Ausstellungen / Museum
Staatliche Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Gebaute Gemeinschaft
- Ausstellungseröffnung: Bosporus Beats
- Ausstellungseröffnung: Jerszy Seymour: Mutuogenesis
- Ausstellungseröffnung: Giulia Andreani: Sabotage
- Ausstellungseröffnung: Toyin Ojih Odutola. U22 – Adijatu Straße
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- Avantgarde im Dialog
- Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
- Gallery Looks
- Schere–Stil–Papier. Lettegrafik x Johanna Beckmann
- Kulturforum JETZT!
- Rico Reframed
- Möglichkeiten einer Insel
- Saâdane Afif: Five Preludes
- Tausend Pinsel, ein Stil! Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
- Das alles bin ich! Die Schenkung Christoph Müller III
- Alles unter dem Himmel. Harmonie in der Familie und im Staat
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Hommage an Vittore Carpaccio
- Heimsuchung: 40 Jahre KGM am Kulturforum
- Annika Kahrs - OFF SCORE
- Die Pazzi-Verschwörung
- The Scharf Collection
- Max Ernst bis Dorothea Tanning. Netzwerke des Surrealismus
- Flucht
- Wen Zhengming & Co.
- Petrit Halilaj - An Opera Out of Time
- Newton, Riviera & Dialogues. Collection Fotografis x Helmut Newton
- Grundstein Antike. Berlins erstes Museum
- Rico Puhlmann. Fashion Photography 50s–90s
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Achtung: Design!
- Forum Hamburger Bahnhof
- Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Schlüssel zur christlichen Kunst
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Das Museum Berggruen zu Gast in der Sammlung Scharf-Gerstenberg
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Die Sammlungen. The Collections. Les Collections
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Stadtmuseum Berlin
Berlin, Poststraße 13-14
- Heute noch, morgen schon
- Wenn ich König*in wäre…
- Dara Tûyê – درخت توت – Der Maulbeerbaum
- Beziehungsweise Familie
- Aufbruch in die Moderne
- BerlinZEIT
- Berlins Mitte
- Leben im Mittelalter
- Berlin global
- Online-Fotoschau: Leonore Schwarzer
- Beletage & Zuckerwatte
- Märkisches Museum
- [Probe]Räume
- Berliner Leben im Biedermeier
- Vom Stadtgrund bis zur Doppelspitze
- Museumsdorf Düppel
- Architektur begreifen
- BERLIN GLOBAL - Humboldt Forum
- Foto-Grafisches Kabinett
- Museum Ephraim-Palais
- Museum Knoblauchhaus
- Museum Nikolaikirche
- Sammlung Online
- Themeninseln im Freilichtmuseum
- Acht Standorte, eine Geschichte
Ausstellungen / Museum
Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum
Berlin, Oranienburger Straße 28/30
- Kammerkonzerte: Irena Sendler - Die Retterin der Kinder aus dem Warschauer Ghetto
- Stadtspaziergang: Jüdinnen und Juden in der Märzrevolution 1848
- Stadtspaziergang zum Frauentag: Jüdische Berlinerinnen
- KINO KADDISH: Der Golem
- Kammerkonzerte: Hannah Szenes - Dichterin und Fallschirmspringerin
- Multiplikator:innen Abend
- Gefühlsdinge – How to Listen to Objects
- Zeiten des Umbruchs
- Unsere Führungen
- Dauerausstellung in den historischen Räumen der Neuen Synagoge Berlin
Ausstellungen / Museum
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Berlin, Marienfelder Allee 66-80
Ausstellungen / Werkstatt/Workshop
Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V.
Potsdam, Brendenburgerstraße 5 (Luisenforum)
Ausstellungen / Museum
Rochow-Museum im Schloss Reckahn
Lehnin / OrT Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27
Ausstellungen
| Ausstellung
Ausstellungen
| Ausstellung
Rico Reframed
Staatliche Museen zu Berlin
In unmittelbarer Nachbarschaft zu der großen Retrospektive „Rico Puhlmann. Fashion Photography 50s–90s“ im Museum für Fotografie präsentieren fünfzehn Fotografie-Studierende des Lette Vereins Berlin neue fotografische und filmische Arbeiten, die sich auf vielfältige Weise mit dem Werk des Modefotografen auseinandersetzen. Während Puhlmann über vier Jahrzehnte das Modebild prägte und eine eigenständige Bildsprache zwischen Eleganz, Klarheit und Inszenierung entwickelte, greifen die beteiligten Künstler*innen zentrale Elemente seines Œuvres auf und variieren sie in gegenwärtigen Fragestellungen. Präsenz und Haltung sind zentral für Puhlmanns Fotografien: Seine ikonischen Modeaufnahmen sind oft von der fotografisch klar gesetzten Figur im Stadtraum geprägt, wodurch Körperlichkeit, Pose und Kleidung zu skulpturalen Erscheinungen verdichtet werden. Dieses Zusammenspiel von Mode, Körper, Raum und Blick bildet den Ausgangspunkt vieler Arbeiten der jungen Fotograf*innen. Zugleich eröffnet die Ausstellung neue Lesarten: Wie lässt sich Puhlmanns Verständnis von Stil, Identität und Fotografie heute lesen, in einer Zeit, in der Diversität, Sichtbarkeit und Repräsentation neu verhandelt werden? Puhlmanns Modebilder hinterfragt und neu interpretiert Die Modestrecken der Studierenden greifen in ihrer Auseinandersetzung mit Puhlmanns Arbeiten sowohl ästhetische als auch gesellschaftliche Aspekte auf und formulieren eigenständige zeitgenössische Antworten. Einige Positionen knüpfen an seine elegante, ruhige Bildsprache an und übertragen sie in heutige urbane Räume, in natürliches Licht und in ein reduziertes visuelles Vokabular. Andere untersuchen, wie Körper, Kleidung und architektonische Hintergründe sich in dialogische Räume verwandeln, in denen Pose und Präsenz neu gelesen werden können. Aber auch der Zeitgeist und die gesellschaftlichen Normen der 1950er bis 1990er Jahre, die sich über Puhlmanns Modebilder vermitteln, wurden befragt. Themen wie Sichtbarkeit, Selbstbehauptung, queere Lebensrealitäten, das Aufbrechen normativer Schönheits- und Körperbilder sowie der Umgang mit Alter und Diversität waren dabei zentral. Die aktuellen Arbeiten setzen auf Vielfalt, Direktheit und eine bewusste Öffnung gegenüber unterschiedlichen Körpern, Identitäten und Lebensentwürfen und schaffen so neue Blickwinkel auf ein traditionsreiches Genre. Es sind Modefotografien entstanden, die Vintage-Stücke mit heutiger Mode verbinden oder Entwürfe junger Designer*innen zeigen. Hier treffen moderne auf postmoderne Silhouetten, durchscheinende Stoffe auf robustes Leder, knallige Farben auf klassisches Schwarzweiß. Die Grenzen zwischen Dokumentation und Inszenierung, zwischen urbanem Realraum und stilisiertem Bildraum werden dabei bewusst offengehalten. Auch filmische Positionen führen Puhlmanns Interesse an Bewegung und Körperlichkeit sowie dem Spiel zwischen Kontrolle und situativer Offenheit weiter und übertragen es in die Dynamik des heutigen Stadtraums. So entsteht ein vielstimmiges Panorama, das nicht nur Puhlmanns Bildwelten reflektiert, sondern zugleich fragt, wie Modefotografie heute funktionieren kann: als Raum der Repräsentation, als ästhetische Praxis, als soziale und politische Aussage? Die Ausstellung lädt dazu ein, zeitgenössische Ästhetiken in Beziehung zu einem historischen Werk zu setzen und zu entdecken, wie sich Haltung, Körper und Mode über Generationen hinweg neu inszenieren, verschieben und verhandeln. Beteiligte Künstler*innen: Anita Schulte-Bunert, Elise Witt, Enno Grams, Inna Tonn, Isaac Waldvogel, Lara Marie Schless, Layla Behme, Lilith Kirsch, Marcus Arthur, Moe Otto, Max Philippi, Melissa M. Schwarzinger, Niels Lucke, Phuong Anh Nguyen Le, Tabea Jablonski, Vroni Belm Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Böhlau und Ina Schoof. Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Lette Verein Berlin (Bild: Untitled, Detail, 2025 © Tabea Jablonski)
Ausstellungen
| Ausstellung
Gallery Looks
Staatliche Museen zu Berlin
Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Couture beleuchtet die Ausstellung „Gallery Looks“ die Begegnung der Alten Meister mit der Mode der Gegenwart – in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Sie vereint unterschiedliche künstlerische Ansätze und zeigt, wie sich Stoffe, Schnitte, Farben und Geschichten in den verschiedenen Medien spiegeln und zu lebendigen Erzählungen verweben. Shooting zwischen Stil und Stoff Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Berliner Salons im Februar 2025 präsentierten 55 Designer*innen in der Gemäldegalerie aktuelles deutsches Modedesign zwischen Werken der Alten Meister. Unmittelbar vor der Eröffnung setzte der Fotograf Ralph Mecke ausgewählte Entwürfe in den Sälen der Gemäldegalerie in Szene, die von Modellen präsentiert wurden. Begleitend dazu schuf Florian Azar ein atmosphärisches Video, das das Shooting in poetische, bewegte Bilder übersetzt. Film und Fotografien werden in der Ausstellung gezeigt und verdeutlichen eindrucksvoll die enge Verbindung von Mode und Kunst. Kunst trifft Couture Im Sommer 2025 diente die Gemäldegalerie Jonathan Anderson, dem neuen Kreativdirektor von DIOR, als Inspirationsquelle für seine Summer Show 2026: Für seine Präsentation vor dem Hôtel des Invalides ließ er eine Kulisse errichten, die den Sälen der Gemäldegalerie detailgetreu nachempfunden war – eine Hommage an einen Ort, den er als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschreibt. Zwei originale Gemälde von Jean Siméon Chardin (1699–1779) ergänzten das Setting. In der Ausstellung „Gallery Looks“ sind neben einem der Berliner Gemälde von Chardin auch Videoaufnahmen der Show zu sehen, die das Zusammenspiel historischer und zeitgenössischer Elemente in Andersons Entwürfen auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen. Malerei und Mode – Spiegel der Zeit Neben Filmen und Fotografien präsentiert die Ausstellung auch Entwürfe ausgewählter Designer*innen im Dialog mit hochkarätigen Gemälden. Diese Begegnung offenbart überraschende Parallelen in der Auseinandersetzung mit Aspekten wie Ausdruck, Schönheit, Identität und gesellschaftlichen Rollen. Für die Ausstellung entwickelten die Designer*innen Anne Bernecker, Plaid-à-Porter / Estelle Adeline Trasoglu, Karen Jessen und Alexander Gigl neue Arbeiten oder stellten Entwürfe zur Verfügung, die mit den gezeigten Gemälden interagieren. Auf diese Weise werden die engen Verbindungen zwischen künstlerischer Tradition und aktuellem Design sichtbar. Mode wird zum Medium der Wiederaneignung und Transformation, kunsthistorische Motive werden in die Gegenwart überführt und dabei neue Perspektiven eröffnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Kleinert. Modekonzept: Christiane Arp Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“: Fotoshooting anlässlich des BERLINER SALONS in der Gemäldegalerie 2025, Entwurf Alexander Gigl, mit Gemälde von Anton van Dyck Foto: Ralph Mecke)
Ausstellungen
| Ausstellung
Jerszy Seymour: Mutuogenesis
Staatliche Museen zu Berlin
„Mutuogenesis“ ist eine lebendige soziale Skulptur als Ausstellung und Prototyp einer neuen Form des Lebens, Lernens, Produzierens und der Gemeinschaft, deren Kern soziale und ökologische Gerechtigkeit bildet. Zwischen dem Neuköllner Co-Lab „Lucky Garage“ im Stadtteilzentrum Falscher Fisch und dem Kunstgewerbemuseum findet die Zusammenarbeit des Künstlers und Designers Jerszy Seymour mit der internationalen, jungen Community der S27 – Kunst und Bildung statt. Durch die Gemeinschaftsarbeit entsteht eine immersive, vielfarbige, mutuogene Umgebung aus wiederverwerteten Materialien, die alle Lebensfunktionen bietet und die Bühne für ein Programm mit Vorträgen, Performances und Interventionen einer Reihe diverser Künstler*innen, Designer*innen und Aktivist*innen schafft. Eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit S27 – Kunst und Bildung. Verein zur Förderung der Interkulturellen Jugendarbeit e. V. (Bild: Prototypen der Lucky Tische (recyceltes MDF) – ARRIVO mit Jerszy Seymour Design Workshop 2025 Foto: Jerszy Seymour Design Workshop 2025)
Ausstellungen
| Ausstellung
Bosporus Beats
Staatliche Museen zu Berlin
Die Weltstadt Istanbul und ihre Bewohner*innen in der Kunst auf Papier stehen im Zentrum der Ausstellung. Faszinierende Zeichnungen, druckgraphische Werke und Bücher machen die vielfältigen Verbindungen zwischen Mitteleuropa und der Metropole am Bosporus anschaulich. Werke weltberühmter Künstler wie Pollaiuolo, Dürer, Coecke van Aelst, Rembrandt, Liotard oder Chodowiecki sowie seltene und kaum gezeigte Beispiele belegen das große Interesse an der osmanischen und türkischen Kultur durch die Jahrhunderte. Dabei zeichnen sie ein vielschichtiges Bild: Die einen reflektieren die Bedeutung von Kunst und Musik, zeugen von Neugier und Begeisterung und dokumentieren Pracht und Schönheit. Andere dienen propagandistischen Interessen und verbreiten Vorurteile. Aktuelle künstlerische Positionen ergänzen die Werkauswahl um Reflexionen zu Fragen über Identität und Stereotype. Der Blick auf Istanbul von innen Das Thema der Perspektive – mehr noch: der Offenlegung von Perspektiven – eröffnet und begleitet die Ausstellung. Im Zentrum stehen die Darstellungen Istanbuls von Antoine Ignace Melling (1763–1831). Der deutsch-französische Architekt lebte viele Jahre in der Metropole am Bosporus, wo er für Sultan Selim III. und dessen Halbschwester Hatice tätig war. Er schuf Ansichten der Stadt, bei denen es sich laut Orhan Pamuk um die schönsten Darstellungen handelt: Melling blickte nicht von außen auf Istanbul, sondern von innen. […] Dadurch, dass er die Stadt wie ein Istanbuler sah und wie ein vorurteilsfreier Europäer malte, ist sein Istanbul einerseits ein vertrauter geographischer Ort mit seinen Moscheen und Erinnerungen und andererseits eine unvergleichliche und damit wunderbare Welt für sich. Orhan Pamuk, Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt, aus dem Türkischen von Gerhard Meier, türkische Originalausgabe 2003, München 2006, S. 91 Echoraum für Themen der Gegenwart Die Ausstellung spannt einerseits einen großen zeitlichen Bogen von der Eroberung Konstantinopels durch das Osmanische Reich im Jahr 1453 bis zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Preußen durch die erste türkische Gesandtschaft in Berlin 1763. Andererseits fragen die einzelnen Kapitel der Ausstellung – Berührung, Neugier, Konflikt, Propaganda, Vorurteil – jeweils nach der Perspektive von Künstler und Publikum. Auf diese Weise entsteht mit den historischen Kunstwerken ein Echoraum für Themen der Gegenwart. Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Melchior Lorck, Süleymaniye Moschee von Nordost gesehen, Detail, um 1570, Holzschnitt auf Papier Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz)
Ausstellungen
| Ausstellung
Gebaute Gemeinschaft
Staatliche Museen zu Berlin
Vor 12.000 Jahren schufen Jäger und Sammler im heutigen Türkiye monumentale Anlagen – bis heute sind Archäolog:innen damit beschäftigt, diese Bau- und Kunstwerke zu entschlüsseln. In Zusammenarbeit mit Türkiye werden nun spektakuläre archäologische Funde aus Göbeklitepe und anderen Orten der Umgebung auf die Museumsinsel Berlin geholt. Mit gewaltigen Statuen, Monumentalgebäuden und massiven figürlich verzierten T-Pfeilern – stilisierte Menschenbilder von bis zu sechs Meter Höhe – ist vor 12.000 Jahren die Welt der Jäger-Sammler am Übergang zur Sesshaftigkeit voller faszinierender Bildwerke und Symbole. Wer hat sie geschaffen und was bedeuten sie? Lange bevor Stonehenge errichtet oder die ersten Pyramiden erbaut wurden, schufen die ersten sesshaften Gemeinschaften in der Provinz Şanlıurfa im Südosten von Türkiye einmalige monumentale Gebäude mit fantastischen überlebensgroßen Bildwerken in Göbeklitepe, seit 2018 UNESCO-Weltkulturerbe, und in weiteren Orten. Die gewaltigen Bauten und der künstlerische Ausdruck sind als Werk von Gemeinschaften zu verstehen, die sich mit Beginn der Sesshaftigkeit bildeten. Der Zusammenhalt war ein wichtiger Faktor für das Leben der Gruppen und ihre Resilienz unter sich wandelnden Bedingungen. Seit 2020 zeichnen spektakuläre Entdeckungen des internationalen Forschungsprojekts Taş Tepeler in Orten wie Karahantepe, Sayburç und Çakmaktepe ein umfassendes Bild dieser revolutionären Epoche. Die Ausstellung in der James-Simon-Galerie zeigt Bildwerke, Alltagsgegenstände und Schmuck, die vom Zusammenleben der Menschen während dieses menschheitsgeschichtlichen Umbruchs erzählen. Archäologische Funde und Architekturrekonstruktionen werden von zeitgenössischen fotografischen Interpretationen der spanischen Fotokünstlerin Isabel Muñoz komplementiert und laden ein, in das Leben am Übergang von den Jäger-Sammler-Kulturen zur Sesshaftigkeit einzutauchen. "Gebaute Gemeinschaft. Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren" wurde durch ein Team unter der Leitung von Barbara Helwing, Vorderasiatisches Museum, und Necmi Karul, Universität Istanbul, erarbeitet und ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Vorderasiatischen Museum, dem Archäologischen Museum Şanlıurfa und dem Forschungsprojekt “Taş Tepeler“ der Universität Istanbul, unter Mitwirkung des Deutschen Archäologischen Instituts. Die meisten archäologischen Objekte aus dem Museum Şanlıurfa sind erstmals im Ausland zu sehen. Die Ausstellung wird ermöglicht mit Mitteln der Deutschen Stiftung Klassenlotterie, des Kuratoriums der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Freunde der Antike auf der Museumsinsel e.V. und Turkish Airlines. Zur Ausstellung wird ein bebilderter Begleitband in je einer deutschen, türkischen und englischen Ausgabe erhältlich sein. Eine Sonderausstellung des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkiye, Generaldirektion für Kulturgüter und Museen, und dem Deutschen Archäologischen Institut Istanbul Medienkooperationen zur Ausstellung: ARTE, National Geographic, radioeins, radio3, Tagesspiegel, tipBerlin, WELTKUNST (Bild: Luftbild von Karahantepe © Karahantepe Project Archive/Yusuf Aslan)
Ausstellungen
| Ausstellung
Avantgarde im Dialog
Staatliche Museen zu Berlin
Die Gemäldegalerie am Kulturforum öffnet ihre Räume erneut für einen außergewöhnlichen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert Der Berliner Salon zeitgenössische Mode im direkten Austausch mit Meisterwerken der europäischen Kunstgeschichte. Der Berliner Salon ist ein vom Senat gefördertes Ausstellungsformat, das aufstrebenden Modetalenten eine international sichtbare Bühne bietet. In der diesjährigen Gruppenausstellung unter der Leitung von Christiane Arp, der Vorstandsvorsitzenden des Fashion Council Germany, werden in enger Zusammenarbeit mit der Gemäldegalerie herausragende junge Designer*innen vorgestellt. In die Dauerausstellung der Gemäldegalerie integriert, treten ihre Modeentwürfe in einen unmittelbaren Dialog mit den Gemälden der Alten Meister. Der hochkarätige Bestand des Museums bildet dabei einen einzigartigen kunsthistorischen Bezugsrahmen. Die historischen Darstellungen von Körperhaltungen, Gewändern und modischer (Selbst-)Inszenierung veranschaulichen eindrucksvoll, wie Kleidung seit Jahrhunderten als Ausdruck von Identität, sozialem Status und Machtbewusstsein eingesetzt wird. In der direkten Gegenüberstellung mit der Malerei werden die Modeentwürfe in ihrem kulturellen Kontinuum greifbar – zwischen Kunst, Handwerk und Zeitgeist. Die Präsentation knüpft an eine jahrhundertealte Tradition handwerklicher Meisterschaft an: Die Alten Meister waren die Avantgarde ihrer Zeit, in ihren Werken spiegeln sich Vorstellungen, Wünsche und Sehnsüchte vergangener Epochen wider. Als Höhepunkte künstlerischer und handwerklicher Exzellenz ermöglichen ihre Werke neue Perspektiven auf kreative Prozesse und deren Weiterentwicklung bis in die Gegenwart. Mit dem Berliner Salon wird die Gemäldegalerie wie bereits mit der Gruppenausstellung „Mode trifft Meisterwerke“ im Februar 2025 zu einem Ort des lebendigen Austauschs, an dem historische Kunst und zeitgenössische Mode in einen vielschichtigen, sinnlichen Dialog treten. Bereits ab dem 30. Januar und bis 30. Mai 2026 sind zudem die Ausstellungen „Gallery Looks, Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ und „Fashion X Craft: Echoes of Tomorrow“ zu sehen. Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit Nowadays und Museum & Location. (Bild: Luigi Crespi, Elisabetta Cellesi (?), Detail, 1732 Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)
Ausstellungen
| Ausstellung
Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung zeigt, wie fünf junge Designer*innen traditionelle Handwerkskunst in zeitgenössische Mode übersetzen: Die Ausstellung präsentiert aufwendige Modeentwürfe, gibt Einblicke in deren Entstehungsprozess und regt dazu an, Handwerk als generationsübergreifenden Dialog zu begreifen und fortzuführen. Analoge Künste in digitalen Zeiten Kann Handwerkskunst als ein Erfahrungsaustausch über Generationen hinweg begriffen werden? Lässt sich der Dialog über ein gänzlich analoges Gut auch in digitalen Zeiten fortführen? Wie werden wir uns an traditionelle Techniken erinnern – und kann es gelingen, sie auch in Zukunft zu erhalten? Mit diesen Fragen haben sich fünf junge Modedesigner*innen über Monate hinweg auseinandergesetzt. „Dabei haben wir uns ein Universum vorgestellt, in dem diese Erinnerung als Nostalgie Gestalt annimmt – wie eine Reminiszenz, bei der es unmöglich ist zu unterscheiden, was real und was imaginiert ist“, so Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki vom V-Collective. „In dieser Welt taucht das Handwerk in neuen Formen wieder auf: Manche Details bleiben lebhaft, andere verschwimmen, lösen sich auf und verschmelzen zu einer hybriden, futuristischen Vision von Handwerkskunst“. Auf Grundlage der Denk- und der Handarbeit der fünf Kreativen ist die Kollektion „Echoes of Tomorrow“ entstanden, die in den Räumen der Gemäldegalerie zu sehen sein wird. Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, sich mit traditionellen Techniken auseinanderzusetzen, deren zeitgenössische Neuinterpretationen kennenzulernen und über die Mode der Zukunft nachzudenken. Ein Jahr des Experimentierens und Erschaffens Das V-Collective setzt sich aus Teilnehmer*innen der Initiative Fashion x Craft zusammen: Das Projekt des Branchenverbands Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation bietet jungen Mode- und Textildesigner*innen ein maßgeschneidertes Förderprogramm, das Themen der Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Innovation gleichermaßen fokussiert. Dabei werden die Teilnehmer*innen während Residency-Aufenthalten beim Good Garment Collective in Berlin und einem Stiftungssitz der King’s Foundation im englischen Highgrove in weitreichenden Workshops und intensiven Mentoringprogrammen an handwerkliche Prozesse herangeführt, die über die Grenzen traditioneller Mode- und Textilproduktion hinausgehen. Aus der diesjährigen Ausgabe der Initiative sind das V-Collective und seine 24-teilige Modekollektion hervorgegangen: Sie basiert auf den Handwerkskünsten, die den Teilnehmenden innerhalb des Projektjahres vermittelt wurden, darunter natürliche Färbetechniken, Weben und Klöppeln, aber auch modefremde Techniken wie Korbflechten, Metall- und Holzarbeit. Die Entwürfe wurden aus sogenannten Deadstock-Materialien gefertigt – also nicht verwendeten Stoffen und Fasern größerer Unternehmen, die eBay Deutschland und die Deadstock-Plattform Zerow zur Verfügung gestellt haben. Rohe Atelierwand im institutionellen Raum Die Kleidungsstücke der Kollektion werden in Form einer Bühneninstallation ausgestellt. Dabei spielen die Räumlichkeiten der Gemäldegalerie eine wichtige Rolle für das Inszenierungskonzept: Der musealen Perfektion des Ausstellungsortes – den der Kreativdirektor des Traditionshauses Dior, Jonathan Anderson, unlängst als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschrieb – setzt die Schau des V-Collective im hinteren Teil der Wandelhalle eine zum Teil herbe, rohbauliche Wandgestaltung mit Gips- und Farbresten entgegen. Ergänzt durch Stoffhängungen, Collagen und Skizzen entsteht der Eindruck einer Atelierwand, die den Erarbeitungsprozess der Kollektion atmosphärisch in den institutionellen Raum der Gemäldegalerie überträgt und dort nachvollziehbar macht. Eröffnung im Rahmen der Fashion Week Die Ausstellung wird im Rahmen der Berlin Fashion Week feierlich eröffnet. Zeitgleich wird im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ gezeigt – eine eindrucksvolle Begegnung von Kunst der Vergangenheit mit zeitgenössischer Mode in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Vom 3. bis 22. Februar 2026 zeigt zudem Der Berliner Salon Modeentwürfe junger Designer*innen im Dialog mit der Dauerausstellung der Gemäldegalerie. Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Die Initiative Fashion x Craft des Fashion Council Germany vermittelt jungen Designer*innen traditionelle Handwerkskünste wie das Klöppeln. Foto: Anasteisha Ruzhanska)
Ausstellungen
| Ausstellung
Mein Jüdisches Berlin. Eine Videoinstallation
Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
In zehn Episoden gibt die Installation Einblicke in Berliner Lebenswelten aus Vergangenheit und Gegenwart. Das Besondere: Berliner:innen begegnen uns in Lebensgröße. Auf fünf hochformatigen Monitoren erzählen sie selbst von „ihrem jüdischen Berlin“ und zeigen uns dessen Orte: etwa ein Künstleratelier, die Kellergewölbe des Jüdischen Krankenhauses, den Gottesdienst einer orthodoxen Gemeinde oder das Foyer der Komischen Oper Berlin. Die Erzählungen spannen einen Bogen von den intellektuellen Treffpunkten um 1800 bis zu einem Familientisch im Berlin von heute. Es offenbaren sich unterschiedliche Bindungen und persönliche „Beziehungsgeschichten“. Für einige ist jüdisches Berlin langjähriger Teil ihrer Familienbiografie, manche sind jüdische und nichtjüdische Berliner:innen mit anderen Hintergründen und Geburtsorten. Diverse Muttersprachen und Lebensgeschichten stehen für jüdische und berlinerische Vielfalt. Womit wir bei Fragen um Zugehörigkeit wären: was ist eigentlich berlinerisch, was ist jüdisch, wer gehört zu Berlin und wer zum jüdischen Berlin? Jedenfalls, jüdisch gehört zu Berlin. Tauchen Sie in die verschiedenen Welten ein und seien Sie mit uns neugierig auf eine Sinfonie diverser Stimmen … kuratiert von Anja Siegemund, Eva Lezzi, Stefanie Höpfner
Ausstellungen
| Ausstellung
Zeiten des Umbruchs
Zeiten des Umbruchs
Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Eine Intervention in der Dauerausstellung Am 5. September 1866 wurde in der Berliner Spandauer Vorstadt eine neue, große Synagoge eingeweiht, die schon bald Neue Synagoge genannt wurde. In dieser „einst schönsten und größten Synagoge“ Deutschlands war Platz für 3.200 Frauen und Männer. Während der Novemberpogrome 1938 im Innenraum beschädigt, verhinderte das Eingreifen des örtlichen PolizeiReviervorstehers Wilhelm Krützfeld und seiner Kollegen der Polizeiwache vom Hackeschen Markt eine Brandschatzung größeren Ausmaßes. Die Bombardements 1943 zerstörten das entweihte Gotteshaus in großen Teilen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zwar der Synagogenhauptraum gesprengt, aber es blieben wichtige Teile der Neuen Synagoge als Ruine und Wahrzeichen in der nun in Ostberlin gelegenen Oranienburger Straße stehen. Erst 1988 konnte mit dem Wiederaufbau der Neuen Synagoge als Centrum Judaicum begonnen und die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gegründet werden. Der Wiederaufbau der als Ruine erhalten gebliebenen Gebäudeteile wurde mit einer symbolischen Grundsteinlegung am 9. November 1988 als feierliches Ereignis in der Öffentlichkeit begangen. Bereits zuvor, mit dem Beginn von Sicherungsarbeiten, wurde der bekannte Berliner Fotograf Günter Krawutschke mit der detaillierten und umfassenden fotografischen Dokumentation des gesamten Gebäudekomplexes und seines Aufbaus beauftragt. So ist in den Jahren 1988 bis 1995 eine Dokumentation von den zerstörten Grundmauern bis zur teilweisen Wiederherstellung der Neuen Synagoge als Museum, Forschungs- und Begegnungszentrum entstanden. Günter Krawutschke übereignete diesen Teil seines fotografischen Werkes 2018 der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum zur uneingeschränkten Nutzung. Es handelt sich dabei um schätzungsweise siebeneinhalbtausend Aufnahmen. Der einmalige Bildbestand, der zurzeit konserviert und digitalisiert wird, soll nun in einer Ausstellung erstmals einer größeren Öffentlichkeit gezeigt werden. Aus den tausenden von Bildmotiven wurde eine Auswahl getroffen, die als Intervention in der Dauerausstellung Tuet auf die Pforten präsentiert wird.
Ausstellungen
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Gefühlsdinge – How to Listen to Objects
Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Was passiert, wenn wir Objekten zuhören, anstatt sie zu besitzen? Unsere Welt dreht sich heute schneller denn je – und stellt unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt vor neue Herausforderungen. Unsere Reaktionen sind oft sehr emotional. „Gefühlsdinge“ bringt Emotionen und Erinnerungen von jüdischen Communitys mit Objekten des Museums zusammen. In der Ausstellung treten Berliner Jüdinnen und Juden aus 14 Herkunftsländern in einen Dialog mit historischen Dingen aus der Sammlung des Museums. Die Geschichten dieser Objekte sind durch die Schoa, durch die Wirren von Kriegen und Krisen zumeist verschütt gegangen. Dabei sprechen wir zentrale Fragen nach Erinnerung und Zugehörigkeit an. Die Ausstellung zeigt das Museum als lebendigen Begegnungsraum, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen – und in dem Zuhören zu einer essenziellen Form der Verständigung wird. Tauchen Sie ein in den immersiven Animationsfilm „Verwandlung“. Erleben Sie die Kraft der Objekte, die Vergangenheit, Gegenwart und Gemeinschaften verbinden. Der Film lädt dazu ein, Momente, Erinnerungen und Assoziationen zu erfahren, die Berliner Jüdinnen und Juden heute mit historischen Objekten aus der Sammlung des Museums in Verbindung bringen. Welche Gefühle rufen Dinge hervor? In sechs Workshops hörten jüdische Berliner:innen den Objekten aus der Museumssammlung zu und antworteten mit eigenen Geschichten und Dingen. Denn Objekte sind Resonanzkörper. Ihr Klang und Geruch, ihre Form und Farbe sprechen zu uns. Sie bilden Brücken, die uns durch die gebrochene Geschichte führen. Fühlen Sie nach, welche Emotionen jüdische Künstler:innen und Aktivist:innen heute bewegen, wenn sie Kontakt zu den Objekten aufnehmen. Manche Dinge rufen Stolz oder Zuneigung, Wut oder Angst hervor. Diese Gefühle sind nicht passiv, sie treiben an und motivieren zum Handeln. Ob Positionen gegen den Krieg in der Ukraine oder gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus und Rassismus – erfahren Sie, welche Themen Jüdinnen und Juden bewegen. Erleben Sie den zerstörten Hauptgebetssaal der Neuen Synagoge Berlin jetzt virtuell rekonstruiert. Der Gebetssaal, der vor seiner Beschädigung 1943 und Sprengung 1958 für 3200 Menschen Platz bot, wurde als ein ehemals bedeutender Ort für Jüdinnen und Juden in der virtuellen Welt zum Leben erweckt.
Ausstellungen
neue Veranstaltung
Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Ausstellungen
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Berliner Höfe
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Berlin ist die Stadt der Hinterhöfe: verdichtet, vielfältig, belebt. Wer trifft sich hier? Wie wandeln sich diese Räume? Und: Was ist los im Hof? Berliner Höfe haben viel zu erzählen. Spätestens seit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ist Berlin ein Anziehungspunkt für Menschen aus anderen Regionen Deutschlands und aus anderen Ländern. Stadtgeschichte war also immer auch Migrationsgeschichte. Durch enormes Bevölkerungswachstum, räumliche Ausdehnung und bauliche Verdichtung ist Berlin wie keine andere Stadt von Hinterhöfen geprägt – ob als Wohnhöfe, Schulhöfe, Gewerbehöfe, Atelierhöfe, Hofgärten oder Hof-Restaurants. Ihre Geschichte ist vielfältig, genauso wie die Menschen, die sie beleben. Mit der Sonderausstellung „Berliner Höfe“ im 3. Obergeschoss des Museums Ephraim-Palais lädt das Stadtmuseum Berlin Sie dazu ein, diese Stadträume zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu erkunden. Die Höfe stehen beispielhaft für das städtische Zusammenleben mit all seinen Widersprüchen. Sie zeigen, wie Menschen Raum gestalten. Und sie regen dazu an, genau hinzusehen: Was können uns Höfe über Berlin erzählen? Was über uns selbst? Kurz: Was ist los im Hof? Öffnungszeiten: Di – So | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen) Mo geschlossen Eintritt: 7 Euro (Einzel-Ticket) | 15 Euro (Kombi-Ticket*) | Eintritt frei (unter 18 Jahren oder mit Ermäßigung * Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Museum Nikolaikirche, Museum Ephraim-Palais, Museum Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Ausstellungen
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Beziehungsweise Familie
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Vater, Mutter, Kind? Überraschende Perspektiven auf das traditionelle Familienmodell in Vergangenheit und Gegenwart. „Beziehungsweise Familie“ heißt das gemeinsame Themenjahr der Kultur-Institutionen im Humboldt Forum. Auch das Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel beteiligt sich daran. Die gleichnamige Ausstellung gibt Einblicke in das traditionelle Familienmodell zwischen 1815 und heute. Im Zusammenleben der Menschen hat die Familie eine zentrale Bedeutung. Dabei steht der Begriff Familie für vielfältigste Formen des Miteinanders. Familie bindet und grenzt ab, sie gibt Halt und unterliegt Regeln, sie kann Freiräume öffnen und Zwänge ausüben. Was bedeutet es, verwandt zu sein? Liebe oder Last? Tradition oder Trauma? Fels oder Brandung? In der Familie spiegelt sich immer auch die Lebensgemeinschaft als Ganzes. Wer gehört dazu, wer nicht? Und was hält uns eigentlich zusammen? Öffnungszeiten Di – So | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen) Mo geschlossen Eintritt 5 Euro (Einzel-Ticket) | 15 Euro (Kombi-Ticket*) | Eintritt frei (unter 18 Jahren oder mit Ermäßigung) * Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Museum Nikolaikirche, Museum Ephraim-Palais, Museum Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Vom 03.10.2025 bis 12.07.2026 gilt im Museum Knoblauchhaus auch das Humboldt-Forum-Ticket (Bild: Familie mit Kindern, Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB) Berlin, Charlottenburg, Juli 1969; © Stadtmuseum Berlin | Foto: Ludwig Binder)
Ausstellungen
| Ausstellung
Heute noch, morgen schon
Stiftung Stadtmuseum Berlin
35 Jahre nach Ende der deutschen Teilung widmet sich das Stadtmuseum Berlin im Museum Nikolaikirche mit einer großen Filmausstellung den Umbrüchen in Berlin um 1990. Dokumentarische Kurzfilme, Film- und Fernsehausschnitte aus vier Jahrzehnten geben seltene Einblicke in die tiefgreifenden Veränderungen. Vor allem Menschen in Ost-Berlin erlebten den Sturm der Ereignisse als widersprüchlich: einerseits Selbstermächtigung, Freiheitsgewinn und die Versprechen der Marktwirtschaft, andererseits Verunsicherung, Arbeitsplatzverlust und Gewalt gegen Menschen, die als anders wahrgenommen wurden. Zugleich beschäftigen sich Künstler:innen in der Ausstellung aus heutiger Sicht mit jenen Jahren. Sie betrachten die räumlichen und gesellschaftlichen Kontinuitäten wie auch die Brüche in einer Stadt, die wie kaum eine andere die politische Geschichte Europas im 20. Jahrhundert verkörpert. Mit Filmen von: Juliet Bashore | Kerstin Bastian | Konstanze Binder, Lilly Grote, Ulrike Herdin, Julia Kunert | Ludger Blanke | Tsitsi Dangarembga | Jochen Denzler, Lew Hohmann, Petra Tschörtner, Hans Wintgen | Johann Feindt, Jeanine Meerapfel, Helga Reidemeister, Dieter Schumann, Tamara Trampe | Nele Güntheroth, Thomas Hahn | Kerstin Honeit | Brenda Akele Jorde | Riki Kalbe | Ingo Kratisch, Jutta Sartory | Betina Kuntzsch | Angelika Nguyen | Pınar Öğrenci | Helga Reidemeister | Pim Richter, Karl Farber | Elske Rosenfeld | Bernd Sahling | Volker Sattel | Viola Stephan | Petra Tschörtner | Chetna Vora Kuratiert von Florian Wüst in Zusammenarbeit mit Suy Lan Hopmann Szenografie: HMDMR [hamdemir], Bahadir Hamdemir Medienproduktion: PxB Studios, Jana Pausinger, Alexander Bartneck Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, herausgegeben von Elke Neumann. In Kooperation mit Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Öffnungszeiten: täglich | 10 – 18 Uhr Eintritt: 7 Euro (Einzel-Ticket) | 15 Euro (Kombi-Ticket*) | Eintritt frei (unter 18 Jahren oder mit Ermäßigung * Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Museum Nikolaikirche, Museum Ephraim-Palais, Museum Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
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Dara Tûyê – درخت توت – Der Maulbeerbaum
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Die Freiflächen-Ausstellung von Flamingo e.V. in BERLIN GLOBAL thematisiert das solidarische Handeln von Frauen, über Grenzen hinweg. Ihre Zusammenarbeit schafft Raum, um aus Gewalt- und Verlusterfahrungen neue Hoffnung entstehen zu lassen. Ausgangspunkt ist der Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef“ in Berlin-Neukölln, der mit dem Frauendorf Jinwar in Nordostsyrien sowie mit dem Verein Women for Justice eng verbunden ist. Hier wird deutlich, was Gärten alles sein können: Orte des Gedenkens, der Heilung und Gemeinschaft, der gegenseitigen Stärkung und Selbstwirksamkeit. Darüber hinaus sind Gärten Orte des Widerstands gegen Unterdrückung und Gewalt. Mitten auf der Freifläche in BERLIN GLOBAL steht der Schwarze Maulbeerbaum, nach dem künstlerischen Entwurf von Ela Pour. Er vereint Zerbrechlichkeit und Stärke, Trauer und Hoffnung. Die Stimmen und Erfahrungen der Projektbeteiligten werden von Yalda Yazdani musikalisch gerahmt. Sie teilen Erinnerungen, Gefühle und Wissen über Pflanzen. Die raumgreifende Baumskulptur wird durch Fotografien von Philip Leutert aus dem Garten „Hevrîn Xelef“ sowie von Anuscheh Amir-Khalili aus Jinwar ergänzt. Die Ausstellungstexte sind auf Deutsch und Englisch verfügbar. Der Titel bedeutet „Der Maulbeerbaum“ auf Kurmanci und Farsi. Öffnungszeiten Mo + Mi – So | 10:30 – 18:30 Uhr Di | geschlossen Letzter Einlass ist um 17:30 Uhr. Eintritt Tagesticket: 9 Euro / 0 Euro (ermäßigt)
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Wenn ich König*in wäre…
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Junge Visionen aus Neukölln. Eine Freifläche der Bürgerstiftung Neukölln Auf der neuen Freifläche der Bürgerstiftung Neukölln in der Ausstellung BERLIN GLOBAL erzählen elf Kinder und Jugendliche von den Schieflagen der Gegenwart und zeigen ihre Visionen für eine gerechtere Zukunft. Öffnungszeiten: Mo + Mi – So | 10:30 – 18:30 Uhr Di | geschlossen Letzter Einlass ist um 17:30 Uhr. Eintritt: Tagesticket: 9 Euro / 0 Euro (ermäßigt)
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Möglichkeiten einer Insel
Staatliche Museen zu Berlin
Die Welt ist unruhig, und sie ist schwierig. Wie gut, dass es Inseln gibt! Draußen, im Freien, oder inwendig imaginierte, die man überall finden kann, ob nun zu Hause oder an anderen Orten. Kunstsammlungen, insbesondere private, sind Inseln der besonderen Art. Ohne Rechtfertigungsdruck sind sie allein den frei gewählten Kriterien des Sammlers unterworfen. Mithin bieten sie einen Rückzugsort, der fernab der Welt ein eigenes Denken in Bildern ermöglicht. Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Dieter und Hilde Scharf beschäftigen sich die „Möglichkeiten einer Insel“ mit der Sammlerleidenschaft des Ehepaares und seiner Tochter Julietta Scharf. Erstmals werden im größeren Umfang diejenigen Werke gezeigt, die nicht zum Bestand der seit 2008 als Dauerleihgabe an die Nationalgalerie in einem eigenen Haus gezeigten Sammlung Scharf-Gerstenberg gehören. Ausgehend von der berühmten Sammlung seines Großvaters Otto Gerstenberg (1848–1935), hatte Dieter Scharf 2001 eine Stiftung gegründet, aus deren Fundus er für die „Sammlung Scharf-Gerstenberg“ ein Konvolut von rund 350 Werken auswählte. Inhaltlicher Schwerpunkt seiner Sammlertätigkeit war der Surrealismus, doch werden auch seine Vorläufer und Nachfolger mit in den Blick genommen. In den Sammlungsräumen wird auf zwei Etagen ein weites Panorama der fantastischen Kunst geboten, angefangen mit den Werken von Goya, Piranesi oder Redon bis hin zur Art brut von Jean Dubuffet. Mehr als Surrealismus Thematisch gehen die „Möglichkeiten einer Insel“ über den erweiterten Surrealismus-Begriff der Sammlung Scharf-Gerstenberg hinaus. Zwei Bodenarbeiten der Schweizer Künstlerin Kavata Mbiti bilden hierfür einen kontrastreichen Ausgangspunkt: die titelgebende Plastik aus weißem Acrystal „Möglichkeiten einer Insel I“ und die dreiteilige schwarze Holzskulptur „Kiel“. Während Erstere an die biomorphen Formfantasien eines Hans Arp oder Hans Bellmers erinnert und eine sich selbst generierende, semiabstrakte Wesenheit zu verkörpern scheint, lässt Letztere an gefährlich kreisende Haifische denken, deren Rückenflossen drohend aus dem Wasser ragen. Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch – die Ausstellung bietet hierfür einen ganzen Archipel möglicher Themen-Inseln. In 12 Kapiteln geht es um Möglichkeiten, den Bedrohungen und Zumutungen des Alltags mit den Mitteln der Kunst zu begegnen: durch einen Rückzug in die Idylle, ins Private oder in eine andere Zeit, durch Zusammenstellungen eigener Bilderwelten, durch gespinsthafte Systeme, Flucht in Fantastik oder einen ironischen Umgang mit dem, was wir am meisten fürchten – den Tod. Gezeigt werden rund 150 Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen oder Objekte von berühmten Künstlern wie Alfred Sisley, Auguste Renoir, Egon Schiele, Max Beckmann und Hannah Höch, aber auch von bisweilen weniger bekannten Schöpfern der fantastischen Kunst wie Alfred Kubin, Léon Spilliaert oder Unica Zürn. Einen weiteren Einblick in die Sammlungen der Familie Scharf gibt vom 24. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026 die Alte Nationalgalerie. Auch hier wird ein weiter Bogen von Goya bis zur zeitgenössischen Kunst geschlagen. Doch während Dieter Scharf, wie später seine Tochter Julietta, den Surrealismus in das Zentrum seiner Sammlertätigkeit stellte, legte sein Bruder Walther Scharf, und in der Nachfolge dessen Sohn René, den Schwerpunkt von „The Scharf Collection“ auf den Impressionismus und die klassische Moderne. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Grafik unter Verwendung von: Alfred Sisley, Sommersonne (Frau mit Sonnenschirm), Detail, 1883 und James Ensor, Die Todsünden, vom Tode beherrscht, Detail, 1904 © Grafik: Peter Dorén; Fotos: Sammlung Julietta Scharf / Sammlung Scharf-Gerstenberg, Dietmar Katz)
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Kulturforum JETZT!
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung präsentiert zehn Positionen von Architekturstudierenden der Universität der Künste Berlin mit Neuinterpretationen von bislang nicht gestalteten Zwischenräumen des Kulturforums. Die Projekte zeigen, wie architektonische und landschaftliche Interventionen das Areal zu einem zusammenhängenden, lebendigen Stadtraum verbinden können. Der Ort Das Kulturforum ist ein einzigartiger Kulturstandort mitten in Berlin. Während der Teilung Berlins als „Museumsinsel“ West-Berlins als fließende Landschaft im Sinne von Hans Scharoun errichtet, zeigt es sich heute als Ensemble starker Solitäre in einem wenig belebten Stadtraum. Gerade diese Zwischenräume bergen ein großes, bisher kaum ausgeschöpftes Potenzial: als verbindende Elemente, als Möglichkeitsräume für städtisches Leben, als Orte des Verweilens und der Begegnung. Zugleich trifft an diesem Ort eine seltene Dichte und Vielfalt kultureller Einrichtungen aufeinander, Museen, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und ein Konzerthaus von internationalem Rang. Die Gebäude selbst sind Ausdruck dieses Reichtums, entworfen von prägenden Architekten wie Hans Scharoun, Ludwig Mies van der Rohe, Rolf Gutbrod und Hilmer & Sattler, neuerdings ergänzt durch das entstehende „berlin modern“ nach Plänen von Herzog & de Meuron. Das Spektrum von Bildender Kunst über Literatur und Musik bis zu Mode, Design und Architektur verdichtet sich zu einem kulturellen Feld, wie es weltweit nur an wenigen Orten in vergleichbarer Weise zu finden ist. Entwicklung und Zukunft des Kulturforums Das Berliner Kulturforum soll auch in Zukunft ein Ort der Ideen sein, ein Raum, in dem urbanes Zusammenleben, Wohnen und Gestalten in den Zwischenräumen denk- und erlebbar wird. Für die Studierenden der Universität der Künste Berlin ist das Kulturforum inspirierende Stadtgeschichte, um Visionen von Zusammenleben und Urbanität zu entwerfen. Die Masterstudios von Prof. Bettina Götz und von atelier le balto haben im Sommersemester 2025 den städtebaulichen und landschaftlichen Kontext untersucht und Perspektiven für ein neues Zusammenspiel der Solitäre erarbeitet. Die daraus entstandenen Visionen eröffnen Blickrichtungen auf mögliche Zukünfte des Kulturforums und veranschaulichen, wie vielfältig dieser Ort weitergedacht werden kann. Die Ausstellung versteht sich als Impuls: Sie lädt dazu ein, die offenen Fragen, Potenziale und Herausforderungen des Kulturforums zu reflektieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie sich dieser besondere Ort weiterentwickeln könnte. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird von den Studierenden der UdK kuratiert: Finn Brunsch, Sophie Daum, Lara Grefer, Anna Jung, Yeeun Kang, Woohee Kim, Lea Krüger, Joss Pablo Pionschek, Nathan Reichenthal, Paula Riebel, Lukas Paul Ruhe, Jakob Stadtmüller, Marwin Seeber, Augusta Verbiesen, Elisabeth Weinbacher, Carl Wolff Eine Sonderpräsentation von zehn Positionen zur Aktivierung des Kulturforums aus dem Studio von Prof. Bettina Götz & atelier le balto, Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Kunstbibliothek und dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Woohee Kim, Yeeun Kang, The Boundary © Woohee Kim, Yeeun Kang)
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