Ausstellungen / Museum
Staatliche Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: ErzählStoff - Neue Perspektiven auf Literatur
- Ausstellungseröffnung: Neue Frau, Neues Sehen - Die Bauhaus-Fotografinnen
- Ausstellungseröffnung: Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
- Ausstellungseröffnung: Toyin Ojih Odutola. U22 – Adijatu Straße
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- Shilpa Gupta. What Still Holds
- Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator
- Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises
- Brancusi
- Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger. Hier zum Schutz der Familie
- Tausend Pinsel, ein Stil! (Teil 2). Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
- Jerszy Seymour: Mutuogenesis
- Giulia Andreani: Sabotage
- Bosporus Beats
- Gebaute Gemeinschaft
- Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
- Gallery Looks
- Möglichkeiten einer Insel
- Saâdane Afif: Five Preludes
- Alles unter dem Himmel. Harmonie in der Familie und im Staat
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Heimsuchung: 40 Jahre KGM am Kulturforum
- Annika Kahrs - OFF SCORE
- Die Pazzi-Verschwörung
- Petrit Halilaj - An Opera Out of Time
- Grundstein Antike. Berlins erstes Museum
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Forum Hamburger Bahnhof
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Stadtmuseum Berlin
Berlin, Poststraße 13-14
- Wenn ich König*in wäre…
- Dara Tûyê – درخت توت – Der Maulbeerbaum
- Aufbruch in die Moderne
- BerlinZEIT
- Berlins Mitte
- Leben im Mittelalter
- Berlin global
- Online-Fotoschau: Leonore Schwarzer
- Beletage & Zuckerwatte
- Märkisches Museum
- [Probe]Räume
- Berliner Leben im Biedermeier
- Vom Stadtgrund bis zur Doppelspitze
- Museumsdorf Düppel
- Architektur begreifen
- BERLIN GLOBAL - Humboldt Forum
- Foto-Grafisches Kabinett
- Museum Ephraim-Palais
- Museum Knoblauchhaus
- Museum Nikolaikirche
- Sammlung Online
- Themeninseln im Freilichtmuseum
- Acht Standorte, eine Geschichte
Ausstellungen / Museum
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Berlin, Marienfelder Allee 66-80
Ausstellungen / Werkstatt/Workshop
Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V.
Potsdam, Brendenburgerstraße 5 (Luisenforum)
Ausstellungen / Museum
Rochow-Museum im Schloss Reckahn
Lehnin / OrT Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27
Ausstellungen
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Ausstellungen
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Neue Frau, Neues Sehen - Die Bauhaus-Fotografinnen
Staatliche Museen zu Berlin
Herausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest. Das Spektrum ihres künstlerischen Schaffens reicht dabei von der gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie. Die Ausstellung zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA. Auch im 21. Jahrhundert setzen sich Künstlerinnen auf vielfältige Weise mit der Fotografie auseinander. Wie die Bauhaus-Fotografinnen versuchen auch sie, ihre Gegenwart im fotografischen Bild festzuhalten und hinterfragen dabei die konventionellen Formen des Mediums. Für die Ausstellung hat das Bauhaus-Archiv die drei zeitgenössischen Künstlerinnen Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner eingeladen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog mit den historischen Positionen zu treten. Eine Sonderausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Kooperation mit der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Elsa Thiemann, Funkturm, Berlin, 1930er-Jahre, Detail, Bauhaus-Archiv Berlin © Margot Schmidt)
Ausstellungen
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ErzählStoff - Neue Perspektiven auf Literatur
Staatliche Museen zu Berlin
Der Begriff „Literatur“ lässt zumeist an das gedruckte Buch denken. „ErzählStoff“ lädt ein, den Blick zu erweitern: Anhand von sechs ausgewählten Exponaten – darunter chinesische Orakelknochen, ein Paar japanischer Stellschirme und eine syrische Graphic Novel – wird Literatur als gelebte Praxis und ästhetische Erfahrung in den Blick gerückt. Die Besucher*innen können erkunden, auf welch unterschiedliche Weise Objekte Geschichten erzählen oder zum Erzählen inspirieren, wie sich Erzählstoffe im Lauf der Zeit verändern und Literatur als materielle und orale Praxis verbreitet und vermittelt wird. Unterschiedliche wissenschaftliche, kuratorische und restauratorische Zugänge eröffnen dabei immer neue Sichtweisen auf die Objekte und ihre kulturellen Kontexte. Die Ausstellung zeigt Objekte mit Literaturbezug und beleuchtet dadurch die Vielfalt, Materialität und kulturelle Verankerung von Literatur. „ErzählStoff“ macht Literatur nicht nur zwischen Buchdeckeln erfahrbar – sinnlich, sich stetig wandelnd und ebenso aktuell wie relevant. Das begleitende Veranstaltungsprogramm eröffnet dabei völlig neue Perspektiven. Diese werden in Diskussionsveranstaltungen mit Expert*innen, in Workshops, künstlerischen Interventionen und familienfreundlichen Formaten vertieft. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Objekten, Forschung und Publikum, in dem Literatur nicht nur gelesen, sondern gemeinsam erlebt, hinterfragt und neu verstanden wird. Der DenkRaum des Forschungscampus Dahlem wird finanziert vom Kuratorium Preußischer Kulturbesitz. Das Projekt wird gemeinsam realisiert vom Institut für Museumsforschung, dem Ethnologischen Museum / Museum für Asiatische Kunst sowie dem Exzellenzcluster Temporal Communities der Freien Universität Berlin. Eine Sonderausstellung des Forschungscampus Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Dagar Diaries © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Mirjam Lotz)
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Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
Staatliche Museen zu Berlin
Der Hamburger Bahnhof zeigt in den Rieckhallen den zweiten Teil seiner Sammlungspräsentation, die anhand von 10 Werken aus den letzten 25 Jahren Fragen zur Zukunft eines Museums für zeitgenössische Kunst aufwirft. Raumgreifende Skulpturen und Installationen sowie Medienkunst sind ein Schwerpunkt in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Nationalgalerie. In den 2022 langfristig gesicherten Rieckhallen können diese Werke weiterhin dem Publikum präsentiert werden und neue Werke können in die Sammlung aufgenommen, erforscht, vermittelt und für die Zukunft bewahrt werden. Zu sehen ist u. a. skulpturale Kunst von Elmgreen & Dragset, Anne Imhof und Cevdet Erek sowie Licht- und Medienkunstwerke von Maurizio Nannucci und Jeremy Shaw. Die Fragestellungen und Blickwinkel, unter denen Kunst betrachtet wird, ändern sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, von Generation zu Generation. Wie die Sammlung und das Programm eines Museums verändern sich auch die Erwartungen an die Institution und täglich kommen Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft und jeden Alters. „Museum in Bewegung“ lädt dazu ein, gemeinsam über traditionelle wie zeitgenössische Aufgaben des Museums nachzudenken: - Was soll, was kann ein Museum für das 21. Jahrhundert leisten? - Wie verhandeln Kunstwerke Kulturgeschichten, Kunstgeschichten und gesellschaftliche Entwicklungen? - Wer wählt sie aus und wessen Geschichten werden sichtbar? - Wie öffnet sich das Museum für seine Nachbarschaft? - Welche Relevanz hat eine Kunstsammlung für die Gesellschaft? Die Ausstellung auf ca. 1.500 Quadratmetern setzt die im Sommer 2023 eröffnete Sammlungsausstellung „Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert“ zur Kunst und Geschichte Berlins nach dem Mauerfall fort. Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Jeremy Shaw, Phase Shifting Index, 2020, Installationsansicht: Centre Pompidou, Paris; Fotonachweis: Timo Ohler)
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Die Prinzessinnen sind zurück!
Staatliche Museen zu Berlin
Neupräsentation von Schadows Prinzessinnengruppe in der Friedrichswerderschen Kirche Als „himmlische Erscheinungen […], deren Eindruck auch mir niemals verlöschen wird“ pries Johann Wolfgang von Goethe einst die beiden Schwestern Luise und Friederike von Mecklenburg-Strelitz. Der Bildhauer Johann Gottfried Schadow setzte der Anmut und Grazie der Schwestern ein Denkmal und schuf mit dem Doppelstandbild der „Kronprinzessin Luise und Prinzessin Friederike von Preußen“ eine Ikone des europäischen Klassizismus. Das unter dem verkürzten Namen „Prinzessinnengruppe“ bekannt gewordene Doppelstandbild gehört – wie der „Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich – zu den Sammlungshighlights der Alten Nationalgalerie. Während die 1797 fertiggestellte Marmorfassung die Besucher des Stammhauses auf der Museumsinsel empfängt, war das Gipsmodell jahrzehntelange Publikumsmagnet der Skulpturenausstellung in der Friedrichswerderschen Kirche. Ab April wird es dort wieder dauerhaft zu sehen sein. Das Originalgipsmodell nimmt im Œuvre Schadows im Besonderen, aber auch für die Skulptur des 19. Jahrhunderts im Allgemeinen einen besonderen Stellenwert ein: Lässt sich doch gerade hier am unmittelbarsten die Handschrift des Künstlers, aber auch die spannende Werkgenese des Doppelstandbilds nachvollziehen. Die wechselvolle Standortgeschichte des fragilen Gipses hatte im Laufe der Jahrhunderte schwerwiegende Schäden hinterlassen. Dank der großzügigen Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung sowie der Kulturstiftung der Länder konnte der Originalgips in einem beispielhaften Forschungs- und Restaurierungsprojekt erfolgreich restauriert werden. (Bild: Johann Gottfried Schadow, Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen, sog. Prinzessinnengruppe, 1795, Detail, Gips, Zustand nach der Restaurierung © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger)
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Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung zeigt erstmals die langfristige Leihgabe der Gerhard Richter Kunststiftung an die Neue Nationalgalerie. Das zentrale Werk der Ausstellung ist der aus vier großformatigen, abstrakten Bildern bestehende Zyklus „Birkenau“ (2014). Er ist das Ergebnis einer langen und tiefen Auseinandersetzung von Gerhard Richter mit dem Holocaust und dessen Darstellbarkeit. Grundlage der Werke sind vier Fotografien aus dem KZ Auschwitz-Birkenau, die der Künstler mit Kohle und Ölfarbe auf vier Leinwände übertragen hat, um sie dann nach und nach abstrakt zu übermalen. Mit jeder Farbschicht verschwand die gemalte Vorlage etwas mehr, bis sie schließlich nicht mehr sichtbar war. Zu dem Werk gehört auch ein großer, vierteiliger Spiegel, der gegenüber den vier Birkenau-Bildern platziert ist und so eine weitere Ebene der Reflexion erzeugt. Neben dem Birkenau-Zyklus werden knapp 90 weitere Arbeiten des Künstlers aus mehreren Schaffensphasen seit den 1980er-Jahren zu sehen sein, darunter „Besetztes Haus“ (1989), „4900 Farben“ (2007) und „Strip“ (2013/2016). Ein großes Konvolut umfasst ferner Arbeiten aus der bedeutenden Werkgruppe der übermalten Fotos, in denen Richter auf einer neuen Ebene das Spannungsfeld zwischen Fotografie und Malerei thematisiert. Die Präsentation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler. Geplant ist in Zukunft die Werke Gerhard Richters durch kuratorische und künstlerische Interventionen von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Bereichen in immer neuen Kontexten zu präsentieren. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird kuratiert von Joachim Jäger und Maike Steinkamp. (Bild: Gerhard Richter, MV 133, 2011, Lack auf Farbfotografie, 10,1 x 15,1 cm © Gerhard Richter 2023 (31032023))
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Altes Ägypten
Staatliche Museen zu Berlin
In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern. Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur. Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.
Ausstellungen
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Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
Staatliche Museen zu Berlin
Im Bacchussaal des Neuen Museums stand lange einsam der Xantener Knabe, eine römische Bronzestatue, 1858 im Rhein bei Xanten von Fischern entdeckt. Nun bekommt der Bronzejüngling Zuwachs en masse: eiserne Werkzeuge und Wagenteile, Vorhängeschlösser und Fußfesseln, Bronzekessel und Silbergeschirr. Der „Barbarenschatz von Neupotz“ – im 3. Jahrhundert n. Chr. im Rhein versunken – wird für die kommenden Jahre die Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte um eine Attraktion bereichern. Nah am damaligen Alltag Die einst in den Fluten des Rheins versunkenen Objekte stammen zumeist aus römischen Privathäusern. Es handelt sich etwa um einfaches Küchen- und Kochgeschirr, aber auch um wertvolles Tafelgeschirr zum Auftragen von Speisen und Getränken und zum Mischen von Wein. Viele Stücke zeigen Spuren intensiven Gebrauchs: Abnutzung, Reparaturen, Flicken. Die Objekte führen uns ganz nahe an die Menschen, die damit arbeiteten, an ihren Alltag. So auch die römischen Werkzeuge aus Eisen – wie Äxte, Zangen und Hacken –, deren Formen uns heute immer noch vertraut erscheinen. Sie haben sich über die Jahrhunderte nicht sehr verändert. Vorhängeschlösser und die schweren Eisenbeschläge römischer Lastwagen geben Aufschluss über den hohen Stand der antiken Technik. Fußfesseln erinnern an die weniger fortschrittlichen Züge der römischen Gesellschaft. Weiheinschriften auf manchen Stücken schließlich lassen vermuten, dass diese aus Heiligtümern genommen worden waren. Der "Stumme Diener" Im passenden Ambiente des Bacchussaals mit seiner an pompejanische Wandmalereien angelehnten Ausgestaltung wird ein Querschnitt aus den Neupotzer Metallmassen in zwei Hoch- und zwei Tischvitrinen präsentiert. Sie geben einen Überblick über den umfänglichen Fund. Der im Bacchussaal seit der Neueröffnung des Neuen Museums aufgestellte Xantener Knabe bleibt vor Ort. Auch er war im Rhein verloren gegangen, bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. In der Behausung eines vornehmen Römers aufgestellt, reichte er Gästen als „Stummer Diener“ einst Speisen und Getränke auf einem Tablett dar. Auch für seinen Verlust im Rhein werden Unruhen verantwortlich gemacht. So passen sie gut zusammen – der Xantener Knabe und der Schatzfund von Neupotz: die Schätze aus dem Rhein. Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.
Ausstellungen
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Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
Staatliche Museen zu Berlin
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet in der oberen Etage einen Rundgang durch die ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mit seinen einzigartigen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Europas und der angrenzenden asiatischen Gebiete gelingt es, die großen Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte anschaulich mit herausragenden Originalen aufzuzeigen. Der Rundgang in Ebene 3 beginnt im Roten Saal, der das Ambiente einer Ausstellung des späten 19. Jahrhunderts aufleben lässt und die Herkunft wichtiger Bestände der vorgeschichtlichen Sammlung aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht die moderne Präsentation im folgenden Saal zur Archäologie in Berlin, der mit aktuellen Funden zeigt, was Archäologen heute mit Hilfe moderner Methoden aus dem Boden der Hauptstadt holen. Unmittelbar danach geht es zurück in die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Steinzeit-Saal begrüßen die Besucher der berühmte 11-jährige Neandertalerjunge aus Le Moustier in Frankreich und der beliebte Elch vom Berliner Hansaplatz. Die zweite Saalhälfte zeigt mit prächtigen Funden der Jungsteinzeit den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht. Im Bronzezeitsaal bilden die Großvitrinen mit beeindruckenden Exponatmontagen und einem dreidimensionalen Blick auf das älteste bekannte Schlachtfeld der Menschheitsgeschichte eine Prozessionsstraße hin zum berühmten Berliner Goldhut. Am Ende des Rundgangs in Ebene 3 präsentieren sich die eisenzeitlichen Kulturen mit hallstattzeitlichen Fürstengräbern und latènezeitlichen Fundkomplexen auch im Kontext der mittelmeerischen Kulturen. Die Zeitmaschine über die Jahrtausende Zwischen dem Bronzezeit- und dem Eisenzeitsaal erwartet die Besucher eine besondere Reise: Unsere Zeitmaschine führt in eine historische Landschaft am Fluss und beobachtet deren Bewohner über die Jahrtausende. Als Grundlage dafür dienen archäologische Erkenntnisse. In unserer Zeitmaschine wird dabei die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt deutlich. In den eigens für die Ausstellung erstellten Zeichnungen, die für die Filmsequenzen animiert wurden, verbergen sich viele Exponate aus der neuen Präsentation und es wird nachvollziehbar, welche Rolle sie im Leben unserer Vorgänger gespielt haben. Damit wird die Grundidee dieser Ausstellungsebene auf den Punkt gebracht: Wir wollen den Besucher mitnehmen auf die spannende Reise zu den frühen Epochen der Menschheitsgeschichte in Europa. Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.
Ausstellungen
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Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
Staatliche Museen zu Berlin
Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochensammlung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen. Einzigartig ist die große Harmonie zwischen Sammlung und Gebäude des Museums: Das unter der Leitung von Heinrich Strack nach Plänen von August Stüler entworfene Gebäude wurde von 1867 bis 1876 errichtet und beherbergt heute eine der schönsten Sammlungen mit Kunst desselben Jahrhunderts. Der Rundgang durch das Haus bietet somit einen tiefen Einblick in die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 1. Ausstellungsgeschoss Adolph Menzels Gemälde, darunter so wichtige Werke wie das "Balkonzimmer" und das "Eisenwalzwerk", zeigen den unermüdlichen Beobachter, der wichtige Themen der preußischen Geschichte aufgriff und dabei mit erstaunlicher Fantasie und feinem Kolorismus aufwartet. Unter den Skulpturen des 19. Jahrhunderts befinden sich so berühmte Werke wie die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow sowie Werke von Berthel Thorwaldsen, Antonio Canova, Ridolfo Schadow, Reinhold Begas, Adolf von Hildebrand sowie Constantin Meunier. 2. Ausstellungsgeschoss Reichhaltig und qualitätvoll ist auch der Bestand an impressionistischer Malerei. Meisterwerke von Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Skulpturen von Auguste Rodin wurden frühzeitig erworben. Die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist mit Werken von Hans Thoma, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner vertreten. Darüber hinaus präsentiert die Nationalgalerie ihren großen Bestand an Gemälden von Max Liebermann. 3. Ausstellungsgeschoss Die Kunst der Goethezeit ist mit Landschaften Jakob Philipp Hackerts, mit Porträts von Anton Graff und seinen Zeitgenossen und mit Werken der in Rom tätigen Nazarener vertreten: Peter Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm Schadow und Philipp Veit schufen mit den Fresken zur Josephslegende ein bedeutendes Auftragswerk für die Casa Bartholdy in Rom. Zwei Säle im Obergeschoss der Nationalgalerie bieten Platz für Preziosen der Romantik: Gemälde von Caspar David Friedrich aus allen Schaffensphasen veranschaulichen die Entwicklung des Hauptmeisters der deutschen Romantik. Die programmatischen Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels zeigen den Architekten als ingeniösen Landschaftsmaler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Werke Karl Blechens, der mit sprühender Farbigkeit und unkonventionellen Bildthemen seiner Zeit vorausgreift. Gezeigt werden ferner Porträts von Philipp Otto Runge und Gottlieb Schick, Landschaften von Joseph Anton Koch und Carl Rottmann. Das Biedermeier ist vertreten durch Berliner Stadtansichten von Eduard Gaertner und Johann Erdmann Hummel sowie durch Landschaften und Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller. Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.
Ausstellungen
| Ausstellung
Klartext.
Klartext.
Zur Geschichte des Bode-Museums
Staatliche Museen zu Berlin
Erstmalig steht das Bode-Museum selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Rund eine viertel Million Besucher*innen begrüßt das Bode-Museum jährlich, seine Fassade gehört zu den Wahrzeichen von Berlin. Seine Geschichte und die hier ausgestellten Sammlungen sind oftmals weniger bekannt. Dabei stehen die Vergangenheit und Gegenwart des Hauses in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte Berlins: Wie Berlin hat auch das Bode-Museum die beiden Weltkriege, den Nationalsozialismus und die deutsche Teilung überstanden und stellt sich auch den aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie. Die Ausstellungssonderseiten unter www.smb.museum/klartext ermöglichen es, auch online die einzelnen Themenbereiche zu erkunden. Unter anderem stehen Infoblätter zu ausgewählten Werken und ein chronologischer Überblick zur Geschichte des Museums zur Verfügung. Gegliedert ist die Ausstellung in vier zentrale Sektionen, die das Museum definieren: Die Sammlungen Das Gebäude Die Forschung Das Publikum Eine Sonderausstellung von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin. Wichtige restauratorische Maßnahmen und kunsttechnologische Untersuchungen, die in der Ausstellung präsentiert werden, wurden durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht.
Ausstellungen
| Ausstellung
Pergamonmuseum. Das Panorama
Staatliche Museen zu Berlin
PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi Die einzigartige Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem Künstler Yadegar Asisi aus dem Jahr 2011/2012 wird nun fortgesetzt: Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ wird das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi. Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.). Die Bildinhalte des ersten Pergamon-Panoramas sind umfassend überarbeitet worden. In Zusammenarbeit mit dem Team der Antikensammlung wurden etwa 40 neue Szenen konzipiert und in das Bild eingefügt. Dazu fand zuletzt im Oktober 2017 ein aufwändiges Fotoshooting in einem Berliner Filmstudio statt. Restauration und künstlerische Interpretation Für die vom Studio asisi gestaltete Ausstellung mit etwa 80 der wichtigsten Werken der Antikensammlung aus Pergamon – darunter der größte Teil des Telephos-Frieses vom Pergamonaltar – wurden aufwändige Restaurierungen der Originale durchgeführt. Dies gilt vor allem für die großen Frauenstatuen aus dem Hof und die Skulpturen vom Dach des Großen Altares. Mit Ausnahme der an das Metropolitan Museum of Art entliehenen Statue der Athena Parthenos aus der Bibliothek von Pergamon sind alle berühmten Bildwerke der Stadt wie der sog. „Schöne Kopf“, das kolossale Haupt des Herakles, die Porträts der Könige, die Tänzerin aus dem Palast, die Prometheus-Gruppe oder die Kreuzband-Athena zu sehen. Verschiedene Installationen zeigen den Besucherinnen und Besuchern künstlerische Interpretationen zum besseren Verständnis der antiken Lebenwelt. Wesentliche Elemente sind dabei neu geschaffene Zeichnungen von Yadegar Asisi, die sich mit den Skulpturen, der Architektur und der Stadtanlage Pergamons auseinandersetzen. Der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen Kontext Die Antikensammlung lässt gemeinsam mit Yadegar Asisi mit „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ ein Gesamtkunstwerk entstehen, das die Ergebnisse langjähriger archäologischer und bauhistorischer Forschungen mit der Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers zu einer Gesamtheit verdichtet. Schon 2011/12 hatten rund 1,5 Millionen Menschen die Ausstellung Pergamon. Panorama der antiken Metropole besucht. Die Gesamtpräsentation der Skulpturen aus dem Pergamonmuseum mit dem Asisi-Panorama ermöglicht ein einmaliges Ausstellungserlebnis, das an der antiken Lebenswelt teilhaben lässt. Nicht zuletzt ist hier der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen baulichen Kontext auf der Akropolis zu erleben. „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ wird ermöglicht durch die großzügige finanzielle Förderung der Adolf Würth GmbH & Co.KG.
Ausstellungen
| Museum
Jüdisches Museum Berlin
Berlin
Ausstellung zu zweitausend Jahre deutsch-jüdische Geschichte.
Ausstellungen
| Installation
Organism + Excitable Chaos
MaerzMusik
„Organism untergräbt die sozio-historische Tonalität der Orgel, die den Triumph der Zivilisation über die Turbulenzen der Natur darstellt. Das Werk befreit hingegen ihre verborgene, turbulente Materialität. Eine Casavant-Pfeifenorgel aus dem Jahr 1910 wurde von einem historischen Ort in Montréal vor der drohenden Gentrifizierung gerettet und in ihrer pneumatischen Architektur modifiziert. Stabilisierungen wurden entfernt, die historisch betrachtet darauf abzielten, turbulente Strömungen zu eliminieren und die unkontrollierbare Klangwelt des Instruments zu befrieden. Lange unterdrückte Timbres erklingen nach Jahrhunderten der klanglichen Unterdrückung erstmals wieder. Die für das Werk ausgewählten Pfeifen weisen ein Höchstmaß an Instabilität auf und es kommt zu sogenannten Kantentonsprüngen. So werden diskontinuierlich subtilste Schwankungen erzeugt, was die energetischen Wechselwirkungen des Systems sinnlich erfahrbar macht. Excitable Chaos wurde entwickelt, um unvorhersehbare kompositorische Zukunftsszenarien zu ermöglichen. Es handelt sich um ein nichtlineares Bewegungssystem, das durch den schnellen Austausch von potenzieller und kinetischer Energie zwischen seinen drei beweglichen Armen animiert wird. Gleitende Drehgelenke verschieben die allgemeine Gravitationsdynamik des Systems, während subtile Anpassungen der Dämpfergewichte seine kinetischen Resonanzen, Phasen und Grooves verfeinern. Diese Massen-Orbital-Modulationen ermöglichen es Excitable Chaos , unablässig chaotische Bewegungssysteme zu erzeugen, von denen jedes für sich ein stochastisches Universum darstellt. Der Tanz von Excitable Chaos mit der Schwerkraft (dessen energetische Spannungen, Korrelationen und Umwälzungen kontinuierlich aufregende Welten formen und wieder auflösen) wird drahtlos erfasst und datenbasiert modelliert, um seine innere Lebendigkeit zu offenbaren. Durch die Verarbeitung dieses Stroms „lebendiger” Daten kann die generative Bewegung von Excitable Chaos die aerodynamischen Schwellenwerte von Organism steuern und kinetisches Chaos in einen Dialog mit akustischer Turbulenz bringen. Jede Welle eröffnet einen unbestimmten Zyklus kaskadenartiger Schwingungen, während sich im Laufe der Zeit chaotische Grooves stabilisiren. Die daraus resultierenden turbulenten Sonifikationen des Chaos dienen als Meditationen über das Gefühl des Einsseins, das spontan im Leben und in der Natur entsteht. Zugleich stellen sie eine Reflektion darüber dar, wie diese wilde, aber steuerbare Relationalität uns helfen könnte, noch unbekannte Welten auszudrücken.” – Navid Navab Navid Navab – Konzept, Regie, Komposition, Skulptur, Programmierung, Design, Elektronik, Performance Garnet Willis – Technik, Skulptur, Design, Elektronik Transductive Formations – Produktion Camille Desjardins, Jean-Michaël Celerier, Philippe Vandal, Evan Montpellier, Eric L’Ecuyer – Assistenz Research partners: SAT Montréal × Québec Ministry of Innovation (pendulum microcontroller IoT), Topological Media Lab × Fonds de recherche du Québec, X-IO Technologies (pendulum IMU sensor fusion) Residencies: Werktank, FIBER, iii, iMAL, Recto-Verso, Hexagram, Milieux, Ateliers Belleville
Ausstellungen
| Ausstellung
Shilpa Gupta. What Still Holds
Staatliche Museen zu Berlin
Ausgangspunkt von Shilpa Guptas Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof ist das monumentale Werk TRUTH an der Schnittstelle von Sprache, Macht und Kontrolle. Während sich die Besucher*innen durch die überdimensionalen Buchstaben im Ausstellungsraum bewegen, hinterfragt das Kunstwerk Mechanismen, die Wahrheit bewahren oder verschleiern. Die skulpturale Installation zeigt auf, wie gemeinschaftlicher Fortschritt davon abhängt, Wahrheit zu beschützen und zu hinterfragen. Ergänzt um weitere Werke der Künstlerin wird Guptas Ausstellung im Hamburger Bahnhof im Dialog mit der Sammlungspräsentation Joseph Beuys gezeigt. Die parallele Betrachtung verweist auf Ähnlichkeiten im Umgang mit Sprache, Partizipation und soziale Reflexion. Als Teil des Jubiläumsprogramms hebt die Ausstellung den künstlerischen Austausch als zentrales Thema des Hamburger Bahnhofs seit der Museumsgründung hervor. Shilpa Gupta (geboren 1976 in Mumbai, Indien) lebt und arbeitet in Mumbai. Guptas multidisziplinäre Praxis aus Installation, Video, Skulptur und Performance setzt sich mit der sozialen Gliederung der Gesellschaft sowie mit gemeinsamen Geschichten und deren soziopolitischer Folgen auseinander. Ihre Installationen verhandeln oft Formen der Vermittlung von Informationen und Gefühlen durch das geschriebene, gesprochene oder gesungene Wort und wie diese geteilt oder systematisch unterdrückt werden. Ausgewählte Einzelausstellungen: Ishara Art Foundation, Dubai (2025); Centro Botín, Santander (2024); Amant, New York (2023); MAXXI L'Aquila (2023); M HKA, Antwerp (2021); Dallas Contemporary, Dallas (2021); Barbican Centre, London (2021); Contemporary Arts Center, Cincinnati (2010). Gupta erhielt 2025 den Possehl Prize for International Art. Nach Naama Tsabar, Andrea Pichl und Delcy Morelos, ist dies die vierte Ausstellung einer Künstlerin im Dialog mit der Joseph Beuys Sammlungspräsentation in der Kleihueshalle im Hamburger Bahnhof. Katalog zur Ausstellung Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Ulya Soley, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof . 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Ausstellungen
| Ausstellung
Skandal!
Skandal!
Hermione von Preuschen und der Mors Imperator
Staatliche Museen zu Berlin
Die Alte Nationalgalerie widmet sich in der Ausstellung "Skandal! Hermione von Preuschen und der 'Mors Imperator'" der Malerin, Schriftstellerin und Weltreisenden Hermione von Preuschen. Im Mittelpunkt steht ihr 1887 entstandenes Gemälde „Mors Imperator“, dessen Zurückweisung durch die Berliner Akademie der Künste sie schlagartig bekannt machte. "Das Genie [ist] so frei, sich nicht ans Geschlecht zu kehren, es fliegt in die Seelen wem und wie es will". Diese Worte äußerte die Malerin, Dichterin und Weltreisende Hermione von Preuschen auf dem "Internationen Frauenkongress" in Berlin 1896, auf dem sie sich mit ihrer Rede "Über das künstlerische Studium der Frau" für die Emanzipation der Frauen einsetzte, denen damals die Ausbildung an den Akademien verwehrt war. Die 1854 in Darmstadt geborene Künstlerin hatte ab 1872 für drei Jahre Malunterricht bei Ferdinand Keller in Karlsruhe genommen, unter dessen Einfluss sie ihren dekorativen, pathetischen Stil entwickelte und das "historische Stillleben" für sich entdeckte. 1887 schuf sie ihr bemerkenswertes Gemälde "Mors Imperator", mit dem sie eine Reihe großformatiger symbolistischer Kompositionen eröffnete. Im Zentrum des Gemäldes steht ein Skelett als Herrscherfigur im Purpurmantel mit Hermelinpelz. Mit der rechten Hand auf ein Schwert gestützt, stößt es mit der linken in einer autoritären Geste den prächtigen Thron um. Die Gestalt trägt auf dem Schädel eine eiserne Zackenkrone, während eine mit Edelsteinen besetzte Krone zu Boden fällt. Der rechte Fuß steht auf einer Erdkugel – der Tod erscheint hier als triumphierender Herrscher über die Welt. Von Preuschen sandte das Werk 1887 nach Berlin zur Akademieausstellung. Deren Jury lehnte das Bild jedoch ab, weil sie in der Darstellung eine Anspielung auf den 90-jährigen Kaiser Wilhelm I. sah. Auch nachdem es der Malerin gelungen war, die Erklärung des Kaisers zu erwirken, keinen Einwand zu erheben, verweigerte die Akademiejury weiterhin die Annahme des Gemäldes. Inzwischen war auch die künstlerische Ausführung kritisiert worden, die man zuvor noch gelobt hatte: »Der unkünstlerische Ausdruck eines schiefen Gedankens.« Der weitere Verlauf offenbart von Preuschens hervorragendes Verständnis für die Mechanismen des Kunstbetriebs und die Macht öffentlicher Aufmerksamkeit sowie ihr ausgeprägtes Selbstbewusstsein in einer Zeit, in der Künstlerinnen erheblichen Widerständen begegneten. Als taktischen Gegenzug mietete sie in Berlin Räume in der Leipziger Straße 43, um das umstrittene Gemälde, dessen Zurückweisung bereits in der Presse diskutiert wurde, gegen Eintritt öffentlich zu zeigen. Der Erfolg war überwältigend. Zahlreiche Besucher strömten herbei, Zeitungen berichteten ausführlich, und nicht wenige Kritiker stellten die Entscheidung der Jury offen in Frage. Die damals 33-jährige Malerin konnte ihren Triumph feiern: Der Skandal um »Mors Imperator«wurde zum Stadtgespräch und machte sie schlagartig berühmt. Neben dem Gemälde werden Publikationen, Briefe und Fotos präsentiert, die sowohl den Skandal um von Preuschens wohl bekanntestes Bild als auch ihr Wirken als Schriftstellerin, Weltreisende und Bauherrin des „Tempio Hermione“ in Lichtenrade, einem Vorort Berlins, dokumentieren. Kuratorin: Birgit Verwiebe (Bild: Hermione von Preuschen: Mors Imperator (Detail), 1887, Privatbesitz © Alte Nationalgalerie, Mika Wißkirchen)
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Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung im Neuen Museum widmet sich der Geschichte und der Bedeutung des Tierkreises von Babylonien bis Ägypten und die Griechisch-römische Welt. In mehrere Themenbereiche untergliedert, stellt sie den antiken Tierkreis aus aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive vor. “Was ist dein Tierkreiszeichen?” Diese Frage wird auch heute, im Zeitalter der Wissenschaft, noch oft gestellt. Der Tierkreis fasziniert die Menschen seit der Antike. Er vereint Mensch und Kosmos, Himmel und Erde, Astronomie und Astrologie, Wissenschaft und Glaube, Tradition und Innovation, Sicherheit und Unsicherheit, Harmonie und Dissonanz. Aber was genau ist der Tierkreis? Ein Orakel, das Zeichen für die Zukunft erzeugt? Ein Spiegel, der Einblicke in die Psyche liefert? Eine Projektionsfläche für unser Streben nach Wissen und Sicherheit? Ein Koordinatensystem, das die Bewegung der Planeten berechenbar macht? Ein sichtbarer Ausdruck der himmlischen Harmonie? Oder all diese Dinge zugleich? Und woher kommt er, wie hat er sich über die Welt verbreitet, wofür wurde er benutzt, und wie wurde er dargestellt? Was ist die zeitgenössische Bedeutung des Tierkreises? In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Tierkreis heute vor allem mit Horoskopen in Verbindung gebracht. Die Einführung des Tierkreises war ein Wendepunkt in der Astrologie. Zusammen mit dem Tierkreis entstand in Babylonien die Horoskopie als neue astrologische Praktik, die erstmals nicht nur Königen und Herrschern, sondern auch Privatpersonen aus diversen Schichten der Gesellschaft zugänglich war. Heute ist sie weltweit populär wie nie zuvor, obwohl sie als esoterische Praktik und Pseudowissenschaft eingestuft wird. Sie basiert auf dem Glauben, dass der Stand der Planeten zur Zeit der Geburt Hinweise über das Wesen und das Schicksal eines Menschen enthält. Dieser Glaube entstammt dem zeitlosen menschlichen Bedürfnis nach Sinngebung, Kenntnis über sich selbst und die Zukunft, Sicherheit und Methoden zur Bewältigung von Unsicherheit. Was könnte sinnvoller und attraktiver sein als die Erkenntnis, dass Wesen und Schicksal des Menschen mit dem Kosmos verknüpft sind? Die Aktualität des Tierkreises erstreckt sich auch auf wissenschaftliche und kulturelle Praktiken, die von zentraler Bedeutung für die moderne Gesellschaft sind. Wir sind daran gewöhnt, über Computer und Apps permanenten Zugang zu Daten, Analysen, Berechnungen und Prognosen zu haben. Die Wurzeln von systematischer Beobachtung, Datensammlung, Datenanalyse, Algorithmen, Berechnung und Vorhersagung liegen im Tierkreis und in den astronomischen Rechenverfahren, die im Zusammenhang mit dem Tierkreis in der Antike entwickelt wurden. Außerdem ist die Reise des Tierkreises und der damit verknüpften neuen astronomischen und astrologischen Kenntnisse und Praktiken durch die antike Welt ein Paradebeispiel für Innovation, Globalisierung, interkulturellen Austausch und Multikulturalität - zentrale und aktuell vieldiskutierte Gesellschaftsthemen. Die Ausstellung im Neuen Museum stellt in mehreren Themenbereichen den Tierkreis der alten Welt aus aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive vor. Anhand von Artefakten aus Berliner Museen, darunter solchen, die noch nie ausgestellt wurden, führt sie die Besucher auf eine multikulturelle Reise durch Raum und Zeit, von Babylonien nach Ägypten, Griechenland und Rom (ca. 400 v. Chr. - 400 n. Chr.) und erklärt den Tierkreis vor dem Hintergrund seiner heutigen Bedeutung. Kuratorisches Team Die Ausstellung entstand in einer Kooperation zwischen dem Ägyptische Museum und Papyrussammlung, dem Vorderasiatischen Museum und dem Forschungsprojekt “ZODIAC - Ancient Astral Science in Transformation” (European Research Council / Freie Universität Berlin). Publikation Zur Ausstellung wird ein reich bebilderter Katalog erhältlich sein. (Bild: Malerische Umsetzung des runden Himmelsbildes aus Dendera an einer Decke im Neuen Museum (Detail) © Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Foto: Sandra Steiß)
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Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger.
Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger.
Hier zum Schutz der Familie
Staatliche Museen zu Berlin
Legenden zufolge soll Zhong Kui 鍾馗 ein brillanter Gelehrter gewesen sein. Obwohl er in der kaiserlichen Beamtenprüfung „Prüfungserster“ wurde, verweigerte der Kaiser ihm aufgrund seines Aussehens diesen Ehrentitel (狀元). Aus Wut nahm er sich das Leben. Der Höllenkönig erkannte jedoch sein Potenzial und beauftragte ihn, böse Geister zu jagen. In der Kunst wird Zhong Kui oft als mit Beamtenhut, buschigem schwarzem Bart, hervorquellenden Augen und zornigem Gesichtsausdruck dargestellt. Mal schwingt er ein Schwert, mal ist er der pflichtbewusste Bruder, der seine Schwester vermählt. Holzschnitte mit ihm auf Haustüren beschützen besonders zum Neujahr oder Drachenboot-Fest Geschäfte und Familienheime. Heute erscheint Zhong Kui Geister jagend auch in Videospielen. Kuratorin Die Ausstellung wird kuratiert von Birgitta Augustin. Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum, Raum 319, „Künstler und Kenner“ (Bild: Zhong Kui als Beschützer des Hauses, China, Zhuxianzhen, Provinz Henan, 1. Hälfte 20. Jh., Holzschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst)
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Brancusi
Staatliche Museen zu Berlin
Brancusi (1876-1957) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Nach traditionell-akademischen Anfängen in Rumänien fand er ab 1907 in Paris zu einem eigenen Stil. Seine organischen bis auf das Wesentliche reduzierten Skulpturen machen ihn zum Vorreiter der skulpturalen Abstraktion im frühen 20. Jahrhundert. Brancusis stetige Suche nach einem künstlerischen Ideal manifestiert sich in den formalen Variationen weniger Motive und dem Spiel mit wechselnden Materialien und Oberflächen. Gekonnt nutzte er spezifische Sockel, Licht, Bewegung sowie Fotografie und Film, um seine Skulpturen in Szene zu setzen. In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutschland. Mit über 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Filmen und bisher kaum gesehenen Archivmaterialien aus dem Centre Pompidou sowie aus weiteren privaten und öffentlichen internationalen Sammlungen, präsentiert die Ausstellung den bisher umfangreichsten Überblick über Brancusis vielseitiges Schaffen. Neben Hauptwerken wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“, „Schlummernde Muse“ oder „Unendliche Säule“zeigt die Ausstellung eine Teilrekonstruktion des berühmten Ateliers von Brancusi, das damit erstmals seit seiner Übergabe an den französischen Staat 1957 außerhalb von Paris zu sehen ist. Während das Werk von Constantin Brancusi in Frankreich sehr populär ist, ist der Bildhauer in Deutschland bisher nur Eingeweihten ein Begriff. Die Ausstellung soll dem Künstler auch in Deutschland die ihm gebührende Wahrnehmung verleihen. Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und von Herrn Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik. Kuratiert von: Klaus Biesenbach und Maike Steinkamp, Neue Nationalgalerie sowie von Ariane Coulondre und Valérie Loth, Centre Pompidou, Paris Kuratorische Assistenz: Nikola Richolt Projektmanagement: Andre Odier, Sina Jentzsch Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie. Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Centre Pompidou (Bild: Muse endormie, 1910, Bronze © Succession Brancusi, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. GrandPalaisRmn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
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Tausend Pinsel, ein Stil! (Teil 2).