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Literatur+Sprache | Festival

Internationales Literaturfestival Berlin

Literaturfestival Berlin

3. bis 16.9.2026 Das Internationale Literaturfestival Berlin, kurz ILB, ist eines der wichtigsten Literaturfestivals der Welt. Jedes Jahr im September bringt das Festival in Berlin über 100 internationale Autoren zusammen.
Literatur+Sprache | Lesung

Sole Otero: Hexenkunst

Internationales Literaturfestival Berlin (ILB)

Drei Frauen und eine Ziege legen 1768 im Hafen von Buenos Aires an. Sie werden nicht altern. Über die nächsten Jahrhunderte beeinflussen sie das Leben vieler Menschen, mal wohltätig, mal boshaft. Ihre Geschichten verweben sich zu einem magisch-realistischen Erzählzyklus, von der kolonialen Vergangenheit bis in die neoliberale Gegenwart Argentiniens. »Hexenkunst« (Ü: Lea Hübner) wandelt zwischen Horror und Komödie mit Bildern von weiblichem Widerstand. Mit Sole Otero Es moderiert Lars von Törne Auf Englisch und Spanisch Dauer: 45' Graphic Novel Day Pass 5 € Die Veranstaltung ist Teil des Graphic Novel Day.
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Maria Reva: Ein Königreich für eine Schnecke

Internationales Literaturfestival Berlin (ILB)

Yeva durchquert die Ukraine auf der Suche nach aussterbenden Schnecken. Ihre Leidenschaft ist schwer zu finanzieren, aber sie hat einen Plan: Als Scheinbraut einer Heiratsagentur entführt sie dreizehn zahlungswillige Junggesellen in den Wald. Doch dann überfällt Russland die Ukraine. »Dass die Figuren fiktiv sind, führt uns die Schrecken des Krieges noch effektiver vor Augen« (The Sunday Times). Maria Revas schwarzhumoriges Romandebüt »Ein Königreich für eine Schnecke« (Ü: Stephan Kleiner) war nominiert für den Booker Prize 2025. Mit Maria Reva Es moderiert Lara Sielmann Es liest Benita Bailey Auf Englisch mit deutschen Lesestellen. Dauer: 75' 12€, ermäßigt 8€
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Poetry Night I: Poesie in der Nachbarschaft

Internationales Literaturfestival Berlin (ILB)

Wie viele Sprachen spricht Berlin? Sechs internationale, in der Hauptstadt lebende Lyriker:innen erkunden bei Wandellesungen mit ihren Texten die Sprach(-räume) ganz unterschiedlicher Orte. In drei kurzen Runden mit jeweils zwei Autor:innen erhält das Publikum einen Einblick in die Vielfalt der hiesigen Lyrik-Szene und was ein Forschungszentrum, ein Buchladen und die Probebühne der Berliner Festspiele mit ihren Texten machen. Für Gedichte, die weder auf Deutsch noch auf Englisch gelesen werden, liegen Übersetzungen bereit. Mit Mátyás Dunajcsik, Juliane Liebert, Dilek Mayatürk, Vanessa Onwuemezi, Awuor Ouma, Carlos Soto Román Es moderieren Anna Vollmer, Anna Eble, Alexander Wells Lesungen in diversen Sprachen mit Handouts der deutschen Übersetzungen Im Anschluss folgt die Poetry Night II: Poesie im Scheinwerferlicht, auf der Seitenbühne im Haus der Berliner Festspiele. Dauer: 120' Für die Poetry Night ist ein Kombiticket für 18 € (ermäßigt 12 €) erhältlich, das den Eintritt zu Teil I und Teil II umfasst. Einzeltickets kosten 12 € (ermäßigt 8 €). In Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL), dem Buchladen Bookinista, den Berliner Festspielen und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
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Vigdis Hjorth: Der gute Mensch von Sandvika

Internationales Literaturfestival Berlin (ILB)

Eine Eckkneipe im Osloer Vorort: Hier verbringt eine Schar Außenseiter ihren Alltag – bis ein Lottogewinn alles ins Wanken bringt. Vigdis Hjorth, bekannt für ihre intensiven Live-Auftritte, führt in ihrem neuen Roman »Der gute Mensch von Sandvika« (Ü: Gabriele Haefs) an einen Ort, den die Literatur eher selten betritt. Mit dem für sie typischen, schonungslos ehrlichen Blick erzählt sie von Klassenzugehörigkeit und Schicksal. Hjorths schlichte, aber nicht minder metaphorische Prosa, skizziert dabei ein komplexes Bild menschlicher Abgründe. Mit Vigdis Hjorth Es moderiert Elke Ranzinger Es liest Meike Rötzer Auf Deutsch und Norwegisch Dauer: 75' 12€, ermäßigt 8€
Literatur+Sprache | Lesung

Axel Kaspar - Von "PRISMA" bis zum FKK in Prerow

Theater Ost

Ein Buch von Axel Kaspar „Durchs Klofenster auf den Bildschirm“ - Filme machen in zwei Welten“ Zum Buch: Es beginnt mit einem Zitat von Gabriel Garcia Márquez: „Jeder hat drei Leben. Das öffentliche, das private und das geheime.“ Keins dieser drei hat Axel Kaspar weggelassen. Er hat sich sehr freimütig und verdammt ehrlich offenbart. Bisher völlig Unbekanntes aus Herz, Kopf und Seele kommt ans Tageslicht. Berufliches, Politisches und Intimes. Von seinem 1. bis zum 85. Lebensjahr spannende Geschichten aus seinem Leben und dem seiner Filmhelden. Ein ergreifendes Sittenbild, verknüpft mit der Zeitgeschichte – fast ein Jahrhundert lang. Zur Person: Axel Kaspar, Jahrgang 1939, ist seit 52 Jahren verheiratet und hat drei Töchter. Nach der Schulzeit folgten die Stationen: Lehre zum Handelskaufmann, ABF Rostock mit Abitur, Volontär in der „Ostsee Zeitung“, Journalistik-Studium in Leipzig, Fernsehen der DDR. Von 1968 – 1991 war er Redakteur, Autor, Regisseur und 14 Jahre Moderator beim kritischen Magazin „PRISMA“. Von 1992 – 2008 freier Mitarbeiter für den MDR: Magazin „WIR“, jetzt „exakt“ sowie das ARD-Magazin „FAKT“. Außer Magazin-Beiträge drehte er vor und nach 1990 insgesamt 55 längere Reportagen/Dokumentarfilme. Zu seinen Reportagen: Axel Kaspar ist ein Urgestein des ostdeutschen Journalismus. Er forderte im DDR-Fernsehen ab 1971 einen neuen Stil für Fernsehreportagen. Weg von der Bebilderung der Texte hin zum Primat der Bilder, ohne diese zuzuquatschen und zu erklären. So, wie er es viele Jahre von den besten Filmemachern der Welt auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche aufgesogen hatte. Seitdem war er ohne Nachsicht gegen das Benutzen der Gesprächspartner vor der Kamera für von „oben“ gewünschte Aussagen. Dagegen kämpfte er mündlich und schriftlich an, beispielsweise mit dem Lehrbrief „Wider die Vergewaltigung auf dem Bildschirm“. Aus dieser Maxime resultierte sein unverwechselbarer Umgang mit den Protagonisten seiner Reportagen, gekennzeichnet von der Hochachtung vor ihnen sowie durch ehrliche und direkte Fragen. Er hat die Authentizität der Menschen vor der Kamera herausgekitzelt und so für Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit seiner Filme gesorgt. Karten im Vorverkauf: 27€ Karten an der Abendkasse: 31 € Das Theater ist ab 17:00 Uhr geöffnet.
Literatur+Sprache | Lesung

Festivaleröffnung

internationales literaturfestival berlin: ilb

Begrüßung: Matthias Pees (Intendant Haus der Berliner Festspiele) Einführung: Lavinia Frey (Festivalleitung ILB) Grußwort: Boualem Sansal (Schirmherr des 26. ILB) Eröffnungsrede: »Singing in the Dark« Jeet Thayil (Curator in Residence) Musikalische Gestaltung von der ILB House Band Autor:innen: Lavinia Frey, Diego Pinera, Simon Jermyn, Keisuke Matsune, Jeet Thayil, Boualem Sansal Was kann Literatur in umbrüchigen Zeiten bewirken? Jeet Thayil spricht über die Rolle, die sie für den Menschen einnimmt, wenn sie Horizonte und Perspektiven erweitert, um mit historischen und gegenwärtigen Unsicherheiten umzugehen. Er schlägt vor: »Ein Lied, ein Gedicht, eine Geschichte, ein Gemälde, eine Idee kann uns aus uns selbst herausheben und uns ermöglichen zu erkennen, wer wir sind und woher wir kommen.« Die Veranstaltung findet auf Deutsch, Englisch und Französisch statt und wird gedolmetscht. Dauer: 90' 18€, ermäßigt 12€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
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Come on in My Kitchen!

internationales literaturfestival berlin: ilb

Community Night Come on in My Kitchen! Die Küche ist ein Ort der Begegnung, des Redens, Fragens, Verstehens. Vier Autor:innen aus der indischen Community gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Im Anschluss lädt Jeet Thayil sie an den ›Küchentisch‹ ein: gemeinsam mit einem lokalen Buchhändler wird über Berlin, das Leben und Schreiben in der Diaspora gesprochen. Und vielleicht auch über das Rezept für einen richtig guten Text? Mit Deepika Arwind, Abul Kalam Azad, Saskya Jain, siddhartha lokanandi, Meenakshi Reddy Madhavan   Es moderiert Jeet Thayil Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, mit einer Lesung auf Telugu. Übersetzungen des Textauszüge werden auf Deutsch und/oder Englisch zur Verfügung gestellt. Dauer: 60' Eintritt frei. Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
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Literatur hinter Gittern: Mit Tomer Gardi

internationales literaturfestival berlin: ilb

»Literatur hinter Gittern« ist eine jährlich vom ILB veranstaltete Reihe, die bekannte Autor:innen und ihre Werke in Berliner Justizvollzugsanstalten bringt. Dieses Jahr wird sie von Globalisierung und prekären Arbeitskulturen bei Lieferdiensten handeln. Tomer Gardis neuester Roman »Liefern« erzählt humorvoll die Geschichten vom Leben jener Menschen, die weltweit stets und ständig liefern müssen, während andere sich etwas leisten: »Sie spielen Demokratie, wir verlieren Geld.« Die Lesung ist einem kleinen externen Publikum in der JVA des Offenen Vollzuges Berlin zugänglich. Die Tickets für diese Veranstaltung werden personalisiert und sind ausschließlich online erhältlich. Bitte bringen Sie zur Veranstaltung ein gültiges Ausweisdokument mit. Eine Übertragung der Tickets ist nicht möglich. Mit Tomer Gardi Es moderiert Hernán Caro Auf Deutsch Dauer: 60' 12 €, Ermäßigt 8 €
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Schlachten: Neue europäische Stimmen

internationales literaturfestival berlin: ilb

Hühnerfarmen in Frankreich, eine junge Metzgerin in einer finnischen Kleinstadt, ein idealistischer Edelfleischer in den Niederlanden. Drei neue europäische Romane inszenieren das Schlachten: als ökologische Dystopie, als Abrechnung mit der Fleischindustrie, als Auseinandersetzung mit sinnlichem Erwachen. Munir Hachemi, Mariia Niskavaara und Manik Sarkar diskutieren mit ihren deutschen Übersetzer:innen über die Literarizität eines Handwerks, in dem der lebende auf den toten Körper trifft, und geben Einblicke in die Verwandlungskraft der Übersetzungskunst. Mit Munir Hachemi, Elina Kritzokat, Ruth Löbner, Mariia Niskavaara, Manik Sarkar, Matthias Strobel Es moderiert Karolina Golimowska Auf Englisch mit Lesungen in Finnisch, Niederländisch und Spanisch Dauer: 90' 12€, ermäßigt 8€ In Kooperation mit TOLEDO.
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Préludes: Junge Literatur

internationales literaturfestival berlin: ilb

Eine Nahaufnahme zoomt uns in die Literatur der Zukunft. Vier Nachwuchstalente und Preisträger:innen vom Treffen junger Autor:innen der Berliner Festspiele präsentieren genreübergreifende Texte, in denen Klang und Sprache im Mittelpunkt stehen. Etablierte Schriftsteller:innen stellen die Newcomer in der Festival Kitchen erstmals einem größeren Publikum vor, so dass man behaupten kann, ihr Potential schon früh gesehen zu haben, noch bevor sie zu namhaften Autor:innen aufgestiegen sind. Mit Maya Miyata, Victoria Neuser, Charlotte Obenaus, Liam Talbot Es moderiert N.N. Auf Deutsch Dauer: 60' Eintritt frei In Kooperation mit den Treffen junge Szene der Berliner Festspiele.
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Andreas Kossert: Elsas Welt

internationales literaturfestival berlin: ilb

Eine Familiengeschichte aus Lodz In seinem bislang persönlichsten Buch folgt Andreas Kossert den Spuren seiner Großmutter Elsa nach Lodz. Entlang ihrer Biografie zeichnet »Elsas Welt« ein eindringliches Familienporträt, von den Kolonisten des 18. Jahrhunderts bis zum Alltag unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg, geprägt von Terror und Vernichtung. Gleichermaßen entfaltet sich ein Panorama mitteleuropäischer Geschichte. Mit Christopher Clark und Karolina Kuszyk spricht der Autor über die Suche nach Zugehörigkeit und Heimat im Hier und Da. Mit Andreas Kossert, Karolina Kuszyk Es moderiert Christopher Clark Auf Deutsch Dauer: 75' 18€, ermäßigt 12€ In Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin.
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Sarnath Banerjee: Absolute Jafar

internationales literaturfestival berlin: ilb

Von Sultanen, Dschinns und Street Food: Brighu erzählt seinem Sohn Jafar jede Nacht Geschichten von einem Zuhause, das es so nicht mehr gibt. Die Liebe zu der Mutter von Jafar überdauerte interkulturelle Differenzen und heraufbeschworene Nationalismen zwischen Indien und Pakistan, und zerbrach schließlich doch. Nun wächst Jafar bei seinem Vater in Berlin auf. Mit Bürokratie und Grenzen konfrontiert, versuchen beide die schönen Erinnerungen für die Zukunft wach zu halten. Mit Sarnath Banerjee Es moderiert Julia Korbik Auf Englisch Dauer: 45' Graphic Novel Day Pass 5 € Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence. Die Veranstaltung ist Teil des Graphic Novel Day.
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Euer Buchclub auf dem ILB

internationales literaturfestival berlin: ilb

Du bist Teil eines Berliner Buchclubs? Du hast Lust auf Austausch, Festival, Lesungen? Dann komm mit Deinem Buchclub zum ILB! Bei Kaffee, Tee und Keksen könnt Ihr Euch mit anderen Buchclubs austauschen, das ILB-Team kennenlernen und rund um’s Treffen gemeinsam eine Veranstaltung besuchen. Lest – oder hört – im Vorfeld eines der diesjährigen Festivalbücher und seid dabei. Wir freuen uns auf Euch. Unsere Buchclub-Buch-Vorschläge 2026: Douglas Stuart: »John of John« (Ü: Sophie Zeitz) Buchpremiere am 4. September, der Hörbuchsprecher Charly Hübner wird vorlesen. Asha Hedayati: »Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinlässt« Panel »Netzjagd: Über digitalen Frauenhass« am 4. September Sole Otero: »Hexenkunst« (Ü: Lea Hübner) Lesung auf dem Graphic Novel Day am 5. September Neugierig geworden? Kommt um 15 Uhr in die Festival Kitchen. Die Teilnahme ist kostenlos. Dauer: 60' Eintritt frei.
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Elemental Writing

internationales literaturfestival berlin: ilb

Ein Fluss als Figur, eine Eule als Erzähler und die Sonne als Energiequelle allen Lebens: Julia Fiedorczuks Roman »Unter der Sonne« (Ü: Lisa Palmes und Joanna Manc) rückt die (poetische) Kraft des Lichts ins Zentrum. Yvonne Owuor, ausgezeichnet mit dem renommierten Caine Prize for African Writing, hat das Nature Poetry Retreat gegründet, das jungen Dichter:innen die Möglichkeit bietet in der Landschaft des Turkana-Grabens Umwelt und Erinnerung neu zu erzählen. Gemeinsam sprechen sie über den Einfluss der Elemente auf ihr Schreiben. Mit Yvonne Adhiambo Owuor und Julia Fiedorczuk Es moderiert Olivia Judson Auf Englisch Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€
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Dana Vowinckel & Ruth-Maria Thomas: Lust auf Liebe

internationales literaturfestival berlin: ilb

Anton ist Jude, Alma nicht. Sie lieben sich, streiten und versöhnen sich – bis mit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ein Abgrund aufreißt, der an allem zweifeln lässt. Michelle entflieht ihrer ostdeutschen Armut, aber im Westen wartet auch nur schlecht bezahlter Schichtdienst an einer Hotelrezeption. Plötzlich steht da Henry, das Privileg in Person, und schmachtet sie an. Dana Vowinckel und Ruth-Maria Thomas reden über ihre neuen Romane »Anton und Alma« und »Die zweitgrößte Liebe«: Liebesgeschichten in einer gespaltenen Welt. Mit Ruth-Maria Thomas, Dana Vowinckel Auf Deutsch Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€
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Max Czollek: Zweifelssohn

internationales literaturfestival berlin: ilb

Deutschlandpremiere Vielleicht ein Prophet, vielleicht ein Aufklärer? Mit Sicherheit ein Zweifler. In Max Czolleks lang erwartetem Debütroman tritt ein Protagonist, der das Zweifeln im Namen trägt, eine ungewöhnliche Deutschlandreise an. Benannt nach dem jüdischen Philosophen Mendelssohn und ausgestattet mit den Untergangsvisionen des Propheten Jeremias, bewegt sich Zweifelssohn zwischen Hotelzimmer und Bordbistro. Mal verdrängend, mal erkennend, richtet sich sein Blick auf eine gewaltvolle Gegenwart. Mit Max Czollek Es moderiert Paula Fürstenberg Auf Deutsch Dauer: 60' 18€, ermäßigt 12€
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Kamal Trilok Singh: Generation Next

internationales literaturfestival berlin: ilb

Indische englischsprachige Literatur ist in guten Händen, sagt Jeet Thayil, Curator in Residence des 26. ILB und Herausgeber. Kamal Trilok Singh liefert mit seinem Debüt »happily ever after« den Beweis. Thayil erkennt »ein Beispiel für schonungslose literarische Virtuosität«. Singh seziert feinfühlig und rhythmisch eine Beziehung im kleinsten Detail, zwischen Rachefantasien und Szenen einer Liebe. Im Anschluss an eine performative Lesung wird über den Roman gesprochen. Mit Kamal Trilok Singh Es moderiert Hadnet Tesfai Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€ Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Programm Curator in Residence.
Literatur+Sprache | Lesung

Steht am Ende die Freiheit: Ein Abend für den Iran

internationales literaturfestival berlin: ilb

Das Jahr begann mit Protesten, getragen vom großen Mut der iranischen Bevölkerung – wie schon 2022, als der Ruf »Jin, Jiyan, Azadî« (Frau, Leben, Freiheit) um die Welt ging. Im nächsten Moment wurde auch dieser Protest mit unvorstellbarer Brutalität niedergeschlagen. Noch während Iraner und Iranerinnen ihre Toten betrauerten, starteten am 28. Februar die USA und Israel Luft- und Raketenangriffe gegen den Iran. Autor:innen und Journalist:innen leben in diesen Monaten mit spärlichen Informationen und in Angst um Angehörige im Iran. Sie halten »Explosionen in ihren Händen«, schrieb die Schriftstellerin Shida Bazyar über die Nachrichten auf ihrem Handy. Sie wird gemeinsam mit dem Poetry Slammer Aidin Halimi und den Autorinnen Ronya Othmann und Daniela Sepehri über die Rolle von Schriftsteller:innen in der Freiheitsbewegung Irans sprechen. Über die politischen und globalen Folgen des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran diskutieren der Journalist Michel Abdollahi und der Politiker Omid Nouripour sowie der Politologe Ali Fathollah-Nejad. Die im Berliner Exil lebende Lyrikerin Mahtab Yaghma, die 2024 nur knapp der Todesstrafe entkam, wird aus ihrem Werk lesen. Behrad Alikonari wird den Abend musikalisch begleiten. Mit Michel Abdollahi, Behrad Alikonari, Shida Bazyar, Ali Fathollah-Nejad, Omid Nouripour, Aidin Halimi, Ronya Othmann, Daniela Sepehri, Mahtab Yaghma Es moderieren Shila Behjat und Linn Penelope Rieger Mit musikalischer Begleitung von Behrad Alikonari Dauer: 150' 18€, ermäßigt 12€ In Kooperation mit PEN Berlin.
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Ilija Matusko & Anna Schapiro: Radikal gegenwärtig

internationales literaturfestival berlin: ilb

Anna Schapiros Erzählerin greift nach dem Tod ihrer Großmutter zum Aufnahmegerät und reist nach Russland, Israel und in die USA. Aus den Stimmen ihrer sowjetisch-jüdischen Familie entwickelt sich »Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind« als fragmentierter Epochenroman. In Ilija Matuskos »Jugo« sitzt der Protagonist am Schreibtisch und verfasst einen widerspenstigen Liebesbrief an seinen Vater, der nach dreißig Jahren in Deutschland eine schmerzhafte Rückkehr in die kroatische Heimat antritt. Beide Debütromane spielen mit Fiktion und Biografie und machen dabei die Gegenwart des Vergangenen spürbar. Mit Ilija Matusko, Anna Schapiro Es moderiert Viktoria Feldhaus Auf Deutsch Dauer: 60' 12€, ermäßigt 8€

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