektor einen Klangkörper von Niveau aufgebaut hatte, ließ GMD Michael Zilm in den Nachwendejahren mit einer ambitionierten Programmgestaltung aufhorchen. Seit Ende der 90er Jahre sind Michail Jurowski, Wolf-Dieter Hauschild, Peter Leonard, Niklas Willén und Florian Krumpöck als Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten sowie Bernhard Klee als Gastdirigent die Namen, welche das Konzertwesen besonders prägten, bevor Marcus Bosch 2018 zunächst als Conductor in Residence die künstlerische Verantwortung übernommen hat.

Das Orchester ist mit einem umfassenden und vielgestaltigen Konzertangebot präsent – neben zehn Philharmonischen Konzerten mit Classic-Light-Konzerten, Barocksaalklassik, Kammerkonzerten, Kinder- und Jugendkonzerten und Sonderkonzerten – außerdem in den Bereichen Musik- und Tanztheater. Gastkonzerte führten regelmäßig nach Berlin und in verschiedene andere deutsche Städte sowie u.a. nach Dänemark, Schweden, in die Niederlande, nach Tschechien und Österreich. Das Orchester wurde bei Konzerten im Rudolfinum Prag und im Großen Festspielhaus Salzburg umjubelt.

Seit dem Engagement in der Europäischen FilmPhilharmonie – neben drei weiteren deutschen Klangkörpern gehört die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu den Gründungsorchestern – zählen neben Stummfilmbegleitungen und Filmmusikkonzerten auch Filmmusikaufnahmen für TV- und Kinofilme zu den Aufgaben des Orchesters, u. a. spielte es 2008 Hans Peter Ströers Musik zur Buddenbrooks-Verfilmung ein, die mit dem Roma Fiction Fest Award für die beste Filmmusik 2009 geehrt wurde. 2017 wurde der Buddenbrooks-Film von der Norddeutschen Philharmonie Rostock im Volkstheater Rostock erstmals live begleitet.

Auch in Rundfunk- und CD-Aufnahmen trat das Orchester hervor. In den letzten Jahren erschienen CDs mit Werken von Sergej Prokofjew (Sony Korea und Solo Musica), Ernesto Cavallini (cpo), Carl Weigl (Capriccio) und Tschaikowsky/Strawinsky/Prokofjew (Coviello Classics).

Bemerkenswert ist das seit einigen Jahren stets zunehmende Engagement des Orchesters bei Angeboten für das junge Publikum. Über reguläre Kinderkonzerte hinaus unternimmt der Klangkörper zahlreiche Aktivitäten, um die junge Generation mit klassischer Musik bekannt zu machen. So besuchen jährlich Tausende Schüler:innen die während der Unterrichtszeit in der OSPA-Arena veranstalteten AIDA-Konzerte für Teens. Regelmäßig werden Musikstunden im Orchesterproberaum, Konzerte und Workshops an Schulen und anderen Kindereinrichtungen sowie die Möglichkeit zu Probenbesuchen angeboten.

Die Orchesterpatenschaft mit dem Jugendsymphonieorchester des Konservatoriums dokumentiert die enge Verbindung zu anderen Einrichtungen in der Stadt, ebenso die Kooperationen mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock und mit der St-Johannis-Kantorei Rostock.

(Foto: Thomas Häntzschel)

Kontakt

Norddeutsche Philharmonie Rostock
VOLKSTHEATER ROSTOCK GmbH
Patriotischer Weg 33
D-18057 Rostock

Telefon: 0381 381-4600
Fax: 0381 381-4619
E-Mail: intendanz@rostock.de

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© Barbara Volkwein
Konzert

Groove Symphony

- Volkstheater­sommer -

Dapayk & Padberg
feat. Norddeutsche Philharmonie Rostock / Club meets Classic
Support: Douglas Greed, VARS


Schon bei der letzten Groove Symphony im Sommer 2024 zauberte Dapayk so manchem ein breites Lächeln ins Gesicht und flashte das Publikum mit einem live-elektronischen Best-of-Programm. Nun kehrt er mit prominenter Verstärkung zurück: Mit Eva Padberg bildet er das Duo Dapayk & Padberg, dessen Songs sich zwischen Techno, Elektronica, Ambient und Pop bewegen. Weggefährten supporten das Konzert: Douglas Greed mit seinen farbenfrohen Mixen aus Deep House, dirty-talking Chicago-Nummern und giftendem Acid, VARS mit einer Fusion aus Club und melancholischem Songwriting. Gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock präsentiert diese Kreativ-Connection eine berauschende Mixtur aus Symphonic Techno, Pop, einem Schuss House, R’n’B und symphonischem Jazz.

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Konzert

1. Philharmonisches Konzert:
Markus L. Frank / Raphaela Gromes

- Volkstheatersommer -

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Leitung: Markus L. Frank
Violoncello: Raphaela Gromes


Felix Mendelssohn Bartholdy: Meeresstille und glückliche Fahrt Konzert-Ouvertüre op. 27
Maria Herz: Konzert für Violoncello und Orchester op. 10
Ernest Bloch: Schelomo Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester (1916)
Leonard Bernstein: Symphonische Tänze aus West Side Story (1960)

Meeresbrandung, unendliche Weite und spiegelglatte See - die Eröffnung der 130. Konzertsaison startet maritim: mit Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt, bei deren musikalischer Darstellung sich der in Hamburg geborene Romantiker von Goethes gleichnamigen Gedichten inspirieren ließ. Das Konzert ist die dritte Begegnung des Rostocker Orchesters mit der phantastischen, international gefeierten Cellistin Raphaela Gromes, die sich mit großer Leidenschaft dem Schaffen von Komponistinnen widmet und deren vergessene Werke aufspürt - so auch das 1930 entstandene Cellokonzert der aus einer jüdischen Kölner Familie stammenden Maria Herz.
Ebenfalls von jüdischer Tradition geprägt ist Ernest Blochs Schelomo, in dem das konzertierende Cellosolo die Figur des weisen biblischen Königs Salomo verkörpert.
Zum Abschluss dirigiert Markus L. Frank, Generalmusikdirektor und Chefdirigent in Dessau, Leonard Bernsteins Symphonische Tänze aus dem legendären Musical West Side Story.

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Kammerkonzert

Durch Raum und Zeit

1. Kammerkonzert

Fagott: Jisu Jeon
Trompete: Christian Packmohr
Klavier: Ulrike Mai


Bis ins 17. Jahrhundert reicht die Musik des 1. Kammerkonzertes zurück, welches Solofagottistin Jisu Jeon, der langjährige Solotrompeter Christian Packmohr und die Pianistin Ulrike Mai zusammengestellt haben. Johann Christoph Pezel, der in Mitteldeutschland als Stadtpfeifer tätig war, aber auch in Mähren und Italien gewirkt hat, vertritt mit seiner kontrapunktischen Schreibweise die Blütezeit des Barock. Der Norweger Thorvald Hansen, der Schwede Oskar Frederik Lindberg und der Franzose Adolphe Blanc führen hingegen in die Ära der romantischen Musik, während Blancs Landsmann Eugène Bozza und der walisische Trompeter Ifor James im 20. Jahrhundert zahlreiche Werke für Blasinstrumente komponierten.

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Konzert

Erlesene Augenblicke

2. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Klarinette: Sebastian Manz
Leitung: Marcus Merkel


Anna Clyne: This Moment (2022)
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert zählt wahrscheinlich zu den Top Ten der beliebtesten klassischen Konzerte. Und wenn Sebastian Manz, der bereits im letzten Jahr mit seinem warmen Klarinettenton in Rostock zu begeistern wusste, den Solopart musiziert, wird dieser Abend ein Muss für alle Klassikfans. Um Mozart kreist auch das kurze Orchesterstück This Moment aus der Feder von Anna Clyne. Die britische Komponistin verarbeitet darin Motive aus dem Requiem des Wiener Klassikers.
Unter der Leitung von Marcus Merkel, Chefdirigent am Theater Koblenz, ist nach der Pause Johannes Brahms’ symphonischer Erstling zu hören. Ich werde nie eine Symphonie komponieren, befürchtete der Komponist noch Anfang der 1870er-Jahre. Nach dem übermächtigen Vorbild Ludwig van Beethovens hatten sich viele nicht mehr an diese Form gewagt. Auch für Brahms stellte sich die Arbeit an seiner 1. Symphonie als innere Zerreißprobe dar. Nach jahrzehntelangem Ringen griff er schließlich bei einem Sommerurlaub in Sassnitz auf Rügen einen alten Entwurf wieder auf. An den Wissower Klinken ist eine schöne Symphonie hängen geblieben, verkündete er 1874. Zwei Jahre später beendete er das Werk in Lichtental bei Baden-Baden - und dem 43-Jährigen war damit tatsächlich eine Erneuerung der Gattung gelungen.

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Konzert

Wechselnde Gefühle

3. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Violine: Tianwa Yang
Leitung: Felix Bender


Joseph Haydn: Symphonie Nr. 44 e-Moll Hob. I:44 Trauer-Symphonie
Alban Berg: Violinkonzert Dem Andenken eines Engels (1935)
Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 Rheinische
Robert Schumanns Rheinische Symphonie ist Zeugnis einer überaus glücklichen Zeit des Komponisten. Gerade in Düsseldorf angekommen, hatte er die Querelen im sächsischen Leipzig und Dresden hinter sich gelassen und im Rheinland einen überaus freundlichen Empfang erfahren. Das fünfsätzige Werk spiegelt eindrucksvoll seine Begeisterung wider, die allerdings nicht lange währen und auf die bald Schumanns tragisches Ende folgen sollte.
Dass Joseph Haydns Symphonie Nr. 44 später den Beinamen Trauer-Symphonie erhielt, geht auf die Überlieferung zurück, der Komponist habe sich das Adagio daraus als Musik für seine eigene Beerdigung gewünscht. Als eine Art Requiem war auch Alban Bergs Violinkonzert Dem Andenken eines Engels gedacht. Geschrieben unter dem Eindruck des frühen Todes der 18-jährigen Manon Gropius, Tochter von Alma Mahler und des Bauhaus-Architekten Walter Gropius, zitiert Berg neben einem Kärntner Volkslied auch den Bach-Choral Es ist genug und schuf so ein bewegendes Zeugnis der Trauer.
Unter der Leitung des Ulmer Generalmusikdirektors Felix Bender gestaltet die renommierte chinesische Violinistin Tianwa Yang den Solopart bei ihrem vierten Konzert mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock.

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Kammerkonzert

Melange zu viert

2. Kammerkonzert

Morgenstern Quartett
Violine: Bert Morgenstern, Bettina Goffing
Viola: Nora Rennau
Violoncello: Henning Ladendorf


Philip Glass: Streichquartett Nr. 3 Mishima (1999)
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 14 Fis-Dur op. 142
Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804 Rosamunde

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Konzert

Monumente

4. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Klavier: Olga Scheps
Leitung: Rasmus Baumann


Antonín Dvořák: Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 12 d-Moll op. 112 Das Jahr 1917

Beim Wiedersehen mit der ECHO-Klassik-Preisträgerin Olga Scheps bringt die Pianistin Antonín Dvořáks Klavierkonzert mit in die Hanse- und Universitätsstadt. Dvořák, der in einfachen Verhältnissen in der böhmischen Provinz aufgewachsen war und es nach Jahren wirtschaftlicher Unsicherheit schwer hatte, als Komponist zu bestehen, fand nicht zuletzt auch mit diesem Klavierkonzert in der Musikwelt Gehör. Der 35-jährige Komponist konzipierte das Werk bewusst nicht als brillantes Solist:innenkonzert, sondern als symphonisch angelegten Dialog zwischen Klavier und Orchester, welcher erstmals bei der Uraufführung 1878 in Prag durch den berühmten Pianisten Karel von Slavkovský erklang.
Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 12, uraufgeführt zum 22. Parteitag der KPdSU (1961), war in der Zeit des sogenannten Tauwetters entstanden. Nachdem er 1936 und 1948 vom damaligen Stalin-Regime schärfsten Angriffen ausgesetzt war, galt die Musik des mittlerweile weltberühmten und international gefeierten Komponisten inzwischen als linientreu und wurde in seinem Land auch für Propagandazwecke genutzt. Deshalb erklang diese Symphonie mit dem feierlich-bombastischen Schlusssatz häufig bei offiziellen Anlässen. Und dennoch gelang es Schostakowitsch mit diesem Werk, eine Musik zu schreiben, welche die Enge des politischen Systems weit hinter sich lässt.
Rasmus Baumann, Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen ist zum zweiten Mal zu Gast in Rostock und wird das Konzert leiten.

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Konzert

Silvesterkonzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Sopran: Anna Schoeck
Mezzosopran: Kirsten Scott
Tenor: Hyunsik Shin
Bariton: Grzegorz Sobczak
Opernchor des Volkstheaters, Singakademie Rostock e.V.
Leitung: Roland Kluttig


Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 steht wieder auf dem Programm des Volkstheaters, um an den letzten Dezembertagen das alte Jahr zu verabschieden. Damit folgt die Norddeutsche Philharmonie Rostock einer mehr als 100 Jahre alten Tradition aus Leipzig. Dort erklang dieses Werk mit dem Gewandhausorchester unter Arthur Nikisch am späten Silvesterabend 1918, um pünktlich mit dem Schlusschor über Schillers Ode An die Freude das neue Jahr 1919 zu begrüßen und eine musikalische Friedensbotschaft zu senden. Seitdem wird das Werk in vielen Städten und Ländern am Jahresende aufgeführt.

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Konzert

Schwungkraft

5. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Klavier: Martina Filjak
Leitung: Friedrich Praetorius


Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Jörg Widmann: Con brio Konzertouvertüre für Orchester (2008)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Der Philharmonische Jahresauftakt unter der Leitung von Friedrich Praetorius, Preisträger des Deutschen Dirigentenwettbewerbs 2025, steht ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven. Mit dem Klavierkonzert Nr. 4 und der international gefeierten Pianistin Martina Filjak, dem Rostocker Publikum seit Jahren eng verbunden, startet die Norddeutsche Philharmonie in das Beethoven-Jahr 2027. Um 1805 entstanden, steht das G-Dur-Konzert exemplarisch für Beethovens Abkehr von eingefahrenen Gleisen: Durch die absolute Gleichberechtigung von Solo- und Orchesterpart wird der Geist der Symphonie im konzertanten Geschehen integriert.
Nach der Pause richtet sich der Blick auf einen Beethoven des 21. Jahrhunderts: Die Konzertouvertüre Con brio von Jörg Widmann ist eine ebenso respektvolle wie spielerische Hommage an den Wiener Klassiker. Inspiriert insbesondere von dessen 7. und 8. Symphonie, greift Widmann charakteristische rhythmische Impulse und Gesten auf und weiß, augenzwinkernd mit der musikalischen Tradition umzugehen.
Als charmanter Abschluss erklingt Beethovens 1812 geschriebene Symphonie Nr. 8. Ursprünglich als Klavierkonzert konzipiert, steht sie oft im Schatten der größeren Symphonien, besticht aber durch ihren heiteren und humorvollen Ton.
Dieses Konzert unter der Leitung von Friedrich Praetorius wird im Rahmen der Konzertförderung Forum Dirigieren - eine Initiative des Deutschen Musikrates - aus Fördermitteln der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) unterstützt.

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Kammerkonzert

Meisterhaft

3. Kammerkonzert

Violine: Sarabeth Guerra
Viola: Su Min Oh
Violoncello: Margreta Häfer
Klavier: Yoko Kuwahara


Ludwig van Beethoven: Trio für Violine, Viola und Violoncello G-Dur op. 9 Nr. 1 / Sonate für Klavier und Violoncello C-Dur op. 102 Nr. 1
Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47

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Konzert

Romantische Liaison

6. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Klavier: Lilit Grigoryan
Leitung: Dominik Beykirch


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Ethel Smyth: Serenade D-Dur (1889/90)

Als Kleines Konzert hatte Johannes Brahms ironisch sein Klavierkonzert Nr. 2 bezeichnet. Dabei beginnt mit dem berühmten Horn-Solo ein monumentales Gebilde, welches die bisherige klassische Konzertform sprengte. Entstanden mehr als zwei Jahrzehnte nach Brahms' erstem Klavierkonzert, zeugt es von einem neuen Verständnis der Gattung. Hatte Beethoven bereits den Orchesterpart von seiner Begleitfunktion erlöst und symphonisch durchgearbeitet, gilt das 1881 von Brahms selbst uraufgeführte B-Dur-Konzert fast als Symphonie mit obligatem Klavier.
Beim 6. Philharmonischen Konzert wird sich die aus Armenien stammende Pianistin Lilit Grigoryan der Herausforderung stellen und gleichzeitig ihren Einstand als jüngst berufene Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Rostock geben.
Dominik Beykirch, zuletzt Generalmusikdirektor in Weimar, debütiert in Rostock außerdem mit der Serenade von Ethel Smyth. Der in Leipzig ausgebildeten Britin, die sich mit Hungerstreiks ihr Studium erkämpft hatte, gelang damit ihr erstes großes Orchesterstück und bei der Londoner Uraufführung 1890 der künstlerische Durchbruch. Dennoch musste sie sich zeit ihres Lebens in der von Männern dominierten Musikwelt behaupten. Brahms zum Beispiel schätzte zwar ihren kraftvollen, von deutscher Romantik beeinflussten Ton, teilte jedoch mit vielen seiner Kollegen die Vorurteile gegenüber einer Komponistin.

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Konzert

Fernblick

7. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Violine: Sophia Jaffé
Leitung: Nicholas Milton


Einojuhani Rautavaara: In the Beginning (2015)
Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Sergej Rachmaninow: Symphonische Tänze op. 45

Zwei langjährige Freund:innen kehren im März auf das Rostocker Konzertpodium zurück: die Geigerin Sophia Jaffé und der Dirigent Nicholas Milton. Dem Orchester eng verbunden, begeben sie sich auf einen musikalischen Exkurs nach Finnland.
Zählt Jean Sibelius’ Violinkonzert mit seinem ergreifenden Ton zu den Klassikern, startet der Abend mit Einojuhani Rautavaaras In the Beginning, dem letzten Werk des 2016 verstorbenen Komponisten. Beide Künstler repräsentieren die Musiksprache ihres Landes auf einzigartige Weise: Sibelius als Begründer einer Nationalmusik und Rautavaara als einer der bekanntesten finnischen Komponisten des 20./21. Jahrhunderts. Nach seinem avantgardistischen Frühwerk fand dieser zu einem sinnlichen und beinahe romantischen Stil, der nicht nur mit seinem Cantus arcticus, einem Konzert für Vögel und Orchester, in aller Welt zu begeistern wusste.
Die symphonischen Tänze des im amerikanischen Exil lebenden Sergej Rachmaninow waren ursprünglich als Ballett gedacht, gelangten dennoch in den Konzertsaal. Rachmaninow bezeichnete diesen Zyklus von drei Tänzen, welche reminiszenzartig auf sein Leben und Schaffen zurückblicken, als sein bestes Werk. Dass es am Ende sein Schwanengesang werden sollte, mag er vielleicht geahnt haben.

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Konzert

8. Philharmonisches Konzert

Stil und Temperament

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Tuba: Maximilian Wagner-Shibata
Leitung: Danila Grassi


Igor Strawinsky: Pulcinella Suite (1919/20, Rev. 1949)
Ralph Vaughan Williams: Konzert für Tuba und Orchester f-Moll (1954)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 Italienische

Eindrücke einer Italienreise waren es, die Felix Mendelssohn Bartholdy zu seiner Symphonie Nr. 4 inspirierten. Wenn die junge italienische Dirigentin Danila Grassi am Pult der Norddeutschen Philharmonie Rostock debütiert, hat sie diese Symphonie im Gepäck, in der Mendelssohn besonders in den beiden Ecksätzen alle Register zieht und sprühendes italienisches Temperament hörbar werden lässt.
Auch das Eröffnungsstück atmet südländischen Geist: Igor Strawinskys Musik um den langnasigen Pulcinella erweckt die alte Commedia dell’arte zu neuem Leben und kommt dabei ganz klassisch daher. Vorbilder für das 1920 geschriebene Ballett waren Werke des italienischen Barockkomponisten Giovanni Battista Pergolesi sowie ein neapolitanischer Schwank aus dem beginnenden 18. Jahrhundert, in dem Pulcinella als erfolgreicher Charmeur Zorn und Eifersucht der Nebenbuhler schürt.
Einer Rarität im klassischen Repertoire, einem Konzert für Tuba und Orchester, widmet sich Maximilian Wagner-Shibata, Solo-Tubist der Staatskapelle Weimar. Verfasst vom 82-jährigen Ralph Vaughan Williams im Auftrag des London Symphony Orchestra anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums, wurde das Werk zunächst verspottet. Die Tuba galt als ein für solistische Parts ungeeignetes Instrument. Es gelang dem Komponisten jedoch, mit diesem virtuosen Konzert die Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen und mit technischen und klanglichen Raffinessen die Tuba als Soloinstrument zu etablieren.

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Konzert

Ewiges auf und ab

9. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Mezzosopran: Megan Kahts
Leitung: Florian Krumpöck


Claude Debussy: La Mer Drei Symphonische Skizzen (1905) / Trois ballades de François Villon (1910)
Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Als Peter Tschaikowsky 1877 an der Symphonie Nr. 4 schrieb, begann etwa zeitgleich die umfassende Korrespondenz mit seiner wohlhabenden Gönnerin Nadeshda von Meck. So erfuhr denn auch Frau von Meck über das neue Werk, welches Tschaikowskys emotionale Krise nach seiner gescheiterten kurzen Ehe widerspiegeln sollte: Es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt. Konkrete programmatische Schilderungen lagen ihm allerdings fern, auch wenn er sich dazu hinreißen ließ, seiner Gönnerin eine Inhaltsangabe zu der ihr gewidmeten Symphonie zu liefern. Aufgrund der musikalischen Qualitäten konnte er mit diesem Werk schließlich seine Anerkennung als Symphoniker begründen.
Blieb Tschaikowsky zeit seines Lebens eng der französischen Kultur verbunden, widmet sich das Programm des von Florian Krumpöck geleiteten Konzerts vor der Pause einem französischen Komponisten: Claude Debussy. Die Trois ballades de François Villon, die mit der südafrikanischen Mezzosopranistin Megan Kahts erklingen werden, orientieren sich an den literarischen Vorlagen des altfranzösischen Autors, während uns in den symphonischen Skizzen La Mer eine entfesselte und schillernde Klanglichkeit begegnet. Mit der Begeisterung für Natur und außereuropäische Musik, ausgelöst durch das Erlebnis eines indonesischen Ensembles auf der Pariser Weltausstellung 1889, setzt Debussy hier Stimmungen des Meeres klanglich in Szene, vom ruhigen Morgengrauen über bewegte Wellen bis hin zu stürmischer See.

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Konzert

Zwischen Welten

10. Philharmonisches Konzert

Norddeutsche Philharmonie Rostock
Violine: Viviane Hagner
Leitung: Jonathan Stockhammer


Ellen Taaffe Zwilich: Celebration (1984)
Erich Wolfgang Korngold: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale

Wie anders klingt Ludwig van Beethovens Pastorale-Symphonie im Vergleich zu den dramatisch-konfliktgeladenen Nachbar-Werken des Wiener Klassikers! Zur Halbzeit im Beethoven-Jahr gelangt die von einer programmatischen Idee durchzogene Ausnahme Komposition zur Aufführung. Mit mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei wollte der Meister das Werk verstanden wissen und schildert in den fünf Sätzen mehr oder minder naturalistisch seine Erinnerung an das Landleben - ohne dabei die großen Ideen von der allumfassenden göttlichen Natur aus dem Blick zu verlieren.
Soll Beethoven seine Inspiration auf Spaziergängen durch die ländliche Umgebung Wiens erfahren haben, führt auch die Spur Erich Wolfgang Korngolds in die Donaumetropole. Einst als Wiener Wunderkind gefeiert, gelang es ihm in amerikanischer Emigration, den speziellen symphonischen Hollywood-Sound zu prägen. Das 1947 geschriebene hochvirtuose Violinkonzert, welches musikalische Motive aus Hollywood-Streifen integriert, bekennt sich klar zum romantischen Wiener Orchesterklang und bringt beim Philharmonischen Saisonabschluss Star-Violinistin Viviane Hagner als Solistin zur Norddeutschen Philharmonie Rostock.
Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten Jonathan Stockhammer startet das Konzert mit Celebration, einer repräsentativen Festmusik von Ellen Taaffe Zwilich. Als erste weibliche Pulitzer-Preisträgerin für Musik zählt Zwilich zu den bedeutendsten US-amerikanischen Komponistinnen der Gegenwart.

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Norddeutsche Philharmonie Rostock

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Die Norddeutsche Philharmonie Rostock kann auf eine weitreichende Geschichte in der 800 Jahre alten Hanse- und Universitätsstadt zurückblicken. 1897 wurde mit der Gründung des Rostocker Stadt- und Theaterorchesters eine neue Ära eingeleitet und der Grundstein für die heutige Qualität und Leistungsfähigkeit des Orchesters gelegt. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wurde mit dem Rostocker Kulturpreis sowie für ihre Programmgestaltung mit dem Preis des Deutschen Musikverlegerverbandes für das Beste Konzertprogramm der Saison geehrt.



Seit dem 19. Jahrhundert finden sich berühmte Namen in den Künstler:innen- und Gästelisten des Rostocker Konzert- und Opernbetriebs, u.a. Clara Schumann, Heinrich Marschner, Anton Rubinstein, Hans von Bülow, Joseph Joachim, Pablo de Sarasate, Arthur Nikisch, Siegfried Wagner, Max von Schillings, Richard Strauss, Edwin Fischer, Franz Schreker, Adolf Busch, Hans Pfitzner, Georg Kuhlenkampff, Hermann Abendroth, Walter Gieseking und Hans Schmidt-Isserstedt.



Nachdem Gerd Puls ab 1957 in seiner fast 35 Jahre währenden Ära als Chefdirigent und Generalmusikdirektor einen Klangkörper von Niveau aufgebaut hatte, ließ GMD Michael Zilm in den Nachwendejahren mit einer ambitionierten Programmgestaltung aufhorchen. Seit Ende der 90er Jahre sind Michail Jurowski, Wolf-Dieter Hauschild, Peter Leonard, Niklas Willén und Florian Krumpöck als Generalmusikdirektoren und Chefdirigenten sowie Bernhard Klee als Gastdirigent die Namen, welche das Konzertwesen besonders prägten, bevor Marcus Bosch 2018 zunächst als Conductor in Residence die künstlerische Verantwortung übernommen hat.



Das Orchester ist mit einem umfassenden und vielgestaltigen Konzertangebot präsent – neben zehn Philharmonischen Konzerten mit Classic-Light-Konzerten, Barocksaalklassik, Kammerkonzerten, Kinder- und Jugendkonzerten und Sonderkonzerten – außerdem in den Bereichen Musik- und Tanztheater. Gastkonzerte führten regelmäßig nach Berlin und in verschiedene andere deutsche Städte sowie u.a. nach Dänemark, Schweden, in die Niederlande, nach Tschechien und Österreich. Das Orchester wurde bei Konzerten im Rudolfinum Prag und im Großen Festspielhaus Salzburg umjubelt.



Seit dem Engagement in der Europäischen FilmPhilharmonie – neben drei weiteren deutschen Klangkörpern gehört die Norddeutsche Philharmonie Rostock zu den Gründungsorchestern – zählen neben Stummfilmbegleitungen und Filmmusikkonzerten auch Filmmusikaufnahmen für TV- und Kinofilme zu den Aufgaben des Orchesters, u. a. spielte es 2008 Hans Peter Ströers Musik zur Buddenbrooks-Verfilmung ein, die mit dem Roma Fiction Fest Award für die beste Filmmusik 2009 geehrt wurde. 2017 wurde der Buddenbrooks-Film von der Norddeutschen Philharmonie Rostock im Volkstheater Rostock erstmals live begleitet.



Auch in Rundfunk- und CD-Aufnahmen trat das Orchester hervor. In den letzten Jahren erschienen CDs mit Werken von Sergej Prokofjew (Sony Korea und Solo Musica), Ernesto Cavallini (cpo), Carl Weigl (Capriccio) und Tschaikowsky/Strawinsky/Prokofjew (Coviello Classics).



Bemerkenswert ist das seit einigen Jahren stets zunehmende Engagement des Orchesters bei Angeboten für das junge Publikum. Über reguläre Kinderkonzerte hinaus unternimmt der Klangkörper zahlreiche Aktivitäten, um die junge Generation mit klassischer Musik bekannt zu machen. So besuchen jährlich Tausende Schüler:innen die während der Unterrichtszeit in der OSPA-Arena veranstalteten AIDA-Konzerte für Teens. Regelmäßig werden Musikstunden im Orchesterproberaum, Konzerte und Workshops an Schulen und anderen Kindereinrichtungen sowie die Möglichkeit zu Probenbesuchen angeboten.



Die Orchesterpatenschaft mit dem Jugendsymphonieorchester des Konservatoriums dokumentiert die enge Verbindung zu anderen Einrichtungen in der Stadt, ebenso die Kooperationen mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock und mit der St-Johannis-Kantorei Rostock.



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Konzerte / Konzert Norddeutsche Philharmonie Rostock Rostock, Patriotischer Weg 33
Aufführungen / Theater Volkstheater Rostock Rostock, Doberaner Straße 134
Ereignisse / Festival Usedomer Musikfestival 19.9. bis 10.10.2026
Aufführungen / Theater Comödie Lübeck Lübeck, Dr.-Julius-Leber-Str. 25
Konzerte / Konzerthaus Konzerthaus am Schloss
Theater Kiel
Kiel, Schlossplatz 2
Konzerte / Konzert Kirche Wustrow
Di 25.8.2026, 20:00 Uhr
Konzerte / Konzert Singakademie Rostock Admannshagen, Meisenweg 1a
Konzerte / Kulturveranstaltung Musik- und Kongresshalle Lübeck, Willy-Brandt-Allee 10

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