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Konzerte / Konzert Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerte / Konzert Pierre Boulez Saal Berlin Berlin, Französische Straße 33 D
Literatur / Buchpräsentation Deutsches Spionagemuseum
Di, 7.2.2023, 19:00 Uhr
Literatur / Lesung Haus für Poesie Berlin, Knaackstr.97
Literatur / Lesung Backfabrik Literatur Station Berlin, Saarbrücker Straße 36-38
Literatur / Lesung be.bra verlag GmbH Berlin, Schönhauser Allee 37
Literatur / Kulturveranstaltung Periplaneta - Verlag und Mediengruppe Berlin, Bornholmer Straße 81a
Literatur / Buchpräsentation Edition Monhardt Berlin, Ahornstraße 12a
Literatur | Lesung

Lesung mit Sophie Rois

Berliner Philharmoniker

Sophie Rois liest aus Berlin-Texten von Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Max Frisch und Uwe Johnson. »Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.« Lesung aus Werken von Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Max Frisch und Uwe Johnson
Literatur | Lesung

Deutsche Literatur der Nachkriegszeit

Berliner Philharmoniker

Zwischen Verdrängung und Aufbruch Katharina von Uslar und Edgar Rai stellen Werke der deutschen Nachkriegsliteratur vor, die die Zerrissenheit der Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg verdeutlichen. Veranstalter/Kartenverkauf: Palais Populaire
Literatur | Lesung

Konstantin Krimmel & Julius Drake

Pierre Boulez Saal

KONSTANTIN KRIMMEL, Bariton JULIUS DRAKE, Klavier N.N., Rezitation Eichendorff-Vertonungen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Johannes Brahms, Hugo Wolf, Richard Strauss, Hans Pfitzner, Alexander Zemlinsky, Othmar Schoeck, Aribert Reimann Lesung aus Gedichten Joseph von Eichendorffs in deutscher Sprache „Ich will nicht mein Leben beschreiben, sondern die Zeit u. ihre Wechsel, in der ich gelebt, mit einem Wort: Erlebtes im weitesten Sinne“, erklärt Joseph von Eichendorff in seinen Memoiren. Die poetischen Sehnsuchtsräume des romantischen Dichters stehen im Mittelpunkt dieses Konzerts der von Julius Drake kuratierten Reihe „Lied und Lyrik“. Gemeinsam mit dem Pianisten widmet sich Bariton Konstantin Krimmel nicht nur berühmten Eichendorff-Vertonungen von Mendelssohn, Brahms und Schumann, sondern auch Werken des späten 19. und des 20. Jahrhunderts. Dazu liest ein:e Schauspieler:in ausgewählte Gedichte. Preis: 55€ | 45€ | 35€ | 25€ | 15€
Literatur | Lesung

Akademie-Forum: Natan Sznaider

Pierre Boulez Saal

Prof. Dr. Jacob Eder, Moderation Natan Sznaider, Soziologe Ibrahim Alshaikh, Klarinette Dauer der Veranstaltung: ca. 1h 30m ohne Pause Die großen moralischen Narrative der Grausamkeit bringen tiefgreifende moralische und politische Konsequenzen für unsere Gegenwart mit sich. Der westliche Blick stellt die Verbrechen des Totalitarismus wie Holocaust und Gulag ins Zentrum. Die Holocaust-Erinnerung ist auf Israel fokussiert, das für Jüdinnen und Juden den Garanten ihrer Sicherheit darstellt. Jenseits der atlantischen Welt spielen diese Erinnerungen eine weniger zentrale Rolle. Im Vordergrund stehen dort die Grausamkeiten des Westens gegenüber der außerhalb des Westens stehenden Welt: Kolonialismus und Imperialismus sind hier die semantischen Markierungen. Diese Perspektive zeichnet Israel als Handlager des Westens sowie als weiße Siedlergesellschaft, die die eingeborene Bevölkerung unterdrückt. Diese beiden moralischen Sichtweisen sind nicht immer klar voneinander zu trennen; in Geschichtsschreibung wie in politischen Annährungen werden sie oft miteinander verknüpft, und gerade im Nahostkonflikt überlagern sie sich und konkurrieren miteinander. Schmerz und Opfer werden zu Schlüsselbegriffen. Ausgehend von Natan Sznaiders Buch Fluchtpunkte der Erinnerung geht es an diesem Abend auch darum, wie konstruktiv gestritten werden kann. Natan Sznaider ist emeritierter Professor für Soziologie am Academic College von Tel Aviv. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen der soziologischen Theorie, Globalisierung und Erinnerungskultur. In Mannheim geboren, wanderte er nach Israel aus, wo er sein Studium aufnahm. In den USA hat er über die „Soziologie des Mitleids“ promoviert. Er hatte mehrere Gastprofessuren in Deutschland inne. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte (hrsg. mit Christian Heilbronn und Doron Rabinovici, Suhrkamp 2019) und Fluchtpunkte der Erinnerung: Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus (Hanser 2022). Mit einem musikalischen Beitrag von Ibrahim Alshaikh (Klarinette). Eine Anmeldung ist erforderlich; der Eintritt ist frei. In deutscher Sprache Dieses Akademie-Forum findet aufgrund der großen Nachfrage im Foyer des Pierre Boulez Saals statt.
Literatur | Lesung

Akademie Forum: Nabih Bulos

Pierre Boulez Saal

Nabih Bulos, Journalist & Violine Prof. Dr. Jacob Eder, Moderation Michael Barenboim, Violine „Ich hatte nie vor, Journalist zu werden. Leute glauben mir das nicht, wenn ich es ihnen erzähle, aber noch im August 2012 war ich klassischer Violinist. Orchester, Streichquartette, Kammermusikabende, Sie wissen schon. Als in Syrien Krieg ausbrach, lebte ich in Beirut und die Journalisten brauchten Übersetzer. Ein Freund empfahl mich der Los Angeles Times und von da an nahm alles seinen Lauf.“ Nabih Bulos, Chefkorrespondent der Los Angeles Times für den Nahen Osten, der gegenwärtig auch über die Ukraine berichtet, blickt auf ein faszinierendes und außergewöhnliches Leben zurück. Der gebürtige Jordanier war Fulbright-Stipendiat und wurde zum klassischen Geiger ausgebildet. Als Musiker hatte er Auftritte mit Daniel Barenboim und vielen anderen. Der Kriegsausbruch in Syrien veränderte sein Leben dramatisch. Seit 2012 berichtet er über die Nachwirkungen des Arabischen Frühlings, über das Wiedererstarken des Islamischen Staates und der Kampagne, ihn zu besiegen. In Konversation mit Jacob Eder spricht er über seinen Lebensweg von der Musik hin zum Journalismus, seine Arbeit als Reporter in Syrien, im Irak, in Afghanistan, Libyen, Gaza, im Jemen und jetzt in der Ukraine – und was er in den zehn Jahren dabei gelernt hat, Konflikte und Kriege zu verstehen. Mit einem musikalischen Beitrag von Nabih Bulos und Michael Barenboim. Eine Anmeldung ist erforderlich; der Eintritt ist frei.
Literatur | Lesung

Akademie Forum: Rainer Forst

Pierre Boulez Saal

Prof. Dr. Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie Prof. Dr. Roni Mann, Moderation Kristina Georgieva, Violine Dass die Vergangenheit mit der Zeit vergeht und Geschichte die exklusive Domäne der Historiker ist, war eine Prämisse der Modernisierungstheorie. Inzwischen wissen wir, dass die Geschichte und ihre Deutung im Zentrum sozialer und politischer Konflikte steht. Solange unterschiedliche Narrative unversöhnlich gegeneinanderstehen, solange ist auch die Möglichkeit sozialer Anerkennung und politischer Gleichberechtigung blockiert und die Herausbildung von Solidarität und Gemeinsinn in der Gesellschaft in Frage gestellt. Ausgehend von konkreten Beispielen betrachtet Aleida Assmann das Problem unterschiedlicher Geschichtsdeutungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und versucht, eine Antwort zu finden auf die Frage: „Kann man die Vergangenheit reparieren?“ Aleida Assmann wurde 1947 in Bielefeld geboren, studierte Anglistik und Ägyptologie und habilitierte sich 1992 an der Universität Heidelberg. Von 1993 bis zu ihrer Emeritierung 2014 hatte sie den Lehrstuhl für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz inne. Zusammen mit ihrem Mann Jan Assmann hat sie in jahrzehntelangem engem Austausch ein Lebenswerk zum „Kulturellen Gedächtnis“ vorgelegt, das ein neues Forschungsparadigma in den Geistes- und Sozialwissenschaften begründet hat. Sie hatte Gastprofessuren u.a. an den Universitäten Princeton, Yale und Wien inne und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, und hat die Ehrendoktorwürde der Universität Oslo erhalten. Mit einem musikalischen Beitrag von Nur Koç (Fagott). Eine Anmeldung ist erforderlich; der Eintritt ist frei.
Literatur | Lesung

TATORT Mittelmeer

Deutsches Theater Berlin

Fernsehkommissar:innen berichten über Menschenrechtsverbrechen und die humanitäre Notsituation von Geflüchteten auf dem Mittelmeer Mit: Peter Kurth, Anna Schudt, Heike Makatsch, Nina Kunzendorf, Daniel Sträßer, Stefanie Reinsperger, Hans-Jochen Wagner (tbc.) Im Rahmen dieser Lesung lenken Schauspieler:innen, die u. a. als Fernsehkommisar:innen aus Tatort und Polizeiruf 110 bekannt sind, den Fokus auf das Mittelmeer als Tatort:. Peter Kurth, Anna Schudt, Heike Makatsch, Nina Kunzendorf, Daniel Sträßer, Stefanie Reinsperger, Hans-Jochen Wagner und weitere lesen Berichte von Retter:innen und Geretteten sowie Auszüge einer Dokumentation von Rechtsbrüchen auf dem Mittelmeer, die von der Search & Rescue Crews der Rettungsschiffe bezeugt und festgehalten wurden. Mit der Lesung Tatort Mittelmeer soll den Ungehörten Gehör verschafft werden. Musikalisch begleitet wird diese von dem palästinensisch-syrischen Pianisten Aeham Ahmad, der 2015 den „Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte“ erhielt. Tatort Mittelmeer ist eine Co-Produktion zwischen der zivilen Seenotrettungsorganisation SOS Humanity und dem Deutschen Theater Berlin, um gemeinsam Aufmerksamkeit auf die seit Jahren andauernde humanitäre Notsituation auf dem Mittelmeer zu lenken und Spenden für die lebensrettenden Einsätze des Rettungsschiffs „Humanity 1“ zu sammeln. SOS Humanity, bis Ende 2021 SOS Mediterranee Deutschland, setzt sich für eine Welt ein, in der die Menschenrechte aller gewahrt werden. SOS Humanity steht für Menschlichkeit auf See und an Land. Der Verein engagiert sich dafür, dass kein Mensch mehr auf der Flucht ertrinken muss und jeder mit Würde behandelt wird. Mit dem Rettungsschiff Humanity 1 rettet er seit August Leben auf dem Mittelmeer. Mit: Peter Kurth, Anna Schudt, Heike Makatsch, Nina Kunzendorf, Daniel Sträßer, Stefanie Reinsperger, Hans-Jochen Wagner (tbc.) Konzeption: Gianna Main Musik: Aeham Ahmad Dramaturgie: Alexander Weinstock Organisation: SOS Humanity
Literatur | Lesung

Rosas Theater

Deutsches Theater Berlin

Mit: Rosa von Praunheim & Friends Niemand hat das Lieben, Leben und Leiden schwuler Männer so derb, zotig, furchtlos und zärtlich beschrieben, verfilmt, gedichtet und gemalt wie das skandalöse Universalgenie Rosa von Praunheim. Am Deutschen Theater hat er dann schließlich auch noch die Bühne für sich entdeckt. Im neu erschienen Buch Rosas Theater versammeln sich neben dem autobiographischen Stück Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht, das am DT aus Anlass seines 75. Geburtstags entstand, auch Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs, das 2020 während der Autorentheatertage zur Uraufführung kam. Dazu und zwei leidenschaftliche Fleischfachverkäuferinnen und last but not least das ultimative Musical Die Bettwurst. Aus Anlass seines 80sten Geburtstags feiern wir das Buch und den Jubilar, dazu den neuen Roman Hasenpupsiloch und viele weitere Projekte aus Rosas nie versiegender Feder. Der Autor selbst wird lesen; sein kongenialer Ko-Komponist Heiner Bomhard singt, Konfetti!
Literatur | Lesung

Lügen über meine Mutter

Deutsches Theater Berlin

Moderation: Aileen Puhlmann „[René Girard] vertritt folgende These: In der Gesellschaft gibt es, bei allen Menschen, den starken Wunsch, wenig zu wiegen. Vielleicht ist dies das letzte Kulturideal, das wir alle teilen, das einzige, über das wir uns alle einig sind: Schlank sein ist voll gut!“ Liv Strömquist, Im Spiegelsaal Mit Lügen über meine Mutter (Kiepenheuer & Witsch, 2022) ist Daniela Dröscher ein feinsinniger, autofiktionaler Roman gelungen, der es zu Recht auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2022 geschafft hat. Das Leben einer Familie in der südwestdeutschen Provinz der 1980er Jahre wird von einem Thema beherrscht: dem Körpergewicht der Mutter. Berührend und klug erzählt Dröscher vom Kammerspiel Familie, von subtiler Gewalt, aber auch von Verantwortung und Fürsorge. Ein tragisch-komisches Buch über eine starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen. Die Inszenierung Im Spiegelsaal des Jungen DT (nach der Graphic Novel von Liv Strömquist, Regie: Katharina Bill) und das Buch von Daniela Dröscher verbindet vor allem die Frage nach dem Schönheitsdruck auf weiblich gelesene Personen. Warum ist die Bewertung von Anderen, der Schönheitsdruck und die Frage nach dem „richtigen“ Gewicht immer noch so aktuell? Und warum ist der Konsens so groß, wenn es um das Bild von heteronormativen Körpern geht – ob 16 oder 60 Jahre, ob Süddeutschland in den 80ern oder Berlin heute? Was haben Krankenkassen und Shopping-Center mit dem Selbstbild von weiblich gelesenen Körpern zu tun? In dem sich an die Lesung anschließenden Gespräch der Autorin Daniela Dröscher mit der Regisseurin, Performerin und Fat-Aktivistin Katharina Bill wird es vor allem um den Schönheitsdiskurs, gesellschaftliche Zusammenhänge, aber auch um Möglichkeiten der Veränderung einer Perspektive mit den Mitteln der Kunst gehen. Gemeinsam mit dem Publikum und moderiert von der Aktivistin und Machtkritikerin Aileen Puhlmann findet sowohl der Schönheitsdiskurs Raum als auch die aktive Suche nach Wegen aus der Fremdbestimmung.
Literatur | Lesung

Theater in Deutschland.
Günther Rühles 3. Band

Deutsches Theater Berlin

Es liest: Ulrich Matthes Der dritte Band von Günther Rühles Theater in Deutschland ist kein historischer Rückblick, sondern die lebendige Schilderung eines Zeitgenossen. Es ist die Zeit der Skandale und Debatten, der Experimente und Neuanfänge, die Günther Rühle in seinem Lebenswerk vergegenwärtigt. Von Rainer Werner Fassbinder bis Peter Zadek, von Hannelore Hoger bis Martin Wuttke treten all die Künstlerinnen und Künstler auf, die diese große Theaterepoche geprägt haben. Es geht um die Aufbrüche und Veränderungen unserer Zeit, um die Wirkung und Strahlkraft des Theaters in beiden Teilen Deutschlands, bis heute. Auch wenn der Band nach dem Tod Günther Rühles Fragment geblieben ist: Er erzählt fulminant von der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft des Theaters. "Mehr als ein Vierteljahrhundert hat Günther Rühle das deutschsprachige Theatergeschehen begleitet und geprägt wie kein anderer." (Deutschlandfunk Kultur) "In den Klassikern erkannte er das Zukünftige, im Zeitgenössischen das tatsächlich Neue. Sein waches Interesse für die spezifische Persönlichkeit von Künstlern verband sich ganz selbstverständlich mit einem genauen Blick für die großen Zusammenhänge. Es war ihm eine Lust, im Detail die große Linie aufzuspüren." (Hermann Beil, Theater heute) Theater in Deutschland. 1967-1995 Seine Ereignisse - seine Menschen von Günther Rühle Erscheinungstermin: 26. Oktober 2022 Siehe: S. Fischer Verlage
Literatur | Lesung

Über Menschen und 1913

Konzerthausorchester Berlin

Konzerthausorchester Berlin Peter Rundel: Dirigent Anna Schudt: Lesung Die Zeit des „Fin de siècle“ um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erschütterte viele Gewissheiten und kulminierte im Jahr der großen Anspannung 1913, das Florian Illies in seinem gleichnamigen Bestseller nachzeichnet. Allgemeine gesellschaftliche Verstörung und individuelle Gereiztheit sind gemeinsame Nenner mit dem Jahr 2020: In „Über Menschen“ wird Juli Zeh zur Chronistin des ersten Lockdowns und seziert pandemische Gegenwartsphänomene. Die ausgewählte Musik zwischen den von Anna Schudt gelesenen Passagen transportiert die jeweilige Erschütterung der gut ein Jahrhundert auseinanderliegenden, krisenhaft empfundenen Monate wie ein Seismograph.
Literatur | Lesung

Um jeden Preis

Deutsches Theater Berlin

Vor 30 Jahren ändert sich im Fußball auf einen Schlag alles. 1992 wird die Champions League gegründet und in England die Premier League. In Deutschland startet mit ran ein neue Zeitalter des Fernsehfußballs. Es beginnt das Goldene Zeitalter des modernen Fußballs mit Super-Spielern unter Anleitung visionärer Super-Trainer. Doch die Erfolgsgeschichte ist von Beginn an durchsetzt von Unbehagen und Entfremdung. Inzwischen wirkt der Fußball angesichts von Transfermillionen, Vereinen in den Händen von Hedgefonds und einer WM in Katar aus den Fugen geraten. Fans ärgert die Gebührenexplosion bei Bezahlsendern und dass in der Bundesliga nur noch ein Team Meister werden kann. Wie hat sich der Fußball so verfangen und welche Wege könnten aus dem Dilemma führen?
Literatur | Lesung

Das pinke Hochzeitsbuch

Deutsches Theater Berlin

mit Przemek Zybowski (Autor) und Corinna Harfouch Moderation: Frank Meyer, Deutschlandfunk Kultur
Literatur | Lesung

Die Ukraine und wir

Deutsches Theater Berlin

Deutschlands Versagen und die Lehren für die Zukunft Buchpremiere und Gespräch mit Sabine Adler Moderation: Jörg Thadeusz Der Krieg in der Ukraine stellt das politische und wirtschaftliche Handeln Deutschlands auf den Prüfstand. Jahrzehntelang wurde über den zweitgrößten Staat Europas hinweggeschaut und Russland hofiert. Mit fatalen Folgen. Deutschland hat versagt, konstatiert die Osteuropa-Expertin Sabine Adler. Ihre Analyse nimmt nicht nur die Ukraine und den aktuellen Krieg in den Blick, sondern vor allem Deutschlands Rolle - wirtschaftlich, politisch, medial - in Bezug auf das von Russland überfallene Land. Als langjährige und hellsichtige Beobachterin zieht sie eine kritische Bilanz: politische Versäumnisse, Lobbyismus, Doppelmoral und ein verlogener Pazifismus waren über weite Strecken bestimmend. Zeit, daraus zu lernen und einen radikalen Kurswechsel einzuleiten!
Literatur | Lesung

A bridge with no banks | Eine Brücke ohne Ufer

Staatliche Museen zu Berlin

Eine literarische Aktion von Weiter Schreiben in der Ausstellung „Bitte lachen, Please cry“ von Barbara Kruger Dima Albitar Kalaji (Syrien), Batool (Afghanistan), Stella Gaitano (Südsudan), Rabab Haidar (Syrien) und Yirgalem Fisseha Mebrahtu (Eritrea) sind fünf Autorinnen, die in ihren Heimatländern Verfolgung und Repression ausgesetzt waren und nun bei Weiter Schreiben publizieren. Die Neue Nationalgalerie hat die Schriftstellerinnen eingeladen, sich mit der raumgreifenden Schriftinstallation von Barbara Kruger auseinanderzusetzen und diese in Form von mehrsprachigen Lesungen und Performances am 29. Juni zu präsentieren. Mit ihren Stimmen nehmen sie Bezug auf Krugers Texte und Zitate auf dem Boden der Glashalle und machen diese zum Ausgangspunkt eigener künstlerischer Reflektionen. Im Rahmen einer performativen Live-Lesung um 17 Uhr stellen die Autorinnen ihre Texte in der jeweiligen Originalsprache (Arabisch, afghanisches Persisch, Tigrinya) persönlich vor und ihre Tandem-Partnerinnen aus dem Projekt Weiter Schreiben, wie Julia Schoch und die Theatermacherin Christiane Kühl präsentieren sie in deutscher Übersetzung. Vor und nach der Performance lädt eine Audio-Installation von 16:00–19:00 Uhr mit Sitzgelegenheiten dazu ein, die Texte über Lautsprecher oder via QR-Codes auch auf dem eigenen Smartphone überall im Raum anzuhoeren. Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung von Weiter Schreiben und der Neuen Nationalgalerie Berlin. Weiter Schreiben ist ein Projekt von WIR MACHEN DAS in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturfonds, der Allianz Kulturstiftung und der Fondation Jan Michalski. Untold – Weiter Schreiben Afghanistan ist eine Initiative der KfW Stiftung in Kooperation mit „Untold – Write Afghanistan“ und Weiter Schreiben. 16:00 Uhr - 19:00 Uhr Eintritt frei Anmeldung: nicht erforderlich
Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

Culturall.info - Buchtipps

August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

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Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

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Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

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Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Literatur

Kirchner and Nolde. Expressionism. Colonialism

Culturall.info - Buchtipps

Zwei Schlüsselfiguren des Expressionismus im Kontext des deutschen Kolonialismus Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) lebten zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft, die sie sozialisierte und prägte. Der Band thematisiert ihre intensive Beschäftigung mit Kunst und Kultur aus anderen Teilen der Welt und betrachtet ihre Werke im historischen und ideologischen Kontext des ausgehenden Kaiserreichs.

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