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Ausstellungen | Ausstellung

Die Berge Tirols

Staatliche Museen zu Berlin

Kuhglocken, die Berliner Hütte im Zillertal, Gletschermüll und eine Statue des Heiligen Nikolaus‘ – sie alle verbindet die Tiroler Berglandschaft. Die Ausstellung beleuchtet die Beziehungen zwischen Menschen und Bergen damals und heute. Neben historischen Objekten präsentiert sie Kunstwerke, Filme, Lieder und interaktive Stationen. Eine Ausstellung für Bergfans, Familien und Neugierige! Tirols Berge wirken vertraut: Die Bilder von schneebedeckten Gipfeln, unberührter Natur und Berghütten prägen heute das Image der Region. Wer genauer hinsieht, entdeckt auch Autobahnen, Staudämme und Skilifte. Dies ist kein Gegensatz, sondern Teil einer Region, deren Berge vielfältig genutzt werden. Die Berge prägen das Leben der Menschen in Tirol. Gleichzeitig formen die Menschen die Berge selbst. Zur schönen Landschaft gehören ihre wirtschaftliche Nutzung und wissenschaftliche Erforschung ebenso wie Handel und Reisen. Die Ausstellung widmet sich den Bergen im österreichischen Bundesland Tirol, wo globale Herausforderungen wie der Klimawandel und Massentourismus besonders deutlich werden. Welche Lösungen finden die Menschen, um mit den Herausforderungen umzugehen? Welche Strategien gibt es, wenn Tourismus und Almwirtschaft zu Nutzungskonflikten führen, wenn die Bedrohung durch Lawinen und Felsstürze zum Alltag gehört oder wenn der Schnee im Skigebiet ausbleibt? Ob Lawinensprengung oder Gletschermüll, Almkranz oder Schluchtenteufel: Die Berg-Geschichten in dieser Ausstellung sind manchmal schön, manchmal schaurig, aufregend oder berührend. Sie zeigen, wie vielfältig die Beziehungen zwischen Menschen und Bergen sind. Aber auch Berlin spielt eine Rolle: Die Tiroler Berge sind seit über 150 Jahren Teil der Berliner Freizeitkultur – sowohl bei den sogenannten Alpenbällen um 1900 als auch durch die Sektion Berlin des Alpenvereins, die im Zillertal ihre „Berliner Hütte“ errichtete. Entdecken und Mitmachen Die Ausstellung präsentiert auf ca. 300 m² historische und aktuelle Objekte, Grafiken und Fotos, Filme und Lieder sowie Kunstwerke. Die geschätzte Aufenthaltsdauer beträgt 60 bis 90 Minuten. Interviews und zusätzliche Materialien laden dazu ein, sich mit ausgewählten Themen tiefergreifend zu beschäftigen. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst aktiv zu werden: Materialien wie Zirbelholz oder Flachs zu ertasten, sich in den Fantasiebergen zu fotografieren, Spiele auszuprobieren oder eigene Bergcollagen zu gestalten. Ein Audioguide (Deutsch/Englisch) begleitet durch die Ausstellung. Für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren gibt es einen eigenen „Wanderpfad“ zum Entdecken, Nachforschen und Mitmachen. Kinder, Jugendliche und Familien sind ausdrücklich willkommen. Europäische Kulturtage: Tirol Mit der Ausstellungseröffnung finden die 22. Europäischen Kulturtage statt (26. Juli bis 23. August 2026), die sich in diesem Jahr Tirol widmen. Hier gibt es die Möglichkeit, die Region und ihre Kultur kennenzulernen und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Lesungen, kulinarischen Veranstaltungen, Open-Air-Kino, Klettertag und Jodel-Workshop lädt dazu ein, Tirol aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Unterstützt durch den Verein der Freunde des Museums Europäischer Kulturen und Tirol Werbung Medienkooperation: HIMBEER „Die Berge Tirols“ ist eine Sonderausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Tiroler Volkskunstmuseum, den Ötztaler Museen, dem Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Innsbruck, dem Österreichischen Alpenverein, der Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins und dem Österreichischen Kulturforum Berlin. (Bild: Die Ausstellung des MEK präsentiert eine Vielzahl von Objekten und Geschichten. © Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug)
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Sofie Dawo. Textile Experimente

Staatliche Museen zu Berlin

Die 1926 im Saarland geborene Textilkünstlerin Sofie Dawo hat ein zwar kleines, aber äußerst bedeutendes Werk hinterlassen, das hier exemplarisch vorgestellt wird. Ihre textilen Werke sind eigenständige Bild-Kunstwerke, deren Herstellungsprozesse mit dem spezifischen Material in das Objekt eingeschrieben sind. Dawo kalkulierte dabei das Unvorhersehbare, die, wie sie sagte, „auftauchenden Überraschungen“ bewusst ein. Ihre textilen Experimente sind frei von jeder Funktion oder Anwendung und entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung in die Kategorien Kunst oder Handwerk – sie stehen für sich. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Sofie Dawo, ohne Titel, 1963, Wolle, Kordel, Leinen, Wollschuss in Leinenkette, geknotet Foto: Jochum Rodgers)
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Fotografie erzählt Skulptur

Staatliche Museen zu Berlin

Skulpturen begegnen uns heute häufiger im Bild als im Original. Fotografien prägen unseren Blick auf plastische Kunst und bestimmen, wie wir sie wahrnehmen, erinnern und verstehen. Die Ausstellung Fotografie erzählt Skulptur macht diese Perspektivverschiebung sichtbar: Sie bringt Skulpturen und ihre fotografischen Abbilder in einen direkten Dialog und lädt dazu ein, das Sehen selbst neu zu entdecken. Über sechzig Fotografien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart treten dabei in Beziehung zu sieben ausgewählten Skulpturen vom 11. bis zum 17. Jahrhundert. In neun thematischen Kapiteln entfaltet sich eine Geschichte des Sehens, die zeigt, wie Skulpturen durch fotografische Mittel wie Lichtführung, Bildausschnitt und Perspektive inszeniert und interpretiert werden. Die Ausstellung verbindet die Skulpturensammlung des Bode-Museums mit dem bislang wenig bekannten Fotoarchiv des Hauses. Ein umfangreich bebilderter Begleitband mit Beiträgen von Dr. Franziska Lampe (Photothek, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München), Prof. Dr. Kathrin Müller (Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin) und weiteren Beitragenden vertieft die Fragestellungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven. (Bild: Clarence Kennedy (1892-1972), Prinzessin von Urbino, vor 1928 Foto: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Archiv; Public Domain Mark 1.0)
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2101 – Future Ceramics
Tischkultur der Zukunft

Staatliche Museen zu Berlin

Wie werden die Menschen in Zukunft leben? Und wie werden sie essen und trinken, welche alltäglichen Rituale der Tischkultur könnten sich im Jahr 2101 entwickeln? Mit diesen Fragen haben sich Studierende der Universität der Künste (UdK) im Rahmen des Seminars „2101 – FUTURE CERAMICS | Tischkultur der Zukunft“ intensiv beschäftigt. Zwölf Arbeiten sind nun im Berliner Kunstgewerbemuseum (KGM) zu sehen. Anhand spekulativer Szenarien entwarfen die Studierenden experimentelles Geschirr, das mögliche zukünftige Formen des Zusammenlebens widerspiegelt. Neben klassischen Designprozessen nutzten die Studierenden auch KI-gestützte Werkzeuge, um ihre Zukunftsvisionen zu visualisieren und zu erzählen. Keramik, insbesondere Porzellan, diente dabei als zentrales Material, das wegen seiner Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und kulturellen Bedeutung ausgewählt wurde. Häufig spielen in den Visionen der Studierenden Rituale eine Rolle: Das Zusammenkommen in der Familie gewinnt an Bedeutung, ebenso das zeremonielle gemeinsame Speisen und Trinken. Im Kontext und als Reaktion auf mögliche künftige Klimakatastrophen, die soziale Entfremdung in verdichteten Megacities oder die Vereinsamung im digitalen Zeitalter entwarfen die Studierenden Trinkgeschirr mit Klangcodes, Gefäße zur rituellen Zubereitung von Tee, ein Service, das zum Teilen einlädt, oder ein Stapelgeschirr für neuartige Nahrungsmittel wie Gelees, Algen oder Insekten. Auch Trinkpokale, Duftgefäße und Jardinieren als Tischschmuck entstanden, jeweils im Kontext künftiger Gesellschaftsszenarien. Die Arbeiten werden inmitten der historischen Porzellane und Fayencen aus dem Bestand des KGM gezeigt. So entsteht ein Dialog zwischen den Zukunftsvisionen der jungen Designer*innen und der Tafelkultur vergangener Epochen. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Universität der Künste, Fachbereich Produktdesign (Bild: Jannes Bock, Tischgeschirr „Cielo“, 2026, Biskuitporzellan Foto: Jannes Bock)
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[ materialistin ]
Matter of Care, Care of Matter

Staatliche Museen zu Berlin

[ materialistin ] zeigt Skulpturen und raumspezifische Installationen im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, die sich mit gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen auseinandersetzen. Die Gruppenausstellung der acht in Leipzig arbeitenden Bildhauer*innen Laura Eckert, Enne Haehnle, Elisabeth Howey, Lucy König, Agnes Lammert, Wibke Rahn, Theresa Rothe und Sophie Uchman hebt neue Formen kollektiver Praxis und Solidarität hervor. Sie ist ein Signal, das im Jubiläumsjahr weit über den Hamburger Bahnhof hinausweist. Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen, deren Arbeits- und Handlungsschwerpunkt im erweiterten Feld der Skulptur liegt. Die Künstlerinnen arbeiten mit Stahl, Stein, Gips und Beton, pflanzlichen Fasern und nachwachsenden Rohstoffen, Wachs und Ton. Sie produzieren skulpturale Objekte sowie raumspezifische Installationen. Die Gruppe positioniert sich zu feministischen sowie gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen: Sie agiert solidarisch und ist nicht hierarchisch organisiert. Den körperlichen, ökonomischen und logistischen Herausforderungen im Feld der Bildhauerei setzen die Mitglieder das Teilen von Erfahrungswissen, Werkzeugen, Kontakten und Netzwerken entgegen. Die altersübergreifende Struktur stellt eine Besonderheit im Kunstfeld dar. Katalog zur Ausstellung Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Kurator Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: [ materialistin ], Meet Me At, Ausstellungsansicht KV Leipzig, 2023 © courtesy the artist / VG Bild-Kunst Bonn, 2025 / Sophia Kesting)
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Sammlungsintervention im Münzkabinett zum 250. Unabhängigkeitstag der USA

Staatliche Museen zu Berlin

Im Rahmen der Programminitiative "We the People" der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA zeigt das Münzkabinett eine Sammlungsintervention. Das Münzkabinett erinnert mit zwei Sondervitrinen an den Jahrestag der US-amerikanischen Unabhängigkeit: Ausgewählte Münzen und Medaillen beleuchten die wechselvolle Geschichte der USA zwischen Aufbruch, Einwanderung und inneren Konflikten. Auch die Frage, woher der Dollar seinen Namen hat, wird beantwortet. Zudem ist eine amerikanische Medaillenikone der Revolutionszeit mit dem Bildnis von George Washington zu sehen. (Bild. Duvivier, Benjamin: George Washington ca. 1820-1835 Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18321891. Aufnahme durch Karsten Dahmen. Medailleur/in: Pierre Simon Benjamin Duvivier)
Ausstellungen | Ausstellung

Sommer Sammelsurium

Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum

Die Stiftung Neue Synagoge versteht sich gleichermaßen als Erinnerungs- und Begegnungsort. Das Haus verbindet dabei jüdische Geschichte mit jüdischer Gegenwart und eröffnet Räume für Austausch, Reflexion und unterschiedliche Perspektiven. So nutzen wir in diesem Sommer einen ansonsten mit Ausstellungen gefüllten Raum und erproben Neues. Digitale Elemente machen vergangene Orte und Geschichten neu erfahrbar und zeigen dabei, was neue Formen des Erinnerns sein könnten. Und originale Bruchstücke des ehemaligen Gebetssaals sowie Filmmaterial und Objekte aus unserer Sammlung, die sonst verborgen bleiben, dienen als haptische Spuren der Vergangenheit und lassen uns diese neu befragen. Zugleich richten wir den Blick nach vorn und fragen uns und Sie: Welche Erinnerungen sollen bleiben, welche Lücken gefüllt werden? Wie weiter in einer Welt, die stets Umbrüche erlebt und wenig Raum für das Innehalten bietet?
Ausstellungen | Ausstellung

Ausstellung: Meine Sprachen

Goethe-Institut Berlin

„Was bedeuten dir deine Sprachen?” – diese Frage hat das Goethe-Institut München seinen Teilnehmenden gestellt. Die vielfältigen Perspektiven der Antworten greift der Münchener Grafikdesigner Sven Quaß in seinen Kalligrafien auf. Text und Illustration verbinden sich und zeigen gemeinsam, welche Bedeutung Sprache und Sprachenvielfalt für Menschen haben können. durchgängig geöffnet
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Mirae kh Rhee:
Weiterreichen

Staatliche Museen zu Berlin

Was sehen wir in Museen? In Vitrinen und hinter Absperrungen erscheinen die Dinge vor allem statisch. Mirae kh Rhee beschäftigt sich damit, wie die Objekte an ihren heutigen Platz gelangten. Die Künstlerin hinterfragt, wer warum was sammelt(e) und welche Botschaften über Sammlungen unterschiedlichster Art vermittelt werden. Nicht zuletzt durch die Mobilität von Menschen haben Sammlungsobjekte ebenso wie jene, die sie kreierten, bemerkten, bewahrten und weitertrugen, eine bewegte Geschichte hinter sich! Mirae kh Rhee ist eine interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitende Künstlerin, die in Deutschland, Kalifornien und Süd-Korea tätig ist. Von ihrer eigenen diasporischen Identität ausgehend, untersucht sie in ihrer künstlerischen Arbeit Themen wie Sammelpraktiken und -geschichten, erzwungene Migration oder kulturelle Aneignung und erzählt autoethnografische Geschichten. Die aktuelle Präsentation ist Teil eines Langzeitprojekts, das das Konzept der Kuriositätenkabinette aus der Perspektive eines transnationalen Feminismus und mit dekolonisierenden Ansätzen betrachtet. Darin beleuchtet Mirae kh Rhee etablierte Sammlungserzählungen und blickt kritisch auf Sammelpraktiken zwischen Europa und Asien. Sie analysiert elitäre Sammlungskonzepte, die der Demonstration von Macht und der Konstruktion von Identität dienen. Ausstellungsbesuchende sind eingeladen, sich mit ihrer eigenen Praxis des Sammelns auseinanderzusetzen. Nach Ausstellungseröffnung erscheint eine Broschüre, die auf dieser Seite auch als Download zur Verfügung gestellt wird. Die Ausstellung wird kuratiert von Uta Rahman Steinert, Museum für Asiatische Kunst, in Kooperation mit der Künstlerin. Eine Sonderausstellung des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen des Projekts Kollaboratives Museum (CoMuse) im Humboldt Forum, Raum 318 und 319 (Bild: Mirae kh Rhee, The Artist and Her Books, 2022 © Mirae kh Rhee / Foto: Aleks Slota)
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InterNationalgalerie#1:
Nationalmuseum in Warschau

Staatliche Museen zu Berlin

Zum Auftakt einer neuen Kabinett-Reihe in der Alten Nationalgalerie ist das Nationalmuseum in Warschau zu Gast auf der Museumsinsel. 1876 eröffnete der preußische König feierlich die „National-Galerie“ auf der Museumsinsel. Entgegen der auf dem Giebel befindlichen Aufschrift „Der deutschen Kunst“ war die Sammlung von Beginn an international und wurde zu einer der wichtigsten deutschen Sammlungen französischer Avantgarde ausgebaut. In ihrer neuen Reihe „InterNationalgalerie“ lädt die Alte Nationalgalerie über die nächsten Jahre kontinuierlich Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein und sich entlang von besonders aktuellen Themen und Fragen dem internationalen und dem Berliner Publikum vorzustellen. Den Auftakt der Reihe macht das Nationalmuseum in Warschau unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“. Die Präsentation findet im 1. Ausstellungsgeschoss statt. (Bild: Jan Matejko, Portrait dreier Kinder des Künstlers, 1870 Foto: fot. Piotr Ligier / Muzeum Narodowe w Warszawie)
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Tür zur Geschichte

Staatliche Museen zu Berlin

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wird ein historischer Raum neugestaltet. Er macht die wechselvolle Baugeschichte der Alten Nationalgalerie neu erlebbar. Die Alte Nationalgalerie, seit 1999 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Museumsinsel, ist ein einzigartiges Baudenkmal, dass die vielfältige Geschichte der Sammlung widerspiegelt. Schon 2001 wurde im Zuge der Generalsanierung ein historischer Raum im ersten Ausstellungsgeschoss für das Publikum zugänglich gemacht. Ehemals Teil einer über 300 m² großen Skulpturenhalle, bewahrt der Raum Spuren aus 150 Jahren Baugeschichte – von der Gründung über den Einbau der sogenannten Justi-Kabinette bis hin zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Anlässlich des Jubiläums der Nationalgalerie wird dieser Raum neu gestaltet und der Blick in die Geschichte der Nationalgalerie um ein Kabinett erweitert. Besucherinnen und Besuchern können visuell in den historischen Raum eintauchen. Das zugeordnete Kabinett gibt Einblicke in die Sammlungsgeschichte anhand dreier Monumentalwerke der Nationalgalerie. Zudem sind die Besuchenden im Modul „Meine Nationalgalerie“ eingeladen, sich Themen zu wünschen. (Bild: Werner Tübke, Große Wiese, Tafel 4 aus: Frühbürgerliche Revolution in Deutschland, 1979–1981 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2025)
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Tausendmal Berlin

Staatliche Museen zu Berlin

Berlin ist ein Ort ständiger Bewegung und Aushandlung, an dem sich künstlerische, politische und migrantische Wege begegnen. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums präsentiert der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart eine neue Sammlungspräsentation zur Berliner Kunstszene im globalen Dialog von 1989 bis heute. Über 70 Werke von mehr als 50 Künstler*innen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videoinstallationen, spiegeln Berlins Mythos von Hedonismus und Subkultur im internationalen Kontext. Berlin ist mit der historischen Teilung der Stadt, konkurrierenden Erzählungen und der Komplexität unterschiedlicher Zugehörigkeiten verbunden. Kunst, die in Berlin entsteht, ist gleichzeitig Spiegelbild des politischen Weltgeschehens. Hier lebende und arbeitende internationale Künstler*innen machen Berlin zum Mikrokosmos globaler politischer Bewegungen und Krisen. Diesem Wechselspiel der Kunst mit der Stadt widmet sich die neue Sammlungspräsentation mit Werken von Cemile Sahin, Katharina Grosse, Mona Hatoum, Rirkrit Tiravanija, Katharina Sieverding, Thomas Struth, Danh Vo und vielen mehr. Für die neue Sammlungspräsentation setzt der Hamburger Bahnhof den langjährigen Austausch mit der Kunstsammlung des Bundes fort. Die Sammlungspräsentation wird zusätzlich durch eine Reihe von Neuerwerbungen ergänzt. Bekannte Hauptwerke von Robert Rauschenberg oder Isa Genzken sind mit selten und zum Teil noch nie gezeigten Werken zu sehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Charlotte Knaup, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Cemile Sahin, BB – Born to Bloom, Detail, 2025 Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul Stills © Cemile Sahin)
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100 Beste Plakate 25. Deutschland Österreich Schweiz

Staatliche Museen zu Berlin

Die einhundert besten Plakate des Jahres 2025 sind da! Vom 12. Juni bis 5. Juli 2026 werden die Gewinnermotive des Wettbewerbs „100 Beste Plakate 25“ am Kulturforum ausgestellt. Sie zeigen das Neueste und Aufregendste im aktuellen Grafikdesign. Der Wettbewerb „100 Beste Plakate D A CH“ feiert dieses Jahr sein 25. Jubiläum. 2001 wurde er im Zusammenschluss der drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz neu gegründet. Seit 2008 ist die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin ausrichtender Partner für die Erstpräsentation der jährlichen Gewinnerschau in der Hauptstadt. Auch 2026 war die Beteiligung am Wettbewerb hoch, mit 2.297 Einzel- und Serienplakaten des Vorjahres, eingereicht von 676 Studios und Gestalter*innen. Das Kulturplakat ist stark vertreten. Internationale Jury Wie stets lag die Auswahl der „100 Besten Plakate“ in den Händen einer international besetzten Jury. Diesmal wählten folgende Designer*innen aus: Enrico Bravi (Wien), Malte Martin (Paris), Sascia Reibel (Berlin), Sven Tillack (Stuttgart) und Annik Troxler (Riehen bei Basel). Die Jury prämierte 30 Arbeiten aus Deutschland, 62 aus der Schweiz und 8 aus Österreich, von Auftragswerken bis zu studentischen Projekten. Gestalterisch zeigt sich 2025 als ein selbstbewusster Jahrgang, der in minimalistischer Typografie und Schwarz-Weiß ebenso überzeugend auftritt wie in großen Bildgesten und expressiven Farbkonstellationen. Grafikdesign mit Botschaft Die diesjährige Jury hat sich jedoch nicht nur auf formalästhetische Qualitäten konzentriert, sondern auch ein Schlaglicht auf gesellschaftskritische Inhalte gesetzt: Es wird in kräftigen Lettern und lauten Farben zum Umdenken und Widerstand aufgefordert, für Menschenwürde und queere Rechte protestiert, Mut zur Wut gemacht. Zum 1. Mai demonstrieren untergehakte Buchstaben für „Solidarität statt Hetze“, ein „Für Alle“ aus Spitze verbildlicht sozialdemokratische Ziele und eine Blüte aus Händen die Schönheit des kollektiven human touch. „Buy Buy Culture“ und „Degrowth“ fordern Alternativmodelle zum Kapitalismus, während sich der Text der klimakritischen Ausstellung „keep cool“ in kleinste Schattenflächen drängen muss und Greenpeace den Countdown einläutet. Das gut gestaltete Plakat zeigt wieder seine Kraft als politischer Botschaftsträger. Materialitäten Faszinierend ist die Fülle an (analogen) Materialien und Techniken, die Eingang in die (digitale) Plakatgestaltung finden. Die experimentelle Bandbreite ist groß: Von Stroboskop-Bildern aus Olivenöl, Schmutz und Kreide über Fingerschrift in Tusche bis hin zu Pen-Plottern. Eine Plakatserie arbeitet mit Kressesamen, um „Unsere Klimaziele“ in ein lebendiges Bild zu übersetzen. Beim Drucken kommen Risografie und Siebdruck ebenso zum Einsatz wie Kraftpapier und Glanzlacke. Für den „Salon d’Amour“ dienten komplexe Collagen aus Fotos textiler Performance-Masken als Plakatmotive. Grafikdesign umarmt künstlerische Praxis ganz ohne Berührungsängste. Tour und Jahrbuch Vom 12. Juni bis 5. Juli 2026 werden die „100 Besten Plakate 25“ bei freiem Eintritt am Kulturforum präsentiert. Nach diesem Auftakt in Berlin gehen sie ab Juli 2026 auf Tournee in Deutschland, Österreich, der Schweiz, sowie in Korea und an weitere Orte. Zur Ausstellung erscheint das Jahrbuch „100 Beste Plakate 25 D A CH“ bei Slanted Publishers. Buch und Erscheinungsbild sind gestaltet von Ira Ivanova und Lou Hillereau (Berlin). Veranstaltungen Im Rahmen der Ausstellung finden zwei öffentliche Veranstaltungen am Kulturforum statt. Der Eintritt ist kostenlos. Freitag, 19. Juni 2026, 18 Uhr 100 Beste Plakate 25 – Meet the Designers Dialogischer Ausstellungsrundgang mit Grafikdesigner*innen der prämierten Entwürfe Mittwoch, 1. Juli 2026, 18 Uhr Nah dran! Grafikdesign von cyan seit 1992 Ein Abend im Gespräch mit Daniela Haufe und Detlef Fiedler Die 100 Besten Plakate werden präsentiert von der Sammlung Grafikdesign der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Wettbewerbsveranstalter 100 Beste Plakate e. V. Eine Ausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem 100 Beste Plakate e. V. (Bild: 100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz, Keyvisual Design: Ira Ivanova @i_ira und Lou Hillereau @louhllr, D-Berlin)
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Tierisch gut!
Fauna und Flora in Kunst aus Japan

Staatliche Museen zu Berlin

Tiere und Vögel zählen auch in Japan neben Pflanzen, Landschaften und Menschen zu den populärsten Themen der Kunst. Von Tigern über Affen bis hin zu Elefanten und Mäusen bringt diese Auswahl aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst einen veritablen Zoo auf Bildern, Graphiken, Keramiken und Lackobjekten zusammen, der sich auch bei sommerlichen Temperaturen entspannt in den klimatisierten Museumsräumen im Humboldt Forum genießen lässt. Tiger, die mit ihrem Fauchen Wind hervorrufen, und Drachen, die aus den Wolken Regen bringen, stehen in Ostasien für die Kontrolle der Elemente und der wilden Natur. Sie sind daher eng mit der Darstellung von Macht verbunden. Mäuse und Ratten werden für ihre Intelligenz und die Fähigkeit bewundert, selbst in den entlegensten Ecken den lebensnotwendigen Reis aufzuspüren. Da Reis in Japan bis in das 19. Jahrhundert auch als Zahlungsmittel diente, wurden sie zu einem Symbol für Wohlstand. Andere Tiere, wie etwa die Pferde, die nach dem ostasiatischen Tierkreis das Zeichen des Jahres 2026 verkörpern, dienten als Nutztiere, als Freunde und Begleiter der Menschen. Ungesattelt auf der Weide stehen sie aber auch für unbändige Freiheit und ungezügelte Energie. All diese und viele weitere Qualitäten lassen sich auf den von Menschenhand gefertigten Darstellungen unserer tierisch guten Mitbewohner dieses Planeten entdecken. Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum, Raum 318, „Kunst aus Japan“ (Bild: Gan Ku (1749/1756-1838), Tiger, Detail, 1822, rechter Stellschirm eines Paares zu je 6 Paneelen, Tusche und Farben auf Papier © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann / Jörg von Bruchhausen)
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Rooms / Stages

Staatliche Museen zu Berlin

Nach der großen Ausstellung „Body Performance“, die 2019 in der Helmut Newton Foundation zu sehen war, findet nun die daran anknüpfende Ausstellung „Rooms / Stages“ statt – mit einer bewussten Verschiebung der Aufmerksamkeit vom performativen Akt auf den Raum selbst. Für Kinofilme werden im Vorfeld eines Drehs sogenannte „location scouts“ losgeschickt, um nach konkreten Orten zu suchen, die für bestimmte Szenen geeignet sind. Im fertigen Film liegt das Hauptaugenmerk unserer Wahrnehmung schließlich weniger auf den Bühnenräumen, als vielmehr auf den Schauspieler*innen und der Darstellung ihrer Rollen sowie auf der Komplexität des Filmgeschehens insgesamt. Im Medium Fotografie nehmen wir in den meisten Fällen einen Raum als Bildmotiv ebenfalls kaum wahr, es sei denn, der Raum selbst wird von den Fotograf*innen zum Hauptmotiv erklärt. Die Künstler*innen der aktuellen Gruppenausstellung werden mit jeweils einer Werkgruppe vorgestellt. Sie beziehen den Raum bewusst in ihre inszenierten Porträts ein, lassen die Menschen oder Tänzer*innen über Langzeitaufnahmen auch wieder daraus verschwinden; oder sie thematisieren ganz pur menschenleere Innenräume, etwa das eigene Atelier mit wechselndem, verschobenem Mobiliar oder Museen wie in Versailles oder Dresden, in die wir unweigerlich ein bestimmtes Geschehen imaginieren können. Neben gerahmten Fotografien werden manche Raumkompartimente der Ausstellungsräume durch Wandtapeten mit großformatigen Bildmotiven visuell pointiert. Wir sehen aufwendige räumliche Interventionen, die nur für eine Fotografie entstanden sind, unwirtliche und zugleich perfekt gestaltete U-Bahn-Gänge in Berlin und London sowie Tanz- und Theaterbilder. Helmut Newton, dessen Werk durch die wechselnden Präsentationen in seiner Berliner Stiftung immer wieder neu kontextualisiert wird, hat die verschiedensten Orte in Bühnen verwandelt, wie im zweiten Teil der Gruppenausstellung zu sehen ist. Dazu gehören luxuriöse Hotelzimmer und -lobbys in Paris, Mailand oder New York auf seinen Modefotografien der 1960er, 70er- und 80er-Jahre oder – wie in einer 180-Grad-Wendung – schroffe Außenraum-Situationen in Monte Carlo oder gar seine dortige Garage. Auf diese Weise hat er in den 1990er-Jahren, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, die exklusivsten Modeentwürfe hart kontrastiert. Newton arbeitete wie ein Filmregisseur und Set-Designer in Personalunion auf den von ihm geschaffenen Bühnen. In der aktuellen Ausstellung werden die modebasierten Interieurs sowie manche seiner Bühnenfotografien gezeigt, die beispielsweise 1983 in Wuppertal bei Pina Bausch im Auftrag des Magazins „The New Yorker“ oder ab Mitte der 1980er-Jahren für die Programmhefte des Balletts von Monte Carlo entstanden sind. All das begegnet uns motivisch in Form riesiger Wandtapeten sowie einer Fülle von Polaroids in den Vitrinen davor. Eine Sonderausstellung der Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie (Bild: Jana Sophia Nolle, #1 Berlin 2020_22, Living Room © Jana Sophia Nolle / © VG Bild-Kunst Bonn 2026)
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Helmut Newton‘s One-off Album

Staatliche Museen zu Berlin

Der dritte Teil der Sommerausstellung ist einem Album von Helmut Newton gewidmet, das der Fotograf 1999 für den Sammler Gert Elfering zusammengestellt hat und inzwischen in die Nicola Erni Collection gelangt ist. Die Sammlerin zeigt das Unikat außerhalb ihrer Schweizer Ausstellungsräume nun zum ersten Mal in Berlin. Es handelt sich um 112 kleinformatige Originalabzüge in Schwarz-Weiß und Farbe sowie unterschiedlichen Bildformaten, die von Newton und Elfering ausgewählt, auf einem Trägerkarton geklebt und handschriftlich mit einem Titel oder einer ergänzenden Geschichte zum jeweiligen Bildmotiv versehen wurden. Die montierten Fotografien wurden damals nicht gebunden, sind inzwischen einzeln gerahmt und können nun, Seite an Seite, betrachtet werden. Es handelt sich um ikonische Modefotografien ebenso wie bislang noch nie gezeigte Arbeitsfotos, die am Rande seiner Modeshootings entstanden, um Polaroids und Werbeaufnahmen. Anlässlich der Ausstellung erschien im Februar 2026 das Buch „Helmut Newton: One-off“ im Phaidon Verlag, mit Texten von Philippe Garner, Gert Elfering, Matthias Harder und Nicola Erni; ISBN: 978-1-83729-151-9 Eine Sonderausstellung der Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild (re): Helmut Newton, Père Lachaise, Tomb of Talma, Paris 1977 © Helmut Newton Foundation, Courtesy Nicola Erni Collection)
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Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus

Staatliche Museen zu Berlin

Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer (1871–1926) einen der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit. Mit einer außergewöhnlich dichten und kontinuierlichen Ausstellungstätigkeit förderte der in Berlin ansässige Galerist Paul Cassirer maßgeblich die Verbreitung des französischen Impressionismus in Deutschland. Künstler wie Edgar Degas, Paul Cézanne, Édouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir und Vincent van Gogh erlangten durch ihn erstmals größere Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum. Mit der Präsentation ihrer Werke prägte Cassirer die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig und stieß leidenschaftlich geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit an. Zahlreiche Schlüsselwerke fanden durch seine Vermittlung Eingang in bedeutende deutsche Sammlungen und Museen, darunter auch in die Bestände der Nationalgalerie. Cassirer beschränkte sein Engagement nicht allein auf die Vermittlung französischer Kunst. Er setzte sich ebenso für den deutschen Impressionismus ein und unterstützte die Berliner Secession, hier Künstler wie Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Gleichzeitig förderte er mit Edvard Munch und August Gaul bedeutende Wegbereiter der klassischen Moderne, während mit Ernst Barlach, Ernst Ludwig Kirchner und Paula Modersohn-Becker auch die junge Avantgarde Eingang in das Programm seiner Galerie fand. Die Ausstellung Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus zeigt entlang von über 100 herausragenden Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreich bebilderte Begleitpublikation. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird kuratiert von Josephine Klinger. Co-Kuratorin und Projektleitung: Franziska Lietzmann Eine Sonderausstellung der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, ermöglicht durch die FREUNDE der Nationalgalerie. Gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz. (Bild: Ansicht der Ausstellung "Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus" © Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie / David von Becker)
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Many Shades of Grès - Mode wird Kunst

Staatliche Museen zu Berlin

Aufsehenerregende Mode von einer der wichtigsten Wegbereiterinnen der Haute Couture im 20. Jahrhundert sowie davon inspirierte Outfits nach studentischen Entwürfen – das Kunstgewerbemuseum (KGM) präsentiert erstmals im deutschsprachigen Raum das faszinierende Werk der französischen Modedesignerin Madame Grès (1903–1993). Im Mittelpunkt steht die 25 Modelle umfassende Grès-Kollektion des KGM und damit eine der größten außerhalb von Paris, wo Grès zeitlebens tätig war. Unter Mitwirkung des Fachbereichs „School of Culture and Design“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin beleuchtet die Ausstellung den Kosmos der außergewöhnlichen Couturière aus unterschiedlichen Perspektiven. In neun Sektionen werden um die 150 unterschiedlichste Exponate gezeigt, die sich als Querverweise auf die 25 Modelle von Madame Grès lesen lassen, die buchstäblich im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Es werden unter anderem Kleidungsstücke auf Büsten und Figurinen, Accessoires, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Textilobjekte sowie Multi-Media-Installationen (Filme, Projektionen) gezeigt. Sie werden ergänzt um studentische Positionen sowie kontextualisierende Werke – darunter Plastiken, Gemälde, Fotografien, Grafiken, Filme und virtuelle Elemente. Zur Ausstellung ist der Katalog „Grès, Paris: Made in France“ mit Texten in deutscher und englischer Sprache erschienen. Wer war Madame Grès? Ihre Karriere begann Germaine Émilie Krebs in den 1930er-Jahren, als sie – nun als Mademoiselle Alix – zusammen mit Julie Barton das Modehaus „Alix Barton“ gründete. Aus dieser Zeit stammt eines der bedeutendsten Objekte aus dem Besitz des Kunstgewerbemuseums, eine glitzernde Abendbluse aus einem Netzgewebe mit facettierten Schmucksteinen. Nach 1937 nannte sie sich Alix Grès, in die Modegeschichte ging sie schließlich als „Madame Grès“ ein. Unvergleichlich ist Grès‘ Umgang mit Stoff: Mehrere Meter werden auf wenige Zentimeter gerafft, gefaltet und drapiert und entfalten auf diese Weise ein beeindruckendes Volumen. Madame Grès, von der nur wenige Selbstäußerungen überliefert sind, ließ die Presse einmal wissen, sie würde am Modell, nicht auf dem Tisch entwerfen, ihre Schere sei ihr wichtigstes Instrument. Besonders faszinierend ist daher die Raffinesse, mit der sie einen im Grunde schlichten Schnitt zu einer hochkomplexen Skulptur am Körper entwickelt. Klassische Antike und zeitlose Eleganz Berühmt wurde sie durch ihre bodenlangen, plissierten Kleider, für die sich Grès, die – so wird es kolportiert – eigentlich Bildhauerin werden wollte, von antiken Skulpturen inspirieren ließ. Die große, bis heute andauernde Relevanz von Madame Grès, die Kleider unter anderem für Grace Kelly, Greta Garbo und Marlene Dietrich entwarf, offenbart sich in der zeitlosen Eleganz dieser auf die klassische Antike bezogenen Modelle. In unmittelbarer Gegenüberstellung mit Exponaten aus der Antikensammlung, dem Museum für Byzantinische Kunst und der Gemäldegalerie wird diesem wichtigen Aspekt in der Ausstellung Rechnung getragen. Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin mit dem Fachbereich „School of Culture and Design“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Bild: Ausstellungsansicht „Many Shades of Grès. Mode wird Kunst“ Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / David von Becker)
Ausstellungen | Ausstellung

CHANEL Commission: Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours

Staatliche Museen zu Berlin

Für die zweite Ausgabe der CHANEL Commission verwandelt Lina Lapelytė die Historische Halle des Hamburger Bahnhof in eine polyphone Bühne für eine partizipative Choreografie. Die Besucher*innen können direkt Teil dieser groß angelegten Auftragsarbeit werden, die im Jubiläumsjahr die einzigartige Architektur des Hamburger Bahnhofs selbst in den Mittelpunkt rückt. Die CHANEL Commission im Hamburger Bahnhof wird ermöglicht durch CHANEL Culture Fund. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Lina Lapelytė, What Happens with a Dead Fish?, 2021, Kunstenfestival des Arts Brussels © Lina Lapelytė / VG Bild-Kunst Bonn, 2025 / Bea Borgers)
Ausstellungen | Installation

Fujiko Nakaya. Nebelskulptur

Staatliche Museen zu Berlin

Wegen des großen Publikumsinteresses präsentiert die Neue Nationalgalerie auch in diesem Jahr die ortsspezifische Nebelskulptur der japanischen Künstlerin Fujiko Nakaya in ihrem Skulpturengarten. Nakayas Nebelskulptur bespielt so monumental wie ephemer die ikonische Architektur Mies van der Rohes und eröffnet einen intensiven Dialog der Besuchenden mit ihrer unmittelbaren Umgebung und sich selbst. Nakayas Nebelskulpturen überschreiten die traditionellen Grenzen der Bildhauerei, indem sie vorübergehende und grenzenlose Transformationen erschaffen, die das Publikum einbeziehen und der Atmosphäre eine formbare Gestalt verleihen. Ihre Werke laden die Besucher*innen ein, den natürlichen Elementen in Echtzeit zu begegnen – in flüchtigen, ortsspezifischen Situationen, in denen sich die Grenzen zwischen Natur und künstlerischer Gestaltung auflösen. Für die Neue Nationalgalerie hat Nakaya 2025 eine neue Installation entwickelt, die den gesamten Skulpturengarten umfasst. Regelmäßig starten verschiedene Nebelformationen von ausgewählten Seiten des Gartens, vermischen sich mit den Bäumen und den feststehenden Skulpturen von Henri Laurens, Wolfgang Mattheuer oder Alicja Kwade und ziehen vom Zentrum des Skulpturengartens schließlich in den Himmel ab. Der sich bewegende Nebel erscheint in wechselnden Dichten – mal als fast greifbares Volumen, mal als durchscheinender Schleier. Die ikonische Architektur der Neuen Nationalgalerie, von Mies van der Rohe 1968 und damit nur zwei Jahre vor Nakayas erster Nebelskulptur fertiggestellt, eröffnet mit ihren vielfältigen Blickachsen neue Perspektiven auf das Werk von Nakaya. Die 90 Meter lange Glasfassade im Sammlungsgeschoss bietet bereits aus dem Innenraum einen beeindruckenden Blick auf die sich ständig verändernden Nebelformationen. Ebenso können Besucher*innen aus dem Sammlungsbereich direkt in das Nebelgeschehen eintauchen. Hinweise für Besucher*innen: Bitte beachten Sie bei der Nebelskulptur von Fujiko Nakaya Folgendes: Die Skulptur startet zur vollen Stunde zwischen 11 und 17 Uhr. Donnerstag bis 19 Uhr. Die Nebelskulptur ist für zehn Minuten aktiv. Während der Aktivierung bleiben die Türen zum Skulpturengarten geschlossen! Bitte betreten Sie den Skulpturengarten rechtzeitig. Während der Nebelphase kann die Sicht stark eingeschränkt sein. Betreten des Skulpturengartens auf eigene Gefahr. - Während dichter Nebel aufzieht, sind Hindernisse und andere Personen schwer erkennbar. Bitte bewegen Sie sich langsam und aufmerksam. Bitte bleiben Sie bei sehr starkem Nebel an Ort und Stelle, bis er sich lichtet. - Durch den Nebel kann der Boden nass und rutschig werden, bitte seien Sie vorsichtig. - Halten Sie ausreichend Abstand zu Skulpturen, Wasserbecken und anderen Besucher*innen. - Achten Sie besonders auf unebene Bodenflächen und mögliche Stolperstellen. - Begleiten Sie Kinder jederzeit und behalten Sie sie im Blick. - Fotografieren und Filmen ist willkommen. Bitte beachten sie, dass der feine Wassernebel elektronische Geräte beeinträchtigen kann. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Aufsichtspersonal. Die Künstlerin Fujiko Nakaya Fujiko Nakaya wurde 1933 in Sapporo, Japan geboren. In den 1960er-Jahren erlangte sie als Mitglied des New Yorker Kollektivs Experiments in Arts and Technology (E.A.T.) Bekanntheit und schließlich internationalen Ruhm für ihre immersiven Nebelskulpturen. Ihre erste Nebelskulptur entwickelte Fujiko Nakaya für die EXPO-Weltausstellung 1970 in Osaka, mithilfe eines Systems, das reinen Wassernebel erzeugt. Nakaya wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Praemium Imperiale (2018), dem Australian Cultural Award (1976), dem Sonderpreis des Isoya Yoshida Awards (1993), dem Merit Award des Japan Media Arts Festival (2008), dem französischen Orden Commandeur des Arts et des Lettres (2017), dem Preis des Kultusministers Japans (2020), dem Titel Person of Cultural Merit (2022) sowie dem Orden der Aufgehenden Sonne (2024). Seit 2023 ist sie Mitglied der Japanischen Kunstakademie. Wichtige Ausstellungen waren unter anderem in Pong Ta Long Thailand (2025), der Fondation Beyeler und LUMA Foundation (2025-24), im Haus der Kunst, München (2022) oder dem Guggenheim Bilbao (2019) zu sehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, und Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie. Assistenzkuratorin: Nikola Richolt. Die Ausstellung wird ermöglicht durch Birgit und Thomas Rabe. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Nebelskultpur von Fujiko Nakaya im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie © Neue Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz / David von Becker)

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